Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, mein Sohn (fast 3 Jahre) und ich gehen seit ca 2,5 Jahren in einen privat organisierten Mutter-Kind-Treff. Während die Mütter sich untereinander austauschen spielen die Kinder miteinander. Bisher klappte das auch alles sehr gut, bis auf ein paar kleine Reibereien. Die Gruppe besteht aus vier Kindern (2 Jungen, 2 Mädchen) von denen ein Mädchen schon immer sehr dominant und mitunter auch oft aggressiv ist. Sie ist sehr viel größer und kräftiger und in der Entwicklung auch um einiges voraus, obwohl alle im gleichen Alter sind.Die anderen Kinder haben alle großen Respekt vor ihr und machen immer das, was sie bestimmt. Der einzige, der sich früher mal gegen sie aufgelehnt hat, ist mein Sohn. Leider meist ohne Erfolg. Im Herbst waren wir dann einige Wochen nicht dort, weil mein Sohn krank war und als wir dann wiederkamen, war plötzlich alles anders. Er darf nicht mehr mitspielen, wird wie ein Aussenseiter behandelt. Anführer ist diese eine Mädchen. Am Anfang dachte ich noch, das ist nur eine Phase, die wieder vorüber geht, aber es ist jetzt schon seit fast 3 Monaten so und ich habe keine Hoffnung mehr. Inzwischen haben auch die anderen Kinder Gefallen dran gefunden ihn zu ärgern, sodaß dieses Spiel auch weiter geht, wenn dieses Mädchen nicht da ist. Es laufen wirklich richtig gemeine Sachen ab, z.B. sie sagen, er soll mitkommen und mitspielen und wenn er dann erfreut hinterher läuft, drehen sie sich plötzlich um und schreien:Hau ab!" Das tut mir sooo leid, wenn er dann traurig wieder zu mir zurückgeschlichen kommt, daß ich manchmal richtig wütend auf die anderen Kinder bin. Können Sie das verstehen?? Er fragt jetzt schon immer, ober er mitspielen darf (was früher selbstverständlich war), aber er bekommt, bis auf ein paar Ausnahmen, meistens die gleiche Antwort. Ich überlege schon nicht mehr hinzugehen, aber sonst war es ja auch immer ganz schön dort und wir sind gerne hingegangen. Sonst hat er auch nur Kontakte zu etwas älteren Kinder und die nehmen beim Spielen auch immer das Ruder in die Hand, aber wenigstens ärgern sie ihn nicht. Er muß sich also immer unterordnen (was er ja auch macht), aber schadet ihm das mit der Zeit?? Ich habe solche Angst, daß er in so eine Aussenseiterrolle gedrängt wird, obwohl er doch eigentlich so ein fröhliches, umgängliches Kind ist. Mit den Kindern aus dem Kindertreff kommt er auch in den KiGa. Vielleicht sollte ich lieber versuchen ihn in eine andere Gruppe zu schicken, damit dieses Drama nicht auch im KiGa weitergeht?? Oder kann ich noch Hoffnung haben, daß es sich wieder bessert? Ist dies eine Vorbereitung auf das spätere (harte) Leben? Am Anfang hat er noch viel geweint, aber inzwischen spielt er dann einfach alleine. Hat er sich schon mit seiner Rolle abgefunden? Ich weiß wirklich langsam nicht mehr weiter. Wir hätten jezt auch die Gelegenheit woanders hinzuziehen. Eigentlich wollte ich es nicht, aber inzwischen frage ich mit doch, ob es für unseren Sohn nicht besser wäre nochmal mit anderen Kinder neu anzufangen. Finden Sie das übertrieben? Tut mir schrechlich leid, daß ich so viel geschrieben habe, aber dieses Thema belastet mich sehr. Vielen, vielen Dank schonmal für Ihre Antwort!!! Vielleicht gibt es ja auch noch andere Mütter, die das auch schon erlebt haben.
