Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster! Meine Tochter Eva ist jetzt 17 Monate alt und hat ein paar Eigenheiten entwickelt, die mir komisch vorkommen. 1.) Sie schläft, nie, wirklich niemals im Elternbett. Sie schläft generell sehr brav in der Nacht, bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen (Krankheit, zahnen, usw.). Dann schreit sie und ich oder mein Mann gehen in ihr Zimmer und streichlen das Köpfchen, singen und ähnliches, bis sie wieder schläft. Beim Einschlafen übrigens lege ich sie einfach in wachem Zustand ins Bett und sie schläft dann ohne Probleme alleine ein. Wenn sie in der Nacht nun aufwacht, würde ich sie gerne zu uns ins Bett legen, weil ich mir das Kuscheln schön vorstelle. Aber im "großen" Bett beruhigt sie sich zwar und schreit nicht mehr, schläft aber nicht mehr ein. Im Gegenteil Sie wird hellwach und möchte spielen. Keine Chance. Andere Eltern klagen, daß die Kinder nur bei ihnen im Bett schlafen, bei uns klage ich, weil ich das ab und zu gern hätte. Allerdings war ich von Anfang an darauf bedacht, daß sie in ihrem eigenen Bett schläft, indem ich immer schon zu Schlafenszeiten probiert habe, sie auch wach in ihr Bett zu legen. Das hat natürlich nicht gleich geklappt, aber nach 4 Monaten gab es keine Probleme mehr. Ich habe sie aber auch nie schreien lassen. Jetzt frage ich mich, ob sie am Anfang vielleicht beim Einschlafen zu wenig Wärme und Geborgenheit bei mir gespürt hat, da sie ja immer alleine eingeschlafen ist, daß sie jetzt gar nicht mehr Kuscheln mag im Bett.Ich finde das einfach eigenartig 2.) Nach dem Aufwachen am Morgen bleibt sie ewig lange (bis zu 1,5 Stunden) im Bett, plaudert, schaut sich Bilderbücher an, beschäftigt sich also alleine. Sie schreit nie am Morgen. Wenn ich versuche, sie kurz nach dem Aufwachen aus dem Bett zu holen, störe ich richtig und sie wehrt sich, möchte im Bett bleiben und weiterhin Bilderbücher anschauen. Einmal hätte ich eben gewartet, wie lange es dauert, bis sie sich meldet, aber nach 1,5 Stunden habe ich sie von mir aus geholt. Ist dieses Verhalten nicht ein wenig eigenbrötlerisch? Tagsüber möchte sie immer wen zum Spielen und beschäftigt sich höchsten 1/2 Stunde alleine und nur, wenn sie etwas richtig interessiert. Ich habe den Eindruck, Eva findet es richtig gemütlich, am Morgen so dahinzutrödeln. Nervig ist das natürlich, wenn man einen Termin am Vormittag hat, weil sie sich, wie gesagt, extrem wehrt das Bett zu verlassen. Sollte ich sie weiterhin im Bett lassen oder ist es besser, ihr das abzugewöhnen? Aber wie? Zu erzählen, was wir jetzt unternehmen oder ähnliches hat nichts gebracht. 3.) Eva bevorzugt einmal den Papa und einmal die Mama. Diese Phasen wechseln einander ab. Zeitweise darf nur ich alles für sie machen, wie füttern, Fläschchen geben, usw. Wenn der Papa es probiert weint sie und schreit nach mir. Dann wieder ist es genau umgekehrt. Ich glaube, wir sind beide immer gleich liebevoll zu ihr. Bisher sind wir auf ihre persönlichen Präferenzen eingegangen. Ist das richtig so? Wenn nicht, was kann man dagegen machen? Tut mir leid, daß der Text so lang geworden ist und vielen Dank für ihre Mühe Martina
Christiane Schuster
Hallo Martina Machen Sie sich bitte keine unnötigen Sorgen! Ihre Tochter wird tagsüber soviel Liebe und Zuwendung von Ihnen bekommen, dass sie anschließend ohne Verlustängste ihr "Nest" genießen wird. Eva hat ihren eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus gefunden und weiß genau, dass es Schlafenszeit ist, wenn sie in ihr Bett gelegt wird. Außerhalb des eigenen Bettes ist für sie Spielzeit.- Damit auch Sie dazu kommen, mal mit Ihrem Schatz zu kuscheln, sollten Sie es entweder tagsüber tun, oder morgens kurz vor dem Aufstehen noch ein Kuschelstündchen im großen Bett abhalten, sofern Ihre Tochter damit einverstanden ist. Zu dem eigenen Rhythmus wird es auch gehören, dass Eva morgens eine längere Anlaufzeit braucht, wie es bei vielen Erwachsenen auch der Fall ist. Haben Sie Verständnis dafür und wecken Sie sie entsprechend vorher, wenn sie zu einer bestimmten Zeit das Bett verlassen muß. Reden Sie mit ihr am Abend darüber und begründen Sie ihr auch am Morgen, warum sie gleich aufstehen muß. Die Bedeutung Ihrer Worte werden durch Ihre entsprechende liebevolle Mimik und Gestik unterstützt werden. Damit Eva ihre Mama oder Papa auch mal gegen ihren Willen akzeptiert, sollten Sie sie manchmal gemeinsam versorgen, wie z.B.: "Dieser Löffel wird dir vom Papa gegeben und der Nächste von Mama." Unternehmen Sie viele gemeinsame Aktivitäten, wird sich Eva daran gewöhnen, dass beide Eltern-Teile in gleicher Weise für sie sorgen. Das heißt allerdings nicht, dass für einige Dinge einfach die Mama und für Andere immer der Papa zuständig sein wird.- Wie Sie sehen, machen Sie nichts falsch und bringen Ihrer Tochter die Liebe und das Verständnis entgegen, das sie braucht um in eine sichere Selbständigkeit geführt zu werden. Erholsames Wochenende und: bis bald?
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