Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

verschiedene probleme

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Frage: verschiedene probleme

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Hallo, liebe Frau Schuster! Sie haben mir schon so oft hilfreiche Tips gegeben, so daß ich heute gleich drei Sachen loswerden muß und hoffe wieder einen guten rat von Ihnen zu erhalten. 1. Mein Sohn ist 2 Jahre und 3 Monate. Ich gehe mit Ihm seit 8 Monaten zur Musikschule. Es ist ein Kurs für Kinder ab 1 ½. Spielerisch werden die Kinder mit Musik vertraut gemacht im Zusammenhang mit Instrumenten, spielen und singen und tanzen. Es gefällt Ihm wunderbar, das merke ich weil er zu Hause 3mal täglich die Musik vom Kraki Kurs hören will und aufgeregt mitklatscht oder tanzt. Auch dort hört er gebannt zu, was die Lehrerin zu erzählen hat oder lauscht der Musik. Allerdings sagt er dort fast kein Wort. Es wird ja auch viel gefragt, was die Kinder auf den Bildern sehen oder ähnliche Sachen. Er weiß wirklich für seine 2 Jahre sehr viel, aber er sagt nichts. So denkt die Lehrerin meißt er weiß es noch nicht und fragt den anderen Jungen. Ich habe Ihr das schon ein paar mal erklärt, aber ich weiß nicht ob sie mir vielleicht nicht glaubt. Wir können es Ihr ja nicht beweisen. Anfangs war er zusammen mit einem jüngeren Jungen, dort hat er ja noch manchmal was gesagt, jetzt ist er zusammen mit einem älteren, nun kommt er gar nicht mehr zu Wort. Eine Eingewöhnungssache ist es sicher nicht, denn wir gehen ja wie gesagt schon länger hin. Nun überlege ich, ob ich aufhöre mit dem Kurs, weil es einfach keinen Zweck hat, oder nicht, weil es Ihm trotzdem großen Spaß macht. Nur langsam übergeht Ihn die Lehrerin immer öfter, weil er ja nicht antwortet oder es Ihr viel zu lange dauert Ich muß noch dazu sagen, daß er im Kindergarten, wo er seit kurzem ein paar Stunden hingeht sehr wohl mit der Erzieherin spricht auch mit den anderen Kindern und zu Hause ist er ein richtiges Plappermaul. 2. Ihre Vorschläge entsprechen oft den Ratschlägen von Dr. Dreikurs, was ich sehr gut finde, nur kann ich überhaupt bei einem 2jährigen schon viel davon anwenden? Zum Beispiel räumt er nie sein Spielzeug weg, in allen Zimmern liegt etwas rum, draußen genauso. Wenn ich Ihm erkläre ich würde alles wegräumen, was herumliegt, kann ich Ihm das schon zumuten? 3. betrifft eigentlich mehr mein kleines Kind. Sie ist jetzt 8 Wochen und schläft wirklich noch fast den ganzen Tag, was ja auch sehr schön ist. Aber ich habe ein schlechtes gewissen, weil ich mich zu wenig mit Ihr beschäftige. Allerdings ist Sie immer lieb und schläft oder wenn sie wach ist, erzählt sie sich mit den Tieren auf Ihrem Bettbezug, oder guckt in die Weltgeschichte und freut sich. Zum wickeln und beim stillen rede ich natürlich mit Ihr und wir kuscheln. Reicht Ihr das oder sollte ich mich doch bemühen, mehr mit Ihr zu sprechen, obwohl sie scheinbar zufrieden ist? Ich hoffe, ich habe Sie hiermit nicht überschüttet und hoffe auf ein paar kleine Tips. Liebe Grüße Kerstin, Niclas und Jona


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Hallo Kerstin Es freut mich sehr zu hören, dass einige meiner Tipps auf fruchtbaren Boden fallen; sagt es mir doch, dass meine Bemühungen, so individuell wie möglich -trotz des anonymen PC- zu antworten, nicht ganz umsonst sind.- Da Ihr Sohn sehr viel Spaß in der Musikschule hat und zu Hause viel davon nachspielt und auch darüber spricht, sollten Sie ihn unbedingt weiter in dieser Gruppe lassen. Was nutzt es ihm und Ihnen, wenn er dort zwar die 1,5Std.? aktiv mitmacht, aber sonst davon Nichts mehr ´rüberbringt? (verstehen Sie, was ich Damit meine?) Wichtig ist doch, dass er die Dinge, die er dort erfährt, in sein Leben und seine weitere Entwicklung einbaut. Solange, wie Niclas dort zufrieden ist und Sie auch seitens der Lehrerin nichts Nachteiliges hören, sollten Sie ihm den lehrreichen Spaß gönnen. Die Ratschläge von allen Fachleuten können Sie nur dann anwenden, wenn Sie sie auf die individuelle Entwicklung Ihres Kindes übertragen. Es sind häufig eigene Erfahrungen und Durchschnittswerte, die in den seltensten Fällen wie Rezepte angewandt werden können. Sagt Ihnen z. B. Ihr natürlicher Mutter-Instinkt, dass Ihr Sohn damit wahrscheinlich überfordert ist, wenn Sie ihn darüber informieren, Alles wegzuräumen, was herum liegt, versuchen Sie erst mal, ihn zu einem gemeinsamen Aufräumen anzuregen. Vielleicht in einem Wettspiel: wer zuerst seine Spielkiste voll hat? Ist Ihr Sohn dann der Gewinner, wird er kaum merken, dass in Ihrer Kiste immer weniger ist.- Ihre Tochter scheint mit Ihrem Beschäftigungs-Angebot zufrieden zu sein. Ganz sicher würde sie sich sonst lautstark zu Wort melden.- Auch, wenn Sie sich nicht direkt mit Jona beschäftigen oder mit ihr direkt sprechen, wird sie den Geräuschen in ihrer Umgebung lauschen und somit genügend Abwechslung haben. Meinen Sie, sie hat zu wenig Abwechslung, legen Sie sie doch zwischendurch auch mal auf eine Krabbeldecke unter ein Spiel-Trapez. Ist sie müde, schläft sie auch dort zufrieden ein. Sonniges Wochenende und: bis bald?


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