Christiane Schuster
Hallo Elfi Ihre Sorgen kann ich sehr gut verstehen, da eigentlich Jeder von uns möchte, dass es seinem Kind gut geht. Dies ist ja auch sicherlich mit ein Grund gewesen, warum Sie diese Gruppe besuchen. Ist den anderen Eltern denn das ablehnende Verhalten Ihrem Sohn gegenüber noch nicht aufgefallen? Sprechen Sie doch einmal offen darüber, da sicherlich Alle möchten, dass ihre Kinder ein angemessenes Sozialverhalten erlernen. Beteiligen Sie sich die nächsten Male aktiv an den Spielen der Kinder. Die anderen Mütter sollten es natürlich auch tun. Heben Sie, bzw. am Besten die Mutter des "starken" Mädchens eine besondere Eigenschaft Ihres Sohnes hervor, indem Sie ihn vor den Augen/Ohren der anderen Kinder häufiger loben. Spielen Sie anfangs gezielt Spiele, die Ihr Sohn besonders gut kann. Auf diese Weise werden die Anderen feststellen, dass Ihr Sohn doch "ganz gut zu gebrauchen ist", während Ihr Sohn wieder mehr Vertrauen zu sich selbst finden wird. Viel Erfolg und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Hallo elfi, ich kann Dir in der Hinsicht zwar keinen Rat geben aber ich wollte Dir nur schreiben, daß ich Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen kann!! Würde mir und auch anderen Müttern sicherlich nicht anders gehen. Ich war bisher mit meiner Tochter, erst 17 Monate, zwar noch nicht in so einer Situation aber ich stelle es mir schrecklich vor, wenn so etwas mit ihr gemacht würde. Wie verhalten sich denn die Mütter der anderen Kinder? Versuchen die denn nicht irgendwie auf ihre Kinder einzuwirken, daß sie sich so nicht verhalten dürfen?? Ich drücke Euch jedenfalls ganz ganz fest die Daumen, daß sich die Situation mit den Kindern doch noch irgendwie wieder reguliert und bin auch gespannt auf den Rat von Frau Schuster. Liebe Grüße Sandra
Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe leider keinen Rat für Dich. Mich würde aber mal interessieren, was die anderen Mütter dazu sagen, gerade die der "Anführerin"!!! Zwar kann man seinen Kinder wohl solche Situationen in denen sie ausgegrenzt werden, nicht immer ersparen - aber in dem Alter und vor allem in einem Spielkreis MIT MÜTTERN finde ich das unmöglich! Ich an Deiner Stelle würde dringend mit den anderen Müttern reden und sie bitten, dafür zu sorgen, dass Dein Sohn zumindest nicht mehr aktiv geärgert wird. Das macht man einfach nicht und ich finde es echt traurig, dass sich sowas unter den Augen der Mütter abspielt. Wie geht das wohl erst in der Schule ab! Wenn sich die Situation dadurch nicht bessert, würde ich in der Tat nicht mehr hingehen, sondern Ausschau nach anderen Spielkameraden, vielleicht erstmal zur einen, halten. Bin schon gespannt auf Frau Schusters Antwort. Insbesondere auch, was man seinem Kind in einer solchen Situation raten bzw. wie man es stärken kann. Gruß, Mima
Mitglied inaktiv
Hallo Ihr zwei, vielen Dank für Eure Antworten. Es ist schön, wenn man weiß, daß es Menschen gibt, die unsere Situation ernst nehmen. Man hört sonst schon oft Sprüche wie "das wird schon wieder besser". Aber damit ist uns auch nicht geholfen. Im Bezug auf die anderen Mütter kann ich sagen, daß sie schon versuchen, ihre Kinder davon abzuhalten und sie dann auch oft nach dem Grund fragen (da bekommen sie aber keine Antwort) oder sie auch schimpfen. Ich weiß aber auch nicht, ob das die Lösung ist, denn vielleicht bewirkt das nur, daß die Kinder erst recht sauer auf unseren Sohn sind, wenn sie auch noch wegen ihm geschimpft bekommen. Vielleicht weiß ja Frau Schuster einen Rat. Lg Elfi
Mitglied inaktiv
wie wärs, wenn ihr noch 2 weiter kinder zu der gruppe nehmt. dann gibts bestimmt "neue regeln". ansonsten würd ich die gruppe wechseln. im KiGa gibts dann genug andere kinder, die mit ihm spielen können und da wirken die erzieherinnen auch anders drauf ein als "daheim" mit mamas. sie wird dann zwar auch anführerin sein, aber bestimmt nicht von allen kinder ;-) grüße petra
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