Mitglied inaktiv
Hallo! Ich habe jetzt 6 Monate fast voll gestillt und möchte jetzt langsam nicht mehr. Meine Tochter bekommt schon seit einiger Zeit mittags ein Gläschen, da sie schon nach Essen gegiert hat, was auch sehr gut klappt. Abends möchte ich jetzt auf Fläschen umstellen, aber das klappt überhaupt nicht! Sie wehrt sich mit Händen und Füssen gegen das Fläschen. Vielleicht hat mir irgendjemand einen Trick auf Lager, wie ich es noch versuchen könnte? Vom Papa nimmt sie es auch nicht und einen Brei am Abend habe ich auch schon erfolglos probiert. Sie will absolut gestillt werden! Danke im Voraus
? Liebe Carmen, viele Frauen erleben zwischendurch eine Phase der Stillmüdigkeit. Sie wünschen sich wieder mehr Freiraum für sich und auch wieder mehr Verfügungsrecht über Ihren Körper. Dieses Gefühl kennt vermutlich jede Frau, die längere Zeit stillt. Doch das ist letztlich nicht wirklich etwas, was sich durch Abstillen erreichen ließe, denn es ist nicht wirklich so, dass das Stillen die Frau „anbindet" und müde macht, sondern es ist die Mutterschaft. Wir alle haben irgendwann oder immer wieder einmal Sehnsucht nach dem Leben v.K. (= vor dem Kind) als „Mama noch eine Frau war". Muttersein ist einer der härtesten und anstrengendsten Berufe der Welt ist, der sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr einen 24 Stunden Dienst ohne Urlaubsanspruch und Krankschreiben bedeutet. Und an dieser Tatsache ändert sich nichts, ob frau nun stillt oder nicht. Selbst wenn eine Mutter ihr Kind vorübergehend in die Betreuung durch Vater, Großmutter oder Babysitter gibt, bleibt sie die Mutter und wird das Kind nicht aus ihren Gedanken streichen können oder die Verantwortung dafür abgeben können. Abstillen gibt keiner Frau das Leben vor dem Kind wirklich zurück. Sie müssen sich bewusst sein, dass sich durch das Abstillen ihr Leben keineswegs auf wundersame Weise positiv verändern wird. Falls Sie diese Vorstellung haben sollten, könnten Sie eine herbe Enttäuschung nach dem Abstillen erleben. Ihre Tochter spürt, dass Sie sich ihr entziehen wollen und das macht sie unsicher, so dass sie noch mehr „klammert", noch stärker Ihre Nähe und die Geborgenheit an der Brust sucht. Das Abstillen jetzt mit aller Macht „durchziehen" zu wollen, wird viel Kraft und Tränen bei allen Beteiligten fordern. Vielleicht können Sie sich noch ein wenig gedulden und erst einmal wieder etwas Ruhe einkehren lassen. Ein paar Tage keinerlei Versuche mit der Flasche und einfach nur Stillen nach Bedarf und das Anbieten von Beikost auf der einen Seite und viel Erholung und Entspannung für Sie selbst auf der anderen Seite. Lassen Sie den Vorweihnachtsstress so gut es geht beiseite und unternehmen Sie etwas, was für Sie, Ihren Partner und Ihr Kind angenehm ist. Ob dies nun ein Ausflug in ein Thermalbad, ein paar gemütliche Stunden auf dem Sofa oder vielleicht auch ein gemeinsamer Ausflug von Vater und Tochter während Sie sich etwas ganz alleine für sich tun ist, können nur Sie wissen. Sobald sich dann die Situation etwas entspannt hat und wenn Sie für sich ehrlich alles Für und Wider des Abstillens abgewogen haben und sich nun sicher sind, dass Sie abstillen wollen (oder vielleicht eben doch nicht:-), überlegen Sie, wie Sie das Abstillen angehen werden. Sie haben verschiedene Möglichkeiten: Sie bieten Ihrer Tochter zunehmend mehr Beikost an und ersetzen so das Stillen immer mehr durch feste Nahrung. Zusätzliche Flüssigkeit bieten Sie aus dem Becher an und im Laufe der nächsten Monate wird Ihr Kind dann allmählich immer mehr feste Nahrung essen und immer seltener gestillt. Auf diese Weise können Sie bis etwa zum ersten Geburtstag abstillen, ohne jemals eine Flasche zu benötigen. Sie wollen schneller abstillen und da ihr Kind noch ein recht hohes Saugbedürfnis haben dürfte, braucht es eine Möglichkeit dieses Saugbedürfnis zu befriedigen. Dann können Sie zunächst genau so vorgehen, wie oben beschrieben, bieten ihrem Kind aber einen Ersatzgegenstand an, der sich zum Saugen eignet. Das kann die Flasche sein, es kann aber auch ein Schnuller oder ein Kuscheltier oder Schmusetuch sein. Wenn Sie einen erneuten Versuch mit der Flasche machen wollen, dann wappnen Sie sich mit Geduld. Geduld ist ohnehin die wohl wichtigste Elterntugend. