Mitglied inaktiv
Hallo Frau Schuster, unser Sohn, 22 Monate alt, ist ein lebhaftes und aufgewecktes Kind, der alles ausprobiert und anfasst - und uns damit manchmal "zum Wahnsinn" treibt. Wir fragen uns jetzt, wie wir darauf reagieren sollen, wenn er z.B. auf einen Stuhl steigt und die Herdplatten anmacht oder absichtlich Tassen umwirft. Wir sagen ihm, daß er das nicht darf, geben ihm (am Herd) auch welche auf die Finger, setzen ihn weg - es hat alles keinen Erfolg, kurz danach macht er das gleiche wieder. Andererseits wollen wir ihm solch ein Verhalten natürlich auch nicht durchgehen lassen! Wenn man ihn alleine in sein Zimmer setzt, bis er sich beruhigt, habe ich zum einen Bedenken, daß er seine Wut dort an Sachen ausläßt (Kommode ausräumen, Tapete abreissen); zum anderen habe ich Angst, daß er dann sein Zimmer als Strafe versteht und dort nicht mehr alleine spielen mag (zumal sein Zimmer im ersten Stock ist und wir uns tagsüber mehr unten aufhalten). Welche Möglichkeiten gibt es, ausgesprochene Verbote mit Ruhe und Konsequenz umzusetzten und dem Kind einen gewissen Gehorsam beizubringen? Doro
Christiane Schuster
Hallo Doro Helfen Sie Ihrem Sohn, dass er erkennt, warum gewisse Dinge für ihn nicht geeignet sind. Macht er z.B. die Herdplatten an, muß er lernen, dass Diese sich erhitzen und auf der Hand Schmerzen verursachen. Halten Sie seine Hand zu diesem Zweck auf eine eben warme Platte, rufen Sie "Au! Heiß!" o.Ä. und ziehen Sie seine Hand zurück. Informieren Sie ihn anschließend darüber, dass er ohne Aufsicht nicht mehr in die Küche darf, wenn er noch ein weiteres Mal an den Herd geht. Wirft er Tassen absichtlich um, läuft die Flüssigkeit aus und er hat Nichts mehr zu trinken! Damit so Etwas nicht wieder geschieht, bekommt er nur noch einen kleinen Schluck in eine Plastik-Tasse, der erst dann aufgefüllt wird, wenn er ihn so austrinkt, wie er es schon gelernt hat.- Begründen Sie Ihrem Sohn gegenüber Ihre Wünsche und informieren Sie ihn über eintretende Folgen, wenn er sich an diese begründeten Regeln nicht hält. Verhalten Sie sich -selbst, wenn`s manchmal schwerfällt- anschließend konsequent. Starke Nerven und: bis bald?
Die letzten 10 Beiträge
- Alles Gute!
- Mein Sohn 2,5 Jahre lehnt mich seit einem Jahr ab
- Umgang mit Schwiegermutter
- Kind möchte nach knapp 2 Monaten immer noch ungern in den Kindergarten
- Zu meiner Frage am 22.10.
- Trennungsangst - Eingewöhnung Kinderkrippe verschieben?
- Er hört gar nicht mehr auf mich
- Uneinigkeit zwischen Papa und Mama: Wie am besten bei Wutanfällen reagieren (2 Jahre)?
- Kind 12M wirft alles auf den Boden
- Papa nicht ernst nehmen