Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Verziehe ich meine Tochter?

Frage: Verziehe ich meine Tochter?

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Schuster, meine ganze Umwelt hält mir vor, daß ich meine Tochter (fast 11 Monate alt)verziehen würde. Ich gehe meistens sofort zu ihr und nehme sie auf den Arm, wenn sie weint (außer sie brüllt, weil sie etwas haben will, was ich ihr verboten habe - ist das falsch?) sie ist eben im moment ein bißchen empfindlich, und ich weiß, daß es nichts bringen würde, wenn ich nicht zu ihr gehen und sie beruhigen würde. obwohl ich zugeben muß, daß ich wahnsinnige angst davor habe, etwas falsch zu machen (wie nicht schnell genug reagiert zu haben, ihr vertrauen zu zerstören, zuviel schimpfen etc.) und daß sie mich dann nicht mehr mag. -ich will auf keinen fall eine beziehung zu meiner tochter wie meine mutter eine zu mir hat: sie kann mich nicht ausstehen, und ich weiß oft nicht, wie ich zu ihr stehen soll. ich wünsche mir, daß meine tochter mich liebt, und später mit all ihren problemen zu mir kommen kann. nur ist der grat zwischen richtig ung falsch (verziehen weil zu schnell auf den arm nehen / und genau das nicht zu tun) sehr schmal. ich nehme sie meist auf den arm, wenn ich mit ihr geschipmpft habe (sie fängt im moment immer an zu weinen, wenn ich mit ihr schimpfe, obwohl ich wirklich nicht brülle oder so), weil sie mir dann leid tut. was kann ich tun, um eine liebevolle beziehung zu ihr aufzubauen? - ich bilde mir auch recht oft ein, daß sie mich nicht mag, wenn sie mal nicht gut drauf ist. verziehe ich mein kind? ist das an den beinen streicheln vielleicht zu "intim" für meine tochter (aber sie freut sich immer, wenn ich sie streichle"), wenn ie gebadet wird, streichle ich sie dann auch immer am rücken. was kann ich besser machen? Danke und liebe Grüße Esther


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Hallo Esther Ihre Tochter wird nach einem Schimpfen gleich weinen, weil sie herausgefunden hat, dass Sie die Zurechtweisung dann am Liebsten wieder rückgängig machen möchten?- Da sie mit 11Mon. schon sehr viel versteht, sollten Sie sie nicht gleich auf den Arm nehmen sondern ihr ruhig erklären, warum Sie in entsprechender Weise handeln, bzw. gehandelt haben. Machen Sie ihr anschließend einen alternativen Beschäftigungsvorschlag oder zeigen Sie ihr, wie Sie Ihnen auf andere Weise zeigen kann, dass sie traurig ist, indem sie z.B. mit ihrem Kuscheltier schmust. Verhalten Sie sich gelassen und ruhig, wird sich diese Ruhe schnell auf Ihre Tochter übertragen und sie wird nach einigen Wiederholungen erkennen können, dass Sie sich konsequent an Ihre begründete Aussage halten. Die Kleinen warten geradezu darauf, dass wir Ihnen Grenzen setzen und Regeln aufstellen, die wir begründen können und konsequent einhalten. Diese Grenzen sind für sie der rote Faden, der ihnen ein sicheres Orientieren ermöglicht und sie selbständig werden lässt. Zuviele Streicheleinheiten geben Sie Ihrer Tochter nur dann, wenn sie Ihnen zeigt, dass sie sich nicht wohl fühlt, wenn Sie sie streicheln und Sie dennoch weiter streicheln. Solange, wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Tochter und gleichzeitig Ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtigen, machen Sie Nichts falsch! Liebe Grüße und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo Schau mal unter www.continuum-concept.de ins Forum, da wirst du schnell feststellen, dass du dein Kind auf keinen Fall "verziehst". Gruss Günter


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