Mitglied inaktiv
hallo, ich habe leider schon wieder vergessen, wie das bei meinem ersten kind war: in welcher reihenfolge sollten wann welche breie / mahlzeiten (selbst gekocht) zugefüttert werden? bitte auch noch kurze hinweise dazu, in welchen brei was ergänzt werden sollte (orangensaft, rapsöl etc.). bitte kurze hinweise zu milchbrei / getreide-früchtebrei und gemüsebrei mit/ohne fleisch. danke + gruss ute
Hallo Ute es gibt viele Möglichkeit von der Milch zum Brei zu wechseln. Der Klassiker sind die Frühkarotten zu Mittag. Üblicherweise wird empfohlen, mittags mit Gemüse zu beginnen, weil die meisten Babies am Mittag die größte Bereitschaft für Neues zeigen. Hier hat sich der Brei aus Frühkarotten bewährt, weil er leicht süßlich schmeckt und dadurch eher akzeptiert wird als andere Gemüsesorten. Beginnt man mit Obst, wird das Baby später die unsüßen Brei nur schwerer akzeptieren. Manche Mütter wollen lieber abends beginnen, mit einem Milchbrei. Das ist dann praktisch, wenn das Baby ohnehin schon an Folgemilch/Milch gewohnt ist. Aber abends/nachts kannst du evtl auftretende Unverträglichkeitsreaktionen schwerer erkennen. Und das ist gerade für den Anfang weniger gut. Das Gemüse (Karotten) wird dann nach ca 4 Tagen guter Akzeptanz beim essen und Verträglichkeit zunächst mit Öl angereichert. Dann mit Kartoffeln kombiniert. Das Öl ist für die Vitaminversorgung wichtig und sorgt für eine bessere Sättigung. Auf eine Portion von 190g Brei, kommt ein EL, ca 8g Öl. In eine kleinere Portion wird entsprechend weniger Öl gegeben. 8g Öl pro 190g Brei sollten im Gemüsebrei enthalten sein. Wenn das laut Nährwertinformation auf der Banderole nicht der Fall ist, dann gibst du noch die erforderliche Menge an Öl dazu. Entweder Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl oder Maiskeimöl. Das Öl ist für die Sättigung, die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine und für das Gehirnwachstum wichtig. 8g öl entsprächen ca 1 EL Öl. Sie enthalten Linolsäure, die als besonders essentiell für Babys gilt. Die Fettsäurenzusammensetzung der vier genannten Öle, ist optimal für die Gehirnentwicklung des Babies geeignet. Die Mittagsmahlzeit ersetzt eine Milchmahlzeit. Mit fortschreitendem Alter reduzieren sich die Milchmahlzeiten. Sie werden eben durch die Breie ersetzt. Die Beikost ist für Flaschenkinder wichtiger, weil so die Nährstoffaufnahme besser gewährleistet ist. Stillkinder können Beikost erst spät bekommen, oder direkt an die Familienkost gewöhnt werden. Wenn der Mittagsbrei gut klappt, die Milch reduziert wurde, dann folgt der zweite Brei am Abend. So folgen noch nicht unmittelbar zwei Löffelmahlzeiten nacheinander. Flaschenkinder bekommen Getreideflocken in die übliche Milch gerührt. Dieser Brei wird nach 4 Tagen des Testens auf Verträglichkeit mit Obstmus ergänzt. Dann folgt der nachmittägliche Getreide-Obstbrei. Eine optimale Nährstoffversorgung ist dann gewährleistet, wenn Nährstoffe (LM) in bestimmter Weise kombiniert werden. Jede Babybreimahlzeit ist in ihrer Kombination ausgewogen, denn es ist die Absicht bestimmte Nährstoffe mit bestimmten anderen zu kombinieren. So kamen die verschiedenen Breitypen zustande. Morgens: Milch (evtl 2x) Mittags: Gemüse-Kartoffel-Fleisch. Nachmittags: Getreide-Obst (milchfrei) Abends: Milch-Getreide evtl nochmal Milch Weil Milch die Eisenresorption behindert, wurde der milchfreie Getreidebrei am Nachmittag gewählt, weil es zum Mittagessen auch keine Milch gab und somit beide Mahlzeiten, hinsichtlich der Eisenversorgung gut zusammenspielen. Abwechslung ist kaum nötig. Aber ein Lebensmittel sollte immer mindestens vier Tage hintereinander gegeben werden und nicht noch ein weiteres in diesem Zeitraum hinzukommen. So kannst du evtl Reaktionen sofort erkennen und entsprechend zuordnen. Gruss Birgit
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