Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

wach/schlafrythmus

Frage: wach/schlafrythmus

Mitglied inaktiv

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unsere tochter kam 6 wo zu früh. wir haben einiges mit ihr durchgemacht,(sie leidet an neonatalen krampfanfällen). sie ist jetzt 9 wo alt, und seit ein paar tagen ist sie nach dem trinken noch ca 1-2 stunden hellwach. wir haben auch nichts dagegen, aber wie bekommt sie einen geregelten schlafrythmus(bes. nachts?)sie ist eigentlich tagsüber immer in unserer nähe, damit sie sich langsam an alle geräusche usw. gewöhnt, manchmal haben wir noch große angst sie mit einigen dingen zu überfordern. wir versuchen jetzt immer nach der letzten abendmahlzeit ein festen ablauf einzuhalten. nun ist meine frage, wieviel schlaf braucht sie eigentlich? ist das bei frühchen anders? schadet es ihr so lange wachzubleiben? so langsam haben wir uns auch dazu durchgerungen, auchmal mit der kleinen rauszugehen, hört sich vielleicht dumm an, aber man macht sich da schon sorgen. wir danken ihnen jetzt schon. außerdem finden diesen service echt klasse!!!!


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Hallo Melanie Das Schlafbedürfnis ist auch bei den Allerkleinsten schon recht unterschiedlich. Die Schlafdauer liegt bei ca. 16Std. Bis Ihre Tochter einen geregelten Rhythmus gefunden hat, kann es noch ca. 4Mon. dauern.- Helfen Sie ihr, diesen Rhythmus zu finden, indem Sie -wie bisher auch schon- ein tägl. gleiches Einschlafritual durchführen und auch den Tagesablauf so geregelt wie möglich einhalten. Sie werden bald wissen, zu welchen Zeiten Ihre Tochter besonders müde ist, sodass Sie um diese Zeiten dann das Wickeln, Baden, die Spielzeit, o.Ä. einrichten. Gehen Sie mit der Kleinen raus, wird sie bei Müdigkeit im KiWa einschlafen. Legen Sie sie zuHause auf eine Krabbeldecke, werden ihr auch dort zu gegebener Zeit die Augen zufallen. Um nachts eine möglichst lange Schlafphase zu erreichen, damit Sie selbst auch mal zur Ruhe kommen, sollten Sie vor der Abendflasche die Wachphase solange wie möglich mit Baden, Füttern, Wickeln, Spielen, hinauszögern. Verlassen Sie sich auf Ihren natürlichen Mutterinstinkt und beobachten Sie Ihre Tochter viel, wird sich der Rhythmus immer mehr zur Zufriedenheit Aller entwickeln. Liebe Grüße und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo Melanie, meine Tochter war zwar kein Frühchen, aber anfangs ein fürchterlicher Schreihals :-)) Heute kann ich über diese Zeit schmunzeln, aber damals war ich mit den Nerven echt am Ende. Ich hatte auch Angst, daß es daran liegen könnte, daß sie bestimmte laute Geräusche, z.B. bei Famielienfeiern, überfordern könnten und sie vielleicht deswegen soviel weint. Heute weiß ich, daß sie diese berühmten 3-Monats-Koliken hatte. Eigentlich haben wir uns damals selber mit unserer besorgten "Rücksichtnahme" unter Druck gesetzt und sogar etwas von der Aussenwelt abgegrenzt. Im nachhinein würde ich sagen, war das unnötig. Jana ist jetz ein Jahr alt, ein ganz aufgewecktes Mädchen und bereitet uns sehr sehr viel Freude. Die Anstrengungen der ersten Zeit, die ganzen Unsicherheiten sind vergessen! Versucht einfach ganz behutsam, euer Kind an euren Lebensrythmus zu gewöhnen, nicht anders herum! Auch wenn es eine Weile dauert, danach geht vieles viel lockerer! Macht eure Spaziergänge und habt keine Sorge, wenn mal ein LKW oder Motorradfahrer vorbeidonnert. Schließlich kennt euer Baby die Geräusche schon aus dem Bauch! Auch wenn es etwas früher geboren wurde. Setzt euch euer eigenes Tempo und egal was Feunde und Familie sagen: nehmt es zur Kenntnis, aber rechtfertigt nicht eure Entscheidungen. Man wächst erst langsam in die Elternrolle hinein und das kostet manchmal ganz schön viel Kraft. Zu den ruhigeren Nächten: wenn´s Baby nicht gerade bis zum Himmel stinkt, brauchst es nachts nicht zu wickeln. In der ersten nächtlichen Unterbrechung kannst es ja auch zum Stillen oder Flasche geben zu dir ins Bett holen und auch ruhig dort weiterschlafen lassen. Meine ist beim Zurücklegen ins eigene Bett immer wach geworden.... Einfah ganz weit nach oben ans Kopfende legen, dann kannst du ihm nicht versehentlich im Schlaf die Decke über den Kopf ziehen (hatte ich Angst vor). So wurden nach wenigen Tagen unsere Nächte wieder etwas ruhiger. Ansonsten habe ich es so gemacht, wie es Frau Schuster beschrieben hat. Außerdem gewöhnt man sich nach einer Weile an die Unterbrechungen und man fühlt sich tagsüber nicht mehr ganz so schlapp- keine Sorge, das wird schon. Bis zum Durchschlafen unserer Tochter hat es ein Jahr gedauert... Ab 6 Monaten kann man aber das ganze eigentlich schon etwas steuern: Letzte Flashce ne halbe Stunde vor dem zu Bett gehen, als Einschlafhilfe höchstens den Schnuller geben und Baby ruhig noch wach ins Bett legen. Auch wenn es meckert, nicht gleich aus dem Bett heben. Bleib ruhig da, streichle es. Verlass nach einem "Gute Nacht, träum süß" das Zimmer. Wenn es (hab vergessen ob Junge oder Mädchen, sorry) weint erst nach 2 Minuten (UHR !) wieder hingehen, kurz bleiben wieder raus (auch wenn es immer noch meckert). Anfangs wirst du wahrscheinlich öfters hinrennen müssen. Aber es lohnt sich ganz bestimmt: Dein Kind lernt in wenigen Tagen alleine einzuschlafen und du brauchst dann bald auch nachts nicht mehr raus! Vorrausetzung ist natürlich ein gesundes Kind! Bis es soweit ist, weißt du ungefähr, wann dein Kind müde wird und kannst dann mit diesem "Programm" (angepaßt an seine Schlafrhythmus) beginnen. Man darf halt nur nicht weich werden, sonst lernt Baby nur, daß es, wenn es nur lang genug schreit, doch bekommt was es will. Auf Dauer prifitiert ihr aber von erholsamen Nöchten beide: du kannst wieder durchschlafen, hast abends wieder mehr Zeit für dich und deinen Partner und bist Tagsüber viel ausgeglichener. Jana schläft erst seit 4 Wochen durch, aber es tut uns allen super gut: wir sind ausgeschlafen, wissen genau, wann Jana ihre Schläfchen hält und können diese Zeit für uns nutzen (Im Keller Wäsche aufhängen *grins*, in Ruhe Lesen oder sich einfach nur ins Sofa sinken lassen). SO, jetzt habe ich dir nene ganzen Roman geschrieben. Versteh das ganze hier bitte nur als Tip und nicht als "nur so funktioniert es". Viele Wege führen nach Rom, aber bei uns hat es so ENDLICH !!! geklappt. Wenn du magst, kannst du mir ja mal mailen : KleineEmma@web.de LG, Andrea


