Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

14 Monate alten Sohn abstillen

Frage: 14 Monate alten Sohn abstillen

JuJuJo

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Hallo, Mein Sohn ist 14 Monate alt und bekommt die Brust nur noch zum Einschlafen. Ich ha e nicht das Gefühl, dass ich noch viel Milch habe. Und er nutzt die Brust eher als Beruhigung und Einschlafhilfe. Er nimmt weder Nuckel noch Flasche. Ich möchte nun aus verschiedenen Gründen abstillen: - Ich bin wieder schwanger und möchte, dass sich meine Brust noch ein wenig erholen kann. - Er hat jetzt 4 Zähne und das Anlegen schmerzt sehr, besonders da er nachts sehr oft 1-2h wach ist und dann oft hinter einander an die Brust will, um wieder einzuschlafen. - Ich fände es gut, wenn er lernen könnte, ohne Brust einzuschlafen. Ich bin dankbar für Tipps und kritische Hinweise. Viele Grüsse, Judith


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LIebe JuJuJo, auch "nur" zum Nuckeln hat das Stillen seine Berechtigung, denn es wirkt sich positiv auf die neurologische Entwicklung eines Säuglings aus. Es hat seinen Grund, warum stillende Mütter die besten Einschlafhilfen SIND. Beim Saugen an der Brust findet ein Baby das, was es braucht: Trost, Nahrung, Sicherheit. Es liegt vermutlich an einer gewissen neurologischen Unreife, wenn einige Babys das mehr brauchen als andere, und es "verwächst" sich wirklich von alleine!! "Erholen" muss sich deine Brust nicht für ein 2. Kind... Rein theoretisch könntest du ihn auch weiterstillen, wenn das Baby da ist - das nennt sich dann Tandemstillen :-) Dennoch ist es dein gutes Recht, das Stillen zu beenden. Was du dazu aber vor allem brauchen wirst, ist viel Geduld und gute Nerven, denn es wird eine Weile dauern, bis dein Sohn es schafft, ohne Brust einzuschlafen. Wäre er schon so weit, täte er es ja. Sprich: Er ist von SEINER Entwicklung her noch nicht bereit dafür, kann es aber lernen, wenn du ihm liebevoll-konsequent zur Seite stehst. Leider ist der Trend zur Anwendung sogenannter Schlaftrainingsprogramme immer noch sehr verbreitet, obwohl sie schädlich sind, und Eltern von Babys, die sich nicht dieser „Norm" anpassen, wird mehr oder weniger direkt vermittelt, dass sie selbst schuld sind, ja manchmal kommt unterschwellig sogar dazu, dass dies Eltern sich als Versager fühlen sollten. Aber noch einmal: Ein Baby schläft ohne Brust ein, sobald es reif genug dazu ist. Wenn du diese Zeit nicht hast, dann versuche ihm mit viel Geduld, die Flasche und den Schnuller schmackhaft zu machen, tröste ihn, wenn er aus Verzweiflung weint oder tobt, bleibt verständnisvoll und ruhig und zuversichtlich, dass er den Wechsel schafft. Dann sollte es in ein paar Tagen auch klappen... Aber lass ihn bitte nie allein in seinem Unglück, und bestrafe ihn nicht, wenn es ihm nicht ganz so leicht fällt, auf deine vertraute und wohltuende Brust zu verzichten. Ich hoffe, meine Antwort hilft dir weiter! Lieben Gruß, Kristina


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