Floxi
Hallo liebe Stillberaterinnen, mein Sohn ist nun 11 Monate alt und seid ca. 1 Woche will er ständig an die Brust. Das läuft dann so, dass er richtig ankommt und mir das Top (oder was auch immer) runterzieht. Ich gebe ihm dann auch was er möchte, er nuckelt/ trinkt also eine Weile und dann ist es wieder gut. Jedenfalls für ein paar Minuten. Besonders beim Wickeln kommen wir kaum noch voran. Dadurch, dass ich da ja recht nah an ihm bin, ist der Geruch nach Milch vermutlich stärker, jedenfalls wollte er heute früh beim Wickeln/ Umziehen 3x an die Brust. Woran könnte das denn liegen? Eigentlich haben wir tagsüber nur noch zum Einschlafen gestillt. Danke und liebe Grüße!
Liebe Floxi, es könnte sein, dass Dein Kind gerade viel Rückversicherung braucht. Stillen ist viel, viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es ist Trost, Geborgenheit, sicherer Hafen und ein Weg zur Ruhe zu kommen, wenn die Wellen des Alltags so hoch geschlagen sind, dass das Kind keinen Weg mehr weiß, um mit sich selbst und der Umgebung ins Reine zu kommen. Leider verstehen manche Menschen (vor allem diejenigen, die selbst nicht oder nur sehr kurz gestillt haben) nicht, dass Stillen all das, was ich oben beschrieben habe und noch viel mehr bedeutet. Sie erkennen nicht, dass ein entsetztes, wütendes oder verletztes Kind an der Brust wieder den Weg zu sich selbst zurück findet und dabei auch noch sein Gesicht wahren kann. Es wird von der Mutter nicht bloßgestellt, sondern angenommen und kann sich in der sicheren Geborgenheit des Stillens wieder erholen und beruhigen. Ganz wichtig: das Stillen bietet in dem Alter der ersten Ablösung wichtige emotionale Hilfe. Dein Kind kann immer wieder den "Heimathafen" ansteuern, wenn etwas beängstigend ist. Dein Kind braucht wahrscheinlich einfach eine Extraportion „Mama“ und ich würde nicht zu viel reininterpretieren. LLLiebe Grüße, Biggi
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