Mitglied inaktiv

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Hy Mel, habe zur Geburt unserer Kleinen das Buch: Jedes Kind kann schlafen lernen von Annette Kast - Zahn geschenkt bekommen. Das ist meiner Meinung nach echt suuper an Tipps, die man wenigstens mal probieren könnte, wenn es Probleme gibt. Ich kann es echt nur empfehlen (Im RuB - Forum greifen auch einige zu diesem Buch). Ich habe dadurch von vorne herein einiges Besser verstanden und konnte mich besser auf unsere Kleine einstellen. Sie ist jetzt 6 Mon. alt und hat mit dem Ein- und Durchschlafen eigentlich keine Probleme. Wusstest du eigentlich, dass die Babys nach wissenschaftl. Untersuchungen etwa 3Mon lang mit dem Schreien / Weinen zunehmen um dann 6Mon. lang langsam wieder das Schreien allmählich abbauen ???? Habe ich auch nicht gewusst. Wichtig ist aber, dass ihr eure Unsicherheit und Übervorsicht abbaut. Bald ist eure Kleine so weit genau diese zu spüren um dann auszutesten, wo eure Schwächen liegen :o))). Und frische Luft ist immer gut !!!! Gebt ihr einfach so viel Geborgenheit und Liebe wie ihr könnt, damit sie sich sicher fühlt. Alles Gute noch und ach ja: Ich habe mir jetzt auch noch das 2. Buch von der Autorin "Jedes Kind kann Regeln lernen" gekauft. Ist auch absolut gut zu lesen !! Und einiges kann ich vielleicht auch auf meinen Mann anwenden ???? :o)) Liebe Grüße, Sister72


Mitglied inaktiv

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Hihi, ist ja witzig! Nach diesem Buch haben wir es auch geschafft!!! Ich ärger mich richtig, daß es ein Jahr gedauert hat, bis ich es mir dann (aus lauter Verzweiflung) doch besorgt habe. Aber ich dachte immer: bei meiner Tochter funktioniert das sowieso nicht! Der Nachfolger "... kann Regeln lernen" steht jedenfalls ganz oben auf meiner Wuhnschliste.... LG und viel Erfolg, Andrea


Mitglied inaktiv

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Liebe Andrea! Vielen Dank für deine Zeilen, hat wirklich geholfen. Ich hab schon gedacht es würde nur an mir liegen, und ich könnte nie eine richtige Mutter werden. Ich hoffe das es bald besser wird. Ich mail Dir auch bald. Nochmal vielen lieben Dank! Viele Grüße Melanie


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