Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Will unser Großer wieder ein Baby sein?

Frage: Will unser Großer wieder ein Baby sein?

Mitglied inaktiv

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Liebe Frau Schuster, im Mai erwarten wir unser 2. Kind. Unser Erstgeborener David wird dann etwas älter als 4 Jahre sein. Seit Wochen bereiten wir ihn nun behutsam auf den Nachwuchs vor und er scheint sich auch sehr zu freuen: Er fühlt häuFig meinen Bauch, spricht mit dem Baby und ist interessiert an allem, was mit dem Baby zu tun hat. Eigentlich richtig toll. Jetzt war es so, daß vor gut zwei Wochen - das erste Mal seit rund zwei Jahren - sein großes Geschäft wieder buchstäblich in die Hose ging. Er erklärte mir, er habe gedacht es sei "nur ein großer Pups" und dann war es schon zu spät. Gestern passiert das gleiche gleich zweimal: ich hole ihn aus dem Kiga ab und er meint, er habe "Kaki" in der Hose. Und wieder habe er gedacht, es sei ein Pups. Später IN der Badewanne, passierte es neuerlich. Ich habe so reagiert, daß ich ihn gefragt habe, wie das denn kommt und ob er gerne wieder eine Windel tragen möchte. Das verneinte er lachend: "Ich bin doch kein Baby". Jetzt frage ich mich, ob da nicht doch ein Zusammenhang besteht zwischen Ankunft des Babies und in-die-Hose-machen. Ist er vielleicht ganz unbewußt doch überfordert mit der ganzen Situation und wir merken es nicht? Oder hat es gar nichts zu bedeuten? Was denken Sie? Bereits im Voraus lieben Dank für Ihre Antwort! Viele Grüsse Christiane


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Hallo Christiane Wie lange geht Ihr Sohn denn schon in den KiGa? Besteht da ein Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und Kiga-Besuch? Vielleicht ist Alles auf einmal tatsächlich ein wenig viel für ihn, sodass er Angst hat Etwas zu verpassen, wenn er zur Toilette geht. Bieten Sie ihm doch mal voller Verständnis und "nur vorübergehend" eine Trainingswindel als "dicke Unterhose" an, damit nicht gleich alle Kinder sehen können, wenn Etwas in die Hose geht und ihn dann vielleicht auslachen. Außerdem kann er mit dieser Unterhose auch allein auf`s Klo gehen, wenn er merkt, dass er muß.- Probieren Sie`s und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Schuster, erstmal Danke für Ihre schnelle Antwort. David feiert jetzt im März sein 1-jähriges-Kiga-Jubiläum. Er hat sich sehr gut eingelebt, und ich denke er fühlt sich in der Einrichtung, mit den Kindern und den Erzieherinnen auch sehr wohl. So gesehen ist der Kiga ein fester Bestandteil seines Lebens und bedeutet für ihn eigentlich keine zusätzliche Veränderung neben meiner Schwangerschaft. Ich habe auch nochmal ein bißchen überlegt, ob sich sonst irgendwas verändert hat. Mir ist aufgefallen, daß er seit etwa zwei Wochen jede Menge alleine machen will. Am Montag bspw. war er das erste Mal alleine bei einem Kindergeburtstag, seit zwei Wochen geht er alleine in die Kinder-Sportstunde und etwa genauso lange läßt er sich ohne Probleme etwa im Fitnessstudio fremdbetreuen. Noch vor wenigen Wochen ging ohne mich eigentlich gar nichts. Er brach sofort in Tränen aus, wenn ich nur den Versuch unternahm zu gehen und er war todtraurig. Jetzt ist es genau andersherum: er kanns kaum abwarten bis ich weg bin. Vielleicht ist es zu viel Selbstständigkeit auf einmal, so dass das in die Hose machen Ausdruck seines Hin-und Hergerissenseins ist. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Auf der einen Seite will er so viele Dinge alleine und selbstständig tun, er will groß sein, auf der anderen Seite wäre er vielleicht doch immer noch gerne ein Baby, das betüdelt werden muß. Es ist eine reine Vermutung von mir. Aber vielleicht können Sie was damit anfangen. Und wie bereits erwähnt, außer meiner Schwangerschaft hat sich eigentlich nichts verändert. Vielen Dank fürs Zuhören und Ihren Rat! LG Christiane


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Hallo Christiane Gehen Sie von Ihrer Vermutung aus, wird Ihr Sohn sich umso schneller fangen, je häufiger Sie ihn in die Arme nehmen, bzw. sich ihm besonders liebevoll zuwenden. Manchmal braucht er es vielleicht, nur mal zwischendurch verständnisvoll gedrückt zu werden.- Halten Sie durch und: bis bald?


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