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Stillkind die Flasche verweigert. Viele Stillkinder lehnen die Flasche zunächst ab, weil sie nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Die Techniken beim Trinken der Brust bzw. der Flasche unterscheiden sich völlig voneinander. Das Baby empfindet den Flaschensauger wahrscheinlich als etwas Befremdliches, dem es nichts abgewinnen kann. Manche Kinder nehmen die Flasche auch einige Zeit an und verweigern sie dann. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung (mit einem ganz normalen Becher nicht einem Trinklernbecher) ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche. Lassen Sie sich und dem Kind Zeit. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
hi, diese Situation kenne ich gut. Wollte meine tochter mit 6 mon. auch abstillen und sie hat sich genauso gewerhrt. Hab sie dann doch noch bis zum 10. mon gestillt. Aber sie hat schon mit 4 mon ihr erstes gläschen bekommen und dann immer 3 mal am tag. gestillt hab ich sie dann nur noch wenn sie einschlafen wollte. jetzt hab ich sie ganz abgestillt indem ich sie hab schreiben lassen, klingt zwar hart aber anders hats nicht funktioniert. Erst hat sie mittags keine brust mehr bekommen (Mittagschlaf) und als sie es akzeptiert hat ist sie einfach ohne alles eingeschlafen. dann hab ich aufgehört sie abends zu stillen und ihr immer wieder die flssche angeboten. erst mit früchtetee denn den kannte sie schon später mit der folgemilch. hat gut geklappt. jetzt schläft sie mit der flasche ein und mag keine brust mehr. Du musst ihr einfach erstmal über tag was anderes anbieten. mit 6 mon. kann sie schon mittags locker ein oder ein halbes gläschen essen. und biete ihr tee in der lerntasse an. Damit sie keinen hunger mehr auf die mamamilch hat. Es funktioniert, aber man muss geduld haben. gib ihr zeit sich an brei, tee etc zu gewöhnen und gib ihr dann immer seltenenr die brust. Du kriegst das schon hin, man kann halt nichts erzwingen denn die kleinen haben schon ihren eigenen dickkopf... :-))) hoffe das ich helfen konnte koni
Mitglied inaktiv
versuche zu akzeptieren, dass dein kind weitergestillt werden möchte! wenn du ihr immer krampfhaft versuchst die flasche anzudrehen, dann ist das nur kampf für euch beide. das bringt deinem kind nicht und dir auch nicht - nur noch mehr stress und noch mehr groll gegen das stillen. dein kind weiß, dass das stillen am besten ist, es ist am schönsten, kuscheligstem, gesündestem, bequemsten - und auch am günstigstem. versuche doch auch, das positive an dem stillen zu sehen, dann kehrt die freude daran auch sicher zurück. lg, tigerlily
Mitglied inaktiv
Hallo!! Sag mal hast du den text richtig gelesen???Sie will nicht mehr stillen,meine güte ich weiss nicht warum manche frauen die stillen nur darauf beharren das stillen das günstigste,beste usw.ist. Ich habe auch einen sohn den ich volle 6monate gestillt habe und er wollte am anfang auch keine flasche nehmen,doch mit zeit und geduld geht das. lg.petra
Mitglied inaktiv
sag mal, hast DU den text richtig gelesen? ihr baby möchte aber noch stillen, braucht es davon abgesehen schlicht noch, ist DAS so schwer zu verstehen? für wen ist es wohl leichter, seine bedürfnisse den gegebenheiten anzupassen, für eine erwachsene frau oder für einen säugling? lg sandra
Mitglied inaktiv
Hallo!!Aber wenn sie nicht mehr kann oder will dann lass sie doch,was nützt es weiterzustillen wenn man nicht mehr will?Das hilft keinem von beidem.Das merkt doch das kind.Es ist jedem selbst überlassen ob man will oder nicht.
Mitglied inaktiv
hallo petra, natürlich ist es jedem selbst überlassen. nur manchmal wird vor lauter "jetzt hab ich aber grad keine lust mehr" vergessen, dass das kind die schwächere stimme hat... lg sandra
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