Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Weiß auch nicht mehr weiter!!!

Frage: Weiß auch nicht mehr weiter!!!

Mitglied inaktiv

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Unsere Tochter ist drei Jahre. Seit einem halben Jahr geht sie in den Kindergarten. Sie ist ein sehr aufgewecktes Kind und ständig in Bewegung. In der Krabbelgruppe hatte sie lange die Beißphase, die wir dann mit "nach Hause gehen" endlich in den Griff bekamen. Sie möchte immer ihren Willen durchsetzen und versucht das mit allen möglichen Mitteln. Zu Hause versucht sie es mit weinen und Wutanfällen und im Kindergarten (oder wenn wir uns mit anderen Kindern treffen) mit schlagen und auch hin und wieder mit beißen. Jedes Mal sage ich ihr, daß man dies nicht macht und es den anderen Kindern weh tut, wenn sie beißt oder haut. Dann sage ich ihr, die anderen Kinder wissen nicht was sie möchte, wenn sie schlägt oder beißt. Sie soll es bitte sagen was sie möchte. Das macht sie dann auch wenn man es ihr sagt. Aber in der nächsten Situation ist sie wieder in ihrem Elemend und schlägt wieder. Im Kindergarten bekommen sie es auch nicht in den Griff. Ich habe schon Horror wenn ich sie abholen gehe und ich höre, daß sie wieder etwas angestellt hat. Zudem wacht sie jede Nacht ein- bis viermal auf. Sie weint und läßt sich manchmal schlecht beruhigen. Wir trösten sie dann immer und legen sie wieder schlafen. Aber jede Nacht das selbe und ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Ich hoffe nicht, daß sie mal zu einer Außenseiterin wird, denn das möchte ich vorher noch in den Griff bekommen.


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Hallo Alexandra Vielleicht ist Ihrer Tochter die KiGa-Gruppe doch ein wenig zu groß und unübersichtlich, sodass sie aus reiner Unsicherheit heraus ratlos schlägt oder beißt? Die Wutanfälle zu Hause können ebenfalls ein Ausdruck von Hilflosigkeit sein.- Nachts wird sie dann von diesen nicht verarbeiteten Erlebnissen wach.- Zeigen und sagen Sie ihr, dass sie sich immer auf Ihre Hilfe oder die der Erzieherin verlassen kann, wenn sie allein nicht weiter weiß. Sie muß es Ihnen nur sagen.- Fehlen ihr die entsprechenden Worte, kann sie z.B. durch Streicheln, Singen oder In-die-Hände-Klatschen verdeutlichen, dass sie Hilfe braucht. Laden Sie des Öfteren mal 1-2Kinder zu sich nach Hause ein, sodass Ihre Tochter in einer kleinen Gruppe lernt, ihre Bedürfnisse zu äußern und erste Konflikte eigenständig und ohne Beißen oder Schlagen zu lösen. Erzählen Sie ihr während des tägl. gleichen Einschlafrituals eine Geschichte, die den Tag noch einmal vorüberziehen lässt. So kann nicht Verstandenes noch einmal aufgearbeitet werden und Ihre Tochter wird wieder besser ein- und durchschlafen. Erholsames Wochenende und: bis bald?


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