hulsta
Guten Tag, Unsere Zwillingsknaben sind in der 36. Schwangerschaftswoche geboren und der kleinere hatte dabei wegen Intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR) ein Geburtsgewicht von 1675g und 43.5cm Körpergrösse. Er ist jetzt ungefĂ€hr in der 10. Perzentile mit 9 Monaten, 7600g und 70cm. Er hat nie einen grossen Appetit gehabt und in den letzten 2 Monaten hat sein Appetit ziemlich nachgelassen und wir machen uns Sorgen ĂŒber sein Gewicht. Wir wiegen ihn regelmĂ€ssig und in den letzten 2 Monaten war es so: 7. Monat: Nichts zugenommen. 8. Monat: In den ersten zwei Wochen 200g abgenommen, dann nach Absprache mit Kinderarzt haben wir zusĂ€tzlich Maltodextrin mit seinem Brei und Milch gegeben. Er hat dann in einer Woche (wo er auch gut gegessen hat) 300g zugenommen. Nach diesem kurzfristigen Erfolg hat er dann wieder angefangen nicht zu essen oder trinken. Letzte Woche hat er dann wieder 150g abgenommen. Wir können ihm pro Mahlzeit kaum 100ml Milch verabreichen und Brei will er nach ein Paar Löffelchen auch nicht essen. Unser Tagesration gemĂ€ss Plan war so: 7 Uhr: Pre- Milch 10 Uhr: Pre- Milch 12 Uhr: GemĂŒse-Fleisch Brei 15 Uhr: Getreide/Obst Brei oder Obst mit Joghurt 18 Uhr: Milchbrei, dann auch wieder Pre-Milch falls sie in der Nacht aufwachen. Was er eigentlich isst und trinkt sieht so aus: 7 Uhr: 100ml Pre 10 Uhr: 50ml Pre 12 Uhr: GemĂŒse/FleischBrei, höchstens 120g 15Uhr: 50ml Pre 18Uhr: 70g oder eher weniger Milchbrei In der Nacht 100 ml Pre-Milch (nicht regelmĂ€ssig) Wir geben zusĂ€tzlich 2-3 Löffel Maltodextrin-6 in den meisten Mahlzeiten dazu (Brei oder Milch) Nun meine Fragen: - Gibt es irgendwelche VorschlĂ€ge ĂŒber wie wir ihn dazu bringen können mehr zu trinken / essen? - Wir sind der Meinung, dass Milchbrei besonders wichtig fĂŒr ihn ist, da er die meisten Kalorien hat. Damals (mit 5-6 Monaten) hatte er schon Freude mit Milchgriess und Biscuit Cerealien wenn wir ihm neulich Brei gefĂŒttert hatten. Jetzt "schmecken" diese ihm ĂŒberhaupt nicht, auch mit Frucht oder Ă€hnliches. Was kann man da machen? - Euere Meinung dazu warum er auch nicht trinken will oder so wenig trinkt? - Könnte Zahnen der Grund fĂŒr weniger Appettit sein? Er hat schon die ersten zwei ZĂ€hne unten, aber andere sind nicht im Visier.
