Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen & Antibiotikum

Frage: Abstillen & Antibiotikum

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Hallo Frau Welter mein Sohn ist genau 4 Monate alt, ich versuche seit 2 Wochen,ihn abzustillen, weil er sich nachts immer öfter stillen läßt. Er kommt zw. 20 Uhr (Bettzeit) bis 4:00 im 1,5-2Std Rhythmus und ab 4 Uhr fast stündlich. Es kostet mich so viel Kraft, da ich auch noch einen 3 Jährigen zu Hause habe und mich fürs Abstillen entschieden habe. Mein Problem ist, dass mein Kleiner keine Flasche nimmt, es liegt aber nicht an der Pre Nahrung (mit Löffel holt er sie), es liegt an dem Saugsystem, was er nicht hinbekommt. Habe NUK First Choice in Latex und Silikon probiert und auch mit den Avent Weithals Saugern keine Chance. Er lutscht und kaut auf den Saugern, mehr nicht. Können Sie mir irgendwas raten, wie ich weiter komme? Die Flasche meinem Mann zu geben oder der Oma hab ich auch schon probiert. Habe ihm sogar schon mit einem Becherchen die Milch gegeben, aber das macht halt viel "Schweinerei". Habe mir jetzt auch vom großen Sohn Scharlach eingefangen und muss Antibiotikum nehmen. Nehme es immer nach dem Stillen, in der Hoffnung, dass es sich bis zum nächsten Stillen abbaut. Aber er kommt auch tagsüber sehr oft (2-3 Std). Würden Sie mir raten, nun mit Beikost anzufangen, damit ich voran komme? Vielen Dank & Grüsse Chickenburni


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Liebe Chickenburni, wegen des Antibiotikums müssen Sie vermutlich nicht abstillen, viele sind stillverträglich und Ihr Arzt hat sicher darauf geachtet, es entsprechend auszusuchen. Für Beikost ist Ihr Baby einfach noch zu klein, das wäre also keine gute Alternative zur Milch, die mit 4 Monaten ganz eindeutig noch das "einzig Wahre" ist! Und es ist so, dass auch Flaschenkinder nachts häufig aufwachen, so dass Ihnen keiner garantieren kann, dass Ihre Nächte ohne Brust ruhiger werden... Wo schläft Ihr Baby denn? Die Nächte können sehr viel einfacher werden, wenn das Baby in unmittelbarer Nähe der Mutter schlafen kann. Für die Mutter ist es sehr viel praktischer, wenn das Baby mit im eigenen Bett liegt (was weltweit bei Mehrzahl aller Kinder und in unserer Kultur sehr viel mehr als von den Eltern zugegeben wird der Fall ist) oder auf einer Matratze oder in einem Kinderbett direkt neben ihrem Bett. Die Mutter muss nachts nicht aufstehen, muss nicht erst richtig wach werden, sondern kann im Liegen stillen und unmittelbar danach weiterschlafen. Auch das Kind muss gar nicht erst richtig wach werden und zu schreien beginnen und kann somit auch schneller wieder einschlafen. Auf diese Weise kann viel Kraft gespart werden und die Nächte verlaufen für alle Beteiligten ruhiger. Als stillende Mutter haben Sie den ungeheuren Vorteil, dass Sie Ihr Kind durch diese für alle anstrengende Zeit begleiten können, ohne dass Sie richtig wach werden und aufstehen müssen. Genießen Sie dieses Privileg, sich einfach nur umdrehen zu müssen und dann, wenn schon nicht sofort weiterschlafen zu können, so doch zumindest ruhen können. Wenn Sie gerne lesen und ein Buch lesen möchten, das sich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt und dessen Autor beim Thema Schlaf auch Achtung vor dem Baby zeigt und dessen Bedürfnisse ernst nimmt, kann ich Ihnen wärmstens „Schlafen und Wachen - ein Elternbuch für Kindernächte" von Dr. William Sears empfehlen, das Sie im Buchhandel, bei der La Leche Liga und jeder LLL-Stillberaterin bekommen können. 2-3 Stunden tagsüber ist ein absolut normaler Stillrhythmus, denn Babys brauchen häufige Mahlzeiten, darauf ist ihr Organismus nun einmal eingestellt. Vielleicht hilft es ja, wenn Sie den Jüngsten viel im Tragetuch haben? Man kann lernen, im Tragetuch zu stillen, und kann dann auch noch eine Hand für das größere Geschwister frei haben. Wenn Sie trotz allem Abstillen wollen, bleiben Sie geduldig, bis Ihr Kleiner gelernt hat, was er mit dem Sauger tun soll und mit welcher Technik er aus der Flasche trinken muss. Sie könnten auch versuchen, ob er aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken mag. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntassen mit weichem Schnabelaufsatz, gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Lieben Gruß, Kristina


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