Mitglied inaktiv
Hallo! Ich habe am 05.05.08 (abend) frühzeitig in der 32+4 SSW per Notsectio entbunden! Das erste Mal habe ich am Tag darauf morgens abgepumpt und nachmittag wurde mir mein Sohn angelegt! Ich habe mich dann entschieden immer abzupumpen und den Kleinen mit der Flasche zu füttern. Das klappt bei ihm auch ganz super (3x bekommt er Fläschen,sonst über Sonde). Nur bei mir gibt es Probleme. Die Milch fließt nur mäßig trotz Akupunktur und Cerucal (2Tage 2Tbl), Stilltee, Malzbier, 3l mindestens Trinkmenge! Ich pumpe regeläßig alle 3 Stunden und bekomme immer nur 20-35 ml raus! Was kann ich noch tun, um mehr Muttermilch zu haben? Darf man beim Abpumpen die Brust jedesmal austreichen bzw. "drücken" (ich drücke da seitlich außen gegen die Brust), da fließt es nämlich bei mir besser? LG und Danke Die Katja
Kristina Wrede
Liebe Katja, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Sohn - auch wenn er viel früher zur Welt kommen musste, als du es dir gewünscht hast. Und auch wenn der Anfang jetzt schwerer ist, so lohnt es sich wirklich, dass du "am Ball" bleibst... Auf jeden Fall solltest du dich erkundigen, ob in der Klinik eine "Still- und Laktationsberaterin IBCLC" arbeitet. IBCLCs sind Fachleute (Männer oder Frauen, Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern etc.) mit einer sehr teuren Zusatzausbildung, die sie zu Profis in Stillfragen macht. Sie können dir in der Klinik die beste Unterstützung bieten. Wichtig für die Milchbildung ist, dass die Brust adäquat stimuliert wird. Das geht am allerbesten durch ein korrekt saugendes Baby (darum lohnt es sich, auch Frühchen so viel wie möglich anzulegen - sobald sie den Saugreflex haben), aber auch durch Abpumpen, doch es gilt immer: keine Pumpe der Welt pumpt so gut ab, wie ein Kind trinken kann. Und auch Frühchen schaffen das allmählich immer besser... Das Abpumpen ist eine Technik, die erlernt werden muss und Übung verlangt. Das Wichtigste dabei ist, dass Du es schaffst mit der Pumpe den Milchspendereflex auszulösen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Pumpe. Nicht jede Pumpe ist für jede Frau geeignet und manche Pumpen sind überhaupt ungeeignet. Ich hoffe, Du hast eine vollautomatische elektrische Pumpe zur Verfügung, am Besten mit einem Doppelpumpset. Da dein Kind nicht gut gedeiht, liegt eine Indikation vor, dass der Kinderarzt eine Pumpe verordnen kann. Die Krankenkasse zahlt dann die Miete für die Pumpe und in der Regel zumindest teilweise die Kosten für das Pumpenzubehör. Falls Du keine Pumpe mit Doppelpumpset hast, solltest Du dir eine besorgen. Nach meinen Erfahrungen sind die Pumpen der Firmen Medela und Ameda empfehlenswert. Hier noch ein paar Tipps, wie der Milchspendereflex besser ausgelöst und das Pumpergebnis verbessert werden kann. Abpumpen in einer vertrauten und angenehmen Umgebung, vielleicht immer am gleichen Platz, im gleichen bequemen Sessel (ideal wäre ein Stuhl, der deine Arme in einer bequemen Haltung stützt und es dir ermöglicht den ganzen Körper zu entspannen). Störungen so gering wie möglich halten. Du solltest z.B. das Telefon aushängen, etwas entspannende Musik anschalten und alles was Du brauchen könntest bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Einhalten eines Rituals vor dem Abpumpen. Das Einhalten eines bestimmten Ablaufs vor dem Abpumpen, kann ihren Milchspendereflex anregen und auch als psychologischer Auslöser dafür wirken. Einige der folgenden Vorschläge können eventuell auch dir helfen: • Wärmeanwendungen auf den Brüsten, entweder trocken oder feucht. Dazu können feuchte, warme Kompressen oder ein Heizkissen verwendet werden, oder aber Du duschst warm. • Da Wärme entspannend wirkt, solltest Du dir eine Decke oder eine Jacke über die Schultern legen, oder sich in die Nähe einer Heizquelle setzen. • Sanfte Brustmassage, entweder in der Dusche oder direkt vor dem Abpumpen. Das hilft besonders dann, wenn Du angespannt bist. • Brustwarzenstimulation, durch sanftes Reiben oder Rollen der Brustwarzen. • Fünf Minuten Entspannung. Die Anwendung der Atemübungen aus der Geburtsvorbereitung oder einfach nur ruhiges Dasitzen und sich dabei etwas Angenehmes vorstellen (einen warmen Sandstrand mit Wellen, die ans Ufer plätschern, ein Gebirgsbach oder eine tropische Brise). Das Abpumpen mehrmals unterbrechen um die Brust zu massieren. Es sollte möglich sein, den Milchspendereflex mehrfach stimulieren, indem Du das Abpumpen nach etwa zehn Minuten unterbrichst, deine Brust massierst und dann wieder pumpst. (Bei der La Leche Liga Deutschland kannst Du das Infoblatt „Die Marmet Methode“ über das Handausstreichen und Massieren der Brust bestellen) Rhythmische Bewegungen beim Abpumpen um das Saugverhalten des Babys nachzuahmen. Beim Saugen übt das Baby einen sanften, rhythmischen Druck auf die Milchseen aus während es einen Sog aufbaut. Um deinen Milchspendereflex möglichst wirkungsvoll anzuregen, solltest Du versuchen, das Saugverhalten deines Babys an der Brust nachzuahmen. Du wirst nicht alle o.g. Vorschläge verwirklichen können, such dir das aus, was Du für dich als angenehm und gut empfindest. Außerdem möchte ich noch dich gern die Infobroschüre der La Leche Liga "Stillen von Frühgeborenen" hinweisen. Auf knapp 60 Seiten finden sich in diesem Heft viele Informationen rund um das Stillen von Frühchen. Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen, solltest Du noch Fragen haben, bin ich gerne für dich da. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Danke und Ihre Antwort hat mir sehr geholfen! Wenn mein Sohn bei mir daheim ist (ca.1-2Wochen) möchte ich gern nochmal einen Versuch des Stillens starten, aber im KH its es mir aufgrund der Umgebung und Umstände nicht möglich (von mir aus)! Ich werde mich mal auf der Seite der LechLiga umschauen und Ihre Tipps ausprobieren! Ein schönes WE! Die Katja
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