Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Übernachtung des Kindes

Frage: Übernachtung des Kindes

Mitglied inaktiv

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Sehr geehrte Frau Schuster, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich gewöhne mich schön langsam an meine Situation, aber so ganz verarbeitet habe ich sie noch immer nicht. Ich habe immer wieder so Phasen in denen ich vor Ärger in den Wald schreien gehen könnte. Die Sehnsucht nach meiner Tochter frisst mich auf. Ich mache mir auch immer wieder extrem viele Gedanken ob ich eine Beziehung zu meiner kleinen Tochter unter diesen Bedingungen wirklich aufbauen kann. Dann denke ich mir wieder, dass das wahrscheinlich nicht einmal in einer intakten Beziehung garantiert ist. Ich weiß nicht warum der Begriff "Papa" für mich so wichtig ist. Wahrscheinlich wurde es durch den neuen Freund von meiner Ex-Freundin jetzt sogar noch wichtiger für mich. Ich weiß, dass der Name wie man jemanden nennt nicht wichtig ist, sondern die Qualität der Beziehung. Aber es tut mir trotzdem sehr weh. Ich habe derzeit sehr viel Arbeit. Muß gestehen, dass ich mich im Job auch etwas verstecke. Ich sollte mehr private Interessen forcieren. Allerdings habe ich auch ein wenig dass Problem, dass mein Freundeskreis meine Situation kennt und wir immer auf dieses Thema kommen. Sicher auch durch meinen Wunsch darüber zu sprechen. Andererseits geht mir dieses Thema auch schon extrem auf die Nerven. Ich sehne mich nur nach einer harmonischen Zeit gemeinsam mit meiner Tochter. Meine Ex-Freundin gibt mir als Vater nie eine Wertschätzung. Ich versuche immer, dass ich im Gespräch mit meiner Tochter auch meine Ex-Freundin einbeziehe. Ich spreche sie auch immer vor meiner Tochter mit Mama an. Meine Ex-Freundin macht das überhaupt nicht. Ich habe es ihr heute auch ganz offen gesagt. Ich war heute ziemlich aufgeregt und habe ihr wahrscheinlich viele Dinge sehr direkt und emotional gesagt. War sicher nicht gut, aber es war für mich trotzdem wichtig. Ich finde derzeit keinen wirklichen Ausgleich um meine während der Woche aufgestauten Sehnsüchte nach meiner Tochter abzubauen. Sobald ich meine kleine Maus in den Arm nehmen kann und sie lacht mich an ist alles wieder gut. Bereits am nächsten Tag frißt mich aber die Sehnsucht nach meiner Tochter auf. Irgendwie fürchte ich mich schon wenn ich sie nur noch alle 14 Tage sehe. Heuer werde ich es noch mit Urlaubstagen überbrücken. Ich glaube, dass ich sie während der Woche auch einmal bekomme. Ich hoffe es zumindest. Wenn ich in ein Loch falle zieht mich der Gedanke an meine Tochter wieder heraus. Ich werde mich nicht hinausdrängen lassen und ich werde auch immer für meine Tochter da sein. Es kostet mich derzeit sehr viel Kraft. Auch dieses verdammt Selbstmitleid muß ich mir endlich abgewöhnen. Ich arbeite schon seit 1 1/2 Jahren an dieser Situation. Hoffentlich habe ich bald den größten Brocken hinter mich gebracht. Oft denke ich mir, dass meine Ex-Freundin nicht weiss wie schwer mir die Trennung von meiner Tochter fällt. Habe es ihr schon oft gesagt. Aber anscheinend ist es ihr egal. Liebe Grüße Wolfgang


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Hallo Wolfgang Sie werden es genauso wie andere (geschiedene) Partner schaffen, sich eine neue Lebensperspektive zu ermöglichen, in der auch Ihre Tochter eine wichtige Position bekleiden kann! Versuchen Sie, sich neben Ihrem Freundeskreis auch einen neuen Bekanntenkreis aufzubauen. Am Besten wird Ihnen Das gelingen, wenn Sie sich einem Verein anschließen, der Sie in Ihrem Hobby unterstützt. Ob diese Gruppe jetzt Briefmarken sammelt, kulturell gemeinsame Unternehmungen durchführt, sportlich tätig ist o.Ä. spielt nur insofern eine Rolle, dass Ihre eigenen Gedanken auch mal wieder zusätzliche Wege einschlagen. Ihre Tochter wird sich umso wohler bei Ihnen fühlen, je ausgeglichener Sie ihr gegenübertreten.- Liebe Wochenend-Grüße aus dem immer noch dick verschneiten Sauerland.


Mitglied inaktiv

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Hallo Wolfgang, ich stecke in einer anderen, aber ähnlichen Situation. Mein Mann ist abgehauen, weil wir mit unseren Problemen nicht fertig wurden. Er nimmt sich eine Wohnung und wird wohl auch die Scheidung einreichen. Mein Sohn, jetzt 22 Monate leidet so sehr, das ich den ganzen Tag fast nur heulend rumhänge und weil mein Mann mir fehlt. ICh möchte das mein Kleiner seinen Papa oft sieht, aber auf der anderen Seite habe ich Angst, das er das alles nicht verkraftet. Er ruft jeden Tag, Papa, nach Hause tommen, jedes Telefonklingeln Papa, jedes Auto, Papa. Wie soll er das verkraften. Nachts schläft er schlecht, wacht schreiend und weinend auf. Mich macht das krank und ich weiß keine Lösung. Ich muss ja auch irgendwie Abstand zu meinem mann gewinnen, damit ich für unser Kind wieder klar denken kann. ich frage mich immer, warum haben wir es nicht geschafft unserem Kind ein gutes Elternhaus zu bieten. da spielen soviele dinge eine rolle, wir hatten es nie leicht die letzten jahre und daran sind wir zerbrochen. vielleicht hast du lust dich mal zu melden. kopf hoch, mona


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