Veronika Klinkenberg
Liebe âHulstaâ, dass Sie sich Sorgen machen ist verstĂ€ndlich, denn mit dem Thema âausreichende ErnĂ€hrungâ und âGewichtszunahmeâ sind Sie bei Ihrem kleinen Spatz von Anfang an konfrontiert. Trotz dieser Schwierigkeiten hat sich Ihr Junge gut entwickelt und ist in den âNormbereichâ hineingewachsen. Das ist super! Seit zwei Monaten scheint sich dies zu verstĂ€rken. Kommt es zu RĂŒckschritten, handelt es sich in der Regel um entwicklungsbedingte Störfaktoren, die fĂŒr Unruhe sorgen und sich mit der Zeit wieder geben. Was frĂŒhgeborene Babys anbelangt, sind âmeine HĂ€nde meistens gebundenâ. Hier ist es fĂŒr mich als AuĂenstehende nicht möglich den tatsĂ€chlichen Entwicklungsstand zu beurteilen. Das kann nur der Kinderarzt, der Ihren Kleinen genau kennt. Es ist also ganz richtig und wichtig, dass Sie engen Kontakt mit dem Kinderarzt halten und dann auch nachdem der Appetit weniger geworden ist, den Fachmann um Rat gefragt haben. Solange der Kinderarzt keine AuffĂ€lligkeiten feststellt und Ihr Spatz insgesamt einen munteren, aufgeweckten Eindruck macht, kann ich Sie nur ermutigen Vertrauen darauf haben, dass bald wieder eine Besserung eintritt. Mir ist es also nur möglich theoretische Möglichkeiten auf zu zeigen, aber ich möchte Sie beruhigen. Es gibt immer wieder einmal Entwicklungszeiten, in denen Kinder keinen so rechten Appetit entwickeln. Das kann z.B. ein Wachstumsschub sein, in dem die ganze Kraft und Sinneswahrnehmung auf einen anderen Entwicklungsbereich konzentriert ist. ZusĂ€tzlich können sich ZĂ€hnchen ankĂŒndigen. Was in diesem Alter ebenfalls typisch wĂ€re. Ganz wichtig ist es aus meiner Sicht Ruhe zu bewahren und möglichst nicht schon vorneherein mit Angst und Sorge an jede Mahlzeit zu gehen. Ihr Kleiner spĂŒrt Ihren inneren Druck, er möge doch endlich mehr essen. Bieten Sie weiterhin zu regelmĂ€Ăigen Zeiten so gut als möglich festes Essen und Milch an. Was die Milch anbelangt rate ich Ihnen von der Pre-Nahrung auf die Folgemilch zu gehen. Sie ist was wichtige Wachstumsbausteine anbelangt besser auf dieses Alter abgestimmt. So wird z.B. die Eisenversorgung Ihres Kleinen verbessert. Reichern Sie den Mittagsbrei mit einem Löffelchen hochwertigem Pflanzenöl an. Rapsöl hat einen hohen Anteil an einfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren und ein sehr ausgewogenes VerhĂ€ltnis der essentiellen FettsĂ€uren Omega-3 und Omega-6 und versorgt Ihr Kind mit Energien und wertvollen Stoffen. Was haben Sie fĂŒr ein GefĂŒhl, zeigt der Kleine denn Interesse, dass er nun selbst aktiv mitmachen möchte? Ist er schon mit einem Brei mit weich gekochten StĂŒckchen vertraut, so dass man ihn vielleicht zusĂ€tzlich mit weichen GemĂŒsestĂŒckchen oder Beilagen locken kann? Wie sieht es nachmittags mit einem Getreide-Obst-Brei aus? Auch den könnten Sie mit einem Löffelchen Rapsöl âaufwertenâ. Ein Milchbrei ist eine sehr energiereiche Mahlzeit, die die wertvollen Inhaltsstoffe der Milch mit nĂ€hrreichem, gesunden Getreide vereint, das stimmt. Erzwingen lĂ€sst sich jedoch auch hier nichts. Unsere fertig im GlĂ€schen zubereiteten Brei können kalt und warm angeboten werden und kommen in der Regel gut an. Wenn Ihr Jung im Moment mit dem Löffel nicht so groĂe Mengen isst, wĂ€re unsere âBio-Milch-Getreide-Mahlzeitâ zumindest eine zusĂ€tzliche Möglichkeit zu ergĂ€nzen. Hier handelt es sich um eine Komplettmahlzeit aus Folgemilch und Bio-Getreide. Ratsam ist es diese Mahlzeit aus einem Becher zu geben. Das sind einige Tipps, die ich Ihnen geben kann. Ăndert sich in kurzer Zeit nichts, sollten Sie auf alle FĂ€lle noch einmal mit dem Kinderarzt sprechen. Ich wĂŒnsche Ihnen, dass bald der Knoten platzt und schon in kurzer Zeit kleine Lichtblicke sichtbar sind. Ganz herzliche GrĂŒĂe Veronika Klinkenberg
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