Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen? 11M

Frage: Abstillen? 11M

Sylvia_B

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Liebe Biggi, liebe Kristina, unser Sohn wird in 3 Wochen ein Jahr. Er ist ein absolutes Stillkind und seit Tag 1 hängt er am Busen. Da ich jetzt immer noch nachts stündlich stille und am Tag auch noch ca 5-6Mal (variiert manchmal) möchte ich nicht mehr....er will in der Nacht alle 50 Minuten den Busen, sonst schreit er und schläft nicht mehr weiter. Er schreit 1-2 Stunden.. :( Er trinkt nur aus einer Brust und durch das ständige Nuckeln und trinken, ist meine Brust und Brustwarze schmerzhaft. Er hat schon einige Zähne und beim andocken reißt er jedesmal-ohne Saugschluss- los. Er isst dreimal am Tag manchmal auch viermal. Milchprodukte bekommt er noch nicht, seinen Brei trinkt er mit Pflanzendrinks. Hafer, Mandel usw. Mittags isst er Nudeln, Reis, Gemüse fast alles schon dabei. Abends liebt er noch seinen Brei. Meine Frage: 1. wie würdest du das Abstillen jetzt empfehlen bzw angehen? 2. Muss ich dann kuhmilch zufüttern wegen calcium oder aus andren gründen???? Da gibts ja jede Menge Alternativen und es ist ja im Gespräch, dass das milch-calcium Märchen eben ein Märchen ist. 3. Muss ich auf fläschchen umsteigen? 4. Er wird ja durstiger sein, wenn die Milch wegfällt. Wieviel Wasser darf er trinken? 5. Die Nacht macht mir große Sorgen. Er hängt wie gesagt ständig busen, einschlafen-weiterschlafen ist ohne busen eine nerven zerreißprobe. Er brüllt, bis er blau anläuft... Was sind deine Gedanken dazu. Bitte hilf mir :( Ich brauch endlich mehr schlaf und unabhängigkeit, dass ich mal für 2 Stunden problemlos wegkann...... Vielen Dank schonmal. Liebe Grüße Sylvia


Biggi Welter

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Liebe Sylvia_B, mit viel Geduld würde ich es angehen :-). Wenn Du jetzt abstillen möchtest, brauchst Du wirklich viel Geduld und Konsequenz. Erkläre Deinem Kind, dass es jetzt z.B. nur noch zum Einschlafen gestillt wird und dann erst wieder, wenn es hell ist. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Hab den Mut und gestehe Dir auch DEINE Bedürfnisse zu, Dein Kind kann langsam lernen, dass es ohne Stillen wieder einschlafen kann! Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Wir können unseren Kindern nicht alle Wünsche erfüllen und Dein Kind KANN lernen, dass Du eine Pause und Deinen Schlaf brauchst. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Dein Kind muss tatsächlich nicht unbedingt Kuhmilch trinken. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden). Ab dem ersten Geburtstag muss auch keine Flasche mehr gegeben werden, achte jedoch darauf, dass Dein Baby sein Saugbedürfnis noch stillen kann. Wichtig ist, dass Dein Kind weiterhin Deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. Liebe Grüße Biggi Welter


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