Mitglied inaktiv
Liebe Biggi Das Abstillen meiner 18 Mt. alten Tochter ist mir aus verschiedenen Gründen sehr schwer gefallen. Ich bin abends meist alleine um meine beiden Knirpse (habe noch einen kleinen Trotzkopf von 3 Jahren) ins Bett zu bringen, habe nachts über keine grosse Unterstützung von meinem Mann und die Kleine liebt(e) die Brust innigst. Nun, ich habe es geschafft! Wenn mir dies jemand vor drei Wochen gesagt hätte, so hätte ich es kaum geglaubt und deshalb versuche ich kurz zu schildern, wie ich die Situation meisterte, um anderen Mütter, denen es ähnlich geht, etwas Mut zu machen. Bereits als unsere Angelina 1 Jahr alt wurde, wollte ich abstillen. Bei unserem Erstgeborenen ging dies ohne grosses Quengeln einher, denn er entdeckte das Laufen und war so sehr damit beschäftigt, die Welt zu entdecken, dass ich problemlos hab reduzieren und schlussendlich mit einem Jahr abstillen können. Bei Angelina war dies ganz anders, auch deshalb, weil ich sie an der Brust einschlafen lies und sie in der Nacht immer auch an der Brust tröstete. Ich war viel zu müde, um es anders anzupacken. Auch schliefen beide bei uns im Elternbett ein, ich trug die Kinder in ihr Bett, sie kamen aber spät. um 04.00 Uhr wieder und so hatten wir immer unterbrochene Nächte. Kam noch hinzu, dass Angelina immer mehr von mir (resp. der Brust forderte): sie wollte mich abends und nachts nicht mehr gehen lassen und fing sogar tagsüber an, mich am Shirt zu reissen. Da ich keine Langzeitstillerin werden wollte (ist nicht negativ gemeint; finde es wundervoll für alle, für die es stimmt), versuchte ich über 4 -5 Monate, die Kleine an das Fläschchen zu gewöhnen (obwohl direkt der Becher empfohlen wird, ich jedoch vom Gedanken bezüglich des Saugbedürfnisses die Flasche wählte). Angelina wollte weder Daumen, noch Nuckel noch hatte sie ein anderes Uebergangsobjekt (brauchte sie ja bisher nicht). Nun. Meinen Vorsatz, auf den Jahreswechsel hin abzustillen, habe ich vor einer Woche gestartet. Nachdem ich sie nur nach abends, nachts und morgens gestillt hatte, beendete ich das Stillen komplett am letzten Donnerstag. Sie protestierte an zwei Abenden, jedoch erklärte ich ihr, dass ich keine Milch mehr hätte und dass die Brust schmerzte. Um dies zu untermauern habe ich die Brust mit Kampfer-Creme eingecremt und eingebunden (ganz nach „alter Schule“, doch es tat meiner noch ziemlich aktiven Brust gut, die kühlende Creme). Sie versuchte, mir den Verband zu entfernen, doch sie roch daran und hat auch verstanden, dass es nicht mehr geht. Schon am Dritten Abend hat sie nicht mehr danach gefragt. Ich wiege sie jeweils in den Schlaf und lege sie anschliessend hin. Auch wollten wir die Kinder aus unserem Schlafzimmer ausquartieren. Ein entsprechende Bilderbuch veranschaulichte das Vorhaben und unser Junior verstand, dass jeder viel mehr Platz zum Schlafen hat – im eigenen Bett. Angelina wollte nicht in ihrem Zimmer/Bett schlafen. Als ich sie fragte, wo sie denn schlafen wolle, bei Mom und Paps ginge es nicht mehr, sagte sie „in ihrer Sprache“ – da da! – bei ihrem Bruder. Nun schlafen die Beiden auf zwei Matrazen ganz kuschelig mit Stoffhimmel drüber und jedem sein Plüschtierchen gemeinsam, zufrieden und ohne Probleme. Alle meine vorgängigen Befürchtungen sind wie weggeblasen; Wenn die Kleine weint – jeweils um die gewohnte Stunde um 04.00 Uhr (manchmal früher), nehme ich sie in die Arme, biete Tee o. Wasser an, wiege sie und sie schläft prompt weiter. Um die Nähe, wie ich sie vorher im Famlienbett genoss, noch zu geniessen, schlafe ich meist bei den beiden weiter… Nach nur einer Woche Stillende, konnte ich gestern bereits eine ganze Nacht duchschlafen! Ich fühle mich schon sooo viel besser (klein „genuggel“ mehr an meiner Brust) und obwohl ich ein klein wenig traurig bin, dass auch diese Phase (Abschluss der Babyphase für mich persönlich) beendet ist, bin ich doch sehr froh, diesen Schritt endlich vollzogen zu haben. Angelina ist in diesen Tagen ein grosses Stück grösser geworden; in unseren aber auch in ihren eigenen Augen. Sie ist irgendwie richtig stolz über sich selbst! Sie trinkt nun auch ihre Milch leer, sie liebt ihre Puppe um so mehr und kuschelt sich neuerdings sogar in die Decke, was sie zuvor auch nie mochte. Ich selbst unterstütze das Abstillen mit homöopathischen Abstillglobulis, einem homöopathischen Stärkungsmittel und mit Salbei-Tee. Den Kindern habe ich eine homöopathische Mischung erstellen lassen (Australische Buschblüten und Bachblüten-Gemisch), die die Ablösung unterstützen sollen. Das Experten-Forum war eine tolle Unterstützung. Ich habe in den oben erwähnten Foren alles rund ums Abstillen, um die Brustentwöhnung in der Nacht und um die Veränderung von Abendritualen gelesen, um mich auf die Situation vorzubereiten. Ein grosses Dankeschön für die Antworten von Dir,Biggi und auch Herrn Dr. Posth. Allen Müttern, die das Abstillen vollziehen wollen und „etwas Angst davor haben“ kann ich nur sagen, dass man kaum weiss, was einem erwartet und dies als eine wundervolle, neue und lehrreiche Herausforderung betrachten kann. Ich selbst malte es mir "viel schlimmer aus", als es schlussendlich war; für mich und für unsere Tochter. Mir geht es mit jeder Nacht besser und ich bin so stolz auf unser Mädchen, wie auch sie das gemeistert hat! Herzliche Grüsse!
Liebe Aniram, hab Dank für deinen ausführlichen Bericht, ich hoffe, es bleibt alles so einfach und problemlos, wie es jetzt im Moment ist. LLLiebe Grüße und alles Gute Biggi
Mitglied inaktiv
hallo,ich bin sehr traurig,denn ich hab am 27.09. entbunden,hab 4 vollgestillt,4 teilgestillt,danach hat meine süsse maus die flasche bekommen,aus privaten gründen..nun bin ich soweit dass ich wieder anfangen möchte,paarmal angelegt,aber sie nimmt die brust nicht an,kommt ja auch kein milch.....meinst du dass ich noch chance hab meine süsse zu stillen? lg özlem und klein tuana
Liebe Özlem, man kann eine Faustregel aufstellen, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Allerdings gibt es keine Garantien. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch `Stillen eines Adoptivkindes und RelaktationA von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen kann. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Biggi,danke dass du mir geantwortet hast und mir deine Hilfe angeboten hast,die ich gerne entgegennehme.. Also mein Wohnort Krefeld 47807,ich hab so ein gefühl,als ob es klappen könnte,ach ja....ich muss es versuchen,das ist das mindeste was ich als Mutter machen kann.... mit Liebe vollen grüsse Özlem
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