Mitglied inaktiv
Mein Sohn, 26 Monate, ist für sein Alter ein sehr lebhaftes und aufgewecktes Kerlchen. Ich versuche ihn dahingehend zu erziehen, dass ich ihm einen "altersgemäßen Freiraum" gebe in dem er sich frei entfalten und entscheiden kann. Stößt er aber gegen die Grenzen ( sich oder anderen einen Schaden zufügen, bzw. die ein oder andere "Benimm-regel") versuche ich erst ihm die Situation zu erklären und ihm Alternativen anzubieten. Kurzes Beispiel: er will einen Blumentopf vom Fenster werfen. Ich störe ihn und sage, dass er kaputt geht wenn er es tut. Versucht er es wieder, sage ich es nochmal. Beim dritten mal, werde ich dann wütend ....TJA UND DANN???? Egal ob ich ihn nur in sein Zimmer schicke, oder einen Klaps auf die Windel gebe, oder versucht habe ihn abzulenken.... verhält er sich so, als ob die "Strafe" das "Übel" ist und er das arme Opfer ist. Kein Versuch der Reue :-)...und auch keine Einsicht weit und breit! Er versteht JEDES Wort, was man zu ihm sagt, aber in diesen Momenten schaltet er total auf Durchzug. Auf LOB fährt er total ab und begreift sofort, dass er etwas toll gemacht hat! .....tja, und als ich ihn mal gelobt hatte, weil er mal nicht denn "Blumentopf" runtergeworfen hat...ratet mal was er gemacht hat? Ich sage nur : PENG-KLIRR-SCHEPPER.... WAS MACHT IHR SO?????? Astrid
Christiane Schuster
Hallo Astrid Wie Sie selbst sagen, versteht Ihr Sohn so gut wie Alles. Da sollte es eigentlich reichen, wenn Sie ihn 1 Mal ruhig daran erinnern, dass der "Blumentopf" zerbricht, wenn er hinuntergeworfen wird und dass er wohl noch zu klein ist um im Wohnzimmer ohne Aufsicht zu spielen, sodass er beim nächsten Versuch in sein Zimmer oder in ein Laufgitter muß. Handeln Sie dann konsequent -egal, wie sehr er sich (äußerlich) als Opfer fühlt-. Damit will er nur Ihr Herz erweichen.- Da Kinder aus Wiederholungen besonders viel lernen und auch wiederholte Male versuchen, ihre Grenzen zu erkunden, wird Ihnen leider nichts Anderes übrigbleiben als immer von Neuem in gleicher Weise zu reagieren, bis er an dieser Vorgehensweise das Interesse verloren hat. Starke Nerven und: bis bald?
Mitglied inaktiv
wie wäre es, wenn du ihm dafür, daß er etwas von dir kaputtgemacht hat, etwas von seinen Lieblingsspielsachen wegnimmt(denn die Blumentöpfe sind ja etwas ähnliches wie DEINE Spielsachen), bis er verspricht daß er es nicht mehr tut. Du mußt ihm aber genau erklären, warum du das machst, der zusammenhang muß klar werden. Als Lucia die Stereoanlage (nach mehrmaliger Warnung) vom Tisch gestoßen hat, konnte sie einen Monat lang ihre Lieblingshörspiele nicht mehr hören, weil Mama ja soooooo lange sparen muß, bis sie sie reparieren lassen kann. Als sie dann wieder in Betrieb genommen wurde, haben wir ein kleines Fest draus gemacht und den ganzen Sonntag immer abwechselnd etwas ausgesucht was wir hören wollten. Jetzt weiß sie das olle ding richtig zu schätzen *grins*
Mitglied inaktiv
Hallo, der Sinn einer Strafe soll doch sein, dass er den Blumentopf NICHT runterschmeisst - und nicht dass er Reue und Einsicht zeigt, oder? Da er ja genau weiss, dass er den Blumentopf nicht anfassen darf, waere jede Reue oder Einsicht doch auch nur gespielt! Ich wuerde ihn genau 1x warnen, dann aus dem Zimmer schicken (jedesmal und sofort)- das wird er sich auf Dauer merken und den Topf in Ruhe lassen (frueher oder spaeter...). Zumindestens hat die Strafe des hinausschickens den Vorteil, dass DU Dich nicht mehr aufregen musst... Du hast gehandelt, und Dein Blumentopf ist erstmal gerettet. Das haelt Dich auch davon ab, unueberlegt zu handeln. Zerbrechliche Dinge wie Blumentoepfe wuerde ich im uebrigen nicht herumstehen haben, wenn ich ein sehr wildes Kind haette. Gruss DUSA
Mitglied inaktiv
Hallo Dusa, danke für deine Antwort. Sind Reue und Einsicht, denn nicht die Erkenntnis, etwas nicht mehr zu tun? Bzw. dass er verstanden hat um was es geht. Der "Blumentopf" war mehr ein Beispiel...die sind übrigens aus Plastik...um seinen allgemeinen Tatendrang zu beschreiben! Ich hätte ebenso unseren Hund oder Katze erwähnen können, die Ihn und er sie, über alles liebt, wenn`s ihn aber überkommt mal kräftig kneift oder tritt! Ich erkläre ihm ja warum er es nicht machen soll bzw. schicke ihn aus dem Zimmer, jedoch zeigt es bei ihm so gut wie keine Wirkung! Astrid
Mitglied inaktiv
Hallo Frau Schuster, danke für die Antwort! Ich denke, dass ich sehr viel Geduld mit meinem Kind habe, Konsequent bin und mein Haus meines Erachtens sehr kindersicher, - freundlich eingerichtet ist. (Blumentopfe sind aus Plastik) Mein Sohn ist auch für sein Alter sehr verständnisvoll. Überwiegend reicht es aus, wenn ich ihn in sein Zimmer schicke oder ihm erkläre warum und weshalb. Es gibt aber die ein oder andere Sache, wo ich schon seit mind. 6 Monaten (Blumentopf, Katze und Hund ärgern, Sand nach Kindern werfen, im Geschäft immer weglaufen) die wie verhext sind. ES HILFT NIX!!! Ansonsten gibt es mit "Bestrafen" oder erklären keine Problemchen! Astrid
Mitglied inaktiv
Hallo, ich denke, dass Einsicht in seinem Alter wirklich etwas viel verlang ist. Er weiss natuerlich, dass es verboten ist, aber er VERSTEHT noch nicht, warum man das alles nicht darf... Ich wuerde da ganz konsequent sein, mich nicht aufregen und ihn aus den Situationen entfernen, an denen er soetwas macht. Das mit den Tieren ist ja nicht ungefaehrlich - dann muss er solange raus, bis er sich beherrschen kann - ich wuerde ihm immer wieder eine Chance geben, ABER ihn JEDESMAL rausschicken, wenn er die Tieren trietzt! Das mit dem Weglaufen hat eine freundin von mir so geloest: Sie hat ein Geschirr gekauft - und ihrer Tochter angedroht, sie festzubinden, falls sie wieder weglaeuft... Das geht natuerlich erst, wenn sie das schon verstehen (die Kleineren muss man tatsaechlich manchmal festbinden...). Bei ihr hat es funktioniert (sie war aber auch konsequent und hat es zur Not auch gemacht!). Viel Glueck, DUSA
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