kathrinundclara
Liebe Biggi, ich hoffe, ihr habt vielleicht eine Erklärung oder einen Tipp für das Verhalten meiner 14 Monate alten Tochter: wir stillen tagsüber noch morgens, mittags zum Einschlafen und abends und circa 1-2 x in der Nacht. Bislang war sie eine unkomplizierte Schläferin und das abendliche Einschlafen lief immer ähnlich ab: sobald sie müde wird (meist zw 18-19 Uhr) gehen wir ins Schlafzimmer, ich singe ein wenig während wir stillen und sie schläft irgendwann ein. Seit vier Nächten ist plötzlich alles anders. Wir beginnen zunächst normal zu stillen, aber irgendwann fängt sie zu beißen an, ich nehme sie von der Brust und das Geschrei beginnt. Ich kann sie dann kaum noch beruhigen, weder durch Tragen (aufrecht, liegend), Hinlegen oder Kuscheln...; wenn ich sie wieder anlegen möchte verweigert sie schreiend, bäumt sich usw. Meist kann ich sie nur mit Ablenkung beruhigen sprich, wir gehen wieder ein wenig durch die Wohnung oder spielen ein wenig. Das geht dann solange, bis sie irgendwann aus Müdigkeit doch noch im Arm einschläft... Meist dauert das aber gute 1-2 Stunden. Heute ist sie um 21:15 endlich zur Ruhe gekommen. Uff! Woran könnte ihr Verhalten liegen? Kann es sein, dass sie sich langsam von alleine abstillt? Tagsüber beißt oder verweigert sie die Brust allerdings nicht. Sie entdeckt momentan viel Neues - fast jeden Tag tut sich etwas in ihrer Entwicklung. Könnte das damit zusammenhängen? Mir tut es so leid, sie so weinen zu sehen, zumal unser Abendritual bislang so ruhig und problemlos ablief. Danke im Voraus für eure Antwort Lg Kathrin
Liebe Kathrin, wenn dein Baby so streikt, solltest Du zunächst sicherheitshalber auch abklären lassen, ob es vielleicht Schmerzen beim Trinken hat. Viele Babys verweigern bei Ohrenschmerzen die Brust. Hast du mal geschaut, ob es eine Stillberaterin in deiner Nähe gibt?? Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du jemanden erreichst oder sich die Situation wieder entspannt, helfen hoffentlich auch diese Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. LLLiebe Grüße Biggi
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