Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, meine Schwiegereltern wohnen nebenan und da ich an drei Tagen in der Woche arbeite ist mein 24 Monate alter Sohn auch oft bei meiner Schwiegermutter. Ich arbeite nun schon seit einem Jahr wieder und hatte bisher auch das Gefühl, daß alles ganz gut klappt. Aber jetzt, wo mein Sohn sich inzwischen sehr gut verständlich machen kann, kriege ich immer öfter mit, daß meine Schwiegermutter sich nicht daran hält, was wir ihr sagen. Beispiel: Gestern Abend war mein Mann mit meinem Sohn im Garten und sie kam wie immer gleich an und hat meinen Sohn "weggelockt", was mich übrigens auch sehr stört. Es war kurz vorm Abendessen und mein Mann hat extra nochmal gesagt, daß er aber jetzt kein Eis mehr essen soll, da er schon weiß, daß sie ihm immer viel Eis und Süßigkeiten gibt, da er eine zeitlang überhaupt nicht gerne zu ihr gegangen ist und sie dann irgendwann gemerkt hat, daß sie ihn mit Süßigkeiten bestechen kann. Na, jedenfalls hat mein Mann ihn dann kurze Zeit später wieder geholt und da hat mein Sohn ihm erzählt, daß er doch Eis bekommen hat, was meine Schwiegermutter dann auch zugeben hat. Es endete jedenfalls damit, daß es einen Riesenstreit gab und meine Schwiegermutter mal wieder NICHTS begriffen hat. Das war nur ein Beispiel von vielen. Als das Thema BSE aufkam, haben wir ihr gesagt, sie soll ihm keine Kochwurst usw. mehr geben und sie hat es einfach ignoriert. Wir haben schon oft versucht mit ihr zu reden, aber es ist alles zwecklos. Mein Schwiegervater hat in der Hinsicht auch keinen Einfluss oder er will keinen haben. Ich weiß es nicht. Sie weiß eben auch, daß wir im Punkto Babysitting auf sie angewiesen sind. Ich würde ihn am liebsten nur noch zu meiner Mutter bringen, weil ich bei ihr ganz genau weiß, daß sie nie etwas tun würde, was wir nicht wollen. Aber sie arbeitet selber und hat nicht so oft Zeit. Unsere Partnerschaft leidet inzwischen auch schon darunter, weil ich meinen Mann ständig die Ohren volljammere, obwohl er auch schon alles versucht hat und auch wirklich voll hinter mir steht. Wir fühlen uns so hilflos, weil wir überhaupt keine Ahnung haben, wie wir da wieder rauskommen sollen. Vielleicht haben Sie ja eine Idee. Vielen Dank Ines
Christiane Schuster
Hallo Ines Sie sind da wirklich in einer schwierigen Situation! Da ich glaube, dass Sie Ihre Schwiegermutter nicht ändern können und ihr Mann selbstverständlich zu ihr hält, wie Sie es wahrscheinlich auch machen würden, rate ich Ihnen, Ihren Sohn nur dann zu ihr gehen zu lassen, wenn es unbedingt nötig ist. Haben Sie schon mal an eine Tagesmutter gedacht? Begründen könnten Sie es damit, dass dort wahrscheinlich noch weitere Kinder betreut werden und Sie möchten, dass Ihr Sohn Kontakt zu anderen Kindern bekommt um ein gutes Sozialverhalten entwickeln zu können. Ein paar Stunden könnte er ja dennoch bei der Großmutter bleiben, damit er nicht ganz auf eine Oma verzichten muß. Ihr Sohn sollte auf keinen Fall merken, dass Sie recht unzufrieden sind. Dass die Oma Vieles anders macht als er es von zu Hause gewöhnt ist, können Sie ihm getrost sagen, da er es von sich aus schon bald feststellen wird. Wird Ihr Schatz weggelockt, während Sie oder Ihr Mann sich mit ihm beschäftigen, setzen Sie sich durch! Vor dem Essen gibt es einfach keinen Besuch mehr bei der Oma, und die wenige Zeit, die Sie gemeinsam zu Hause sind, möchten Sie mit Ihrem Sohn verbringen! Je höflicher und konsequenter Sie sich der Großmutter gegenüber verhalten, umso schneller werden Sie das Problem ohne große Streitigkeiten in den Griff bekommen. Selbst, wenn die Oma für kurze Zeit ein wenig "beleidigt" sein wird, wird sie sich bald daran gewöhnt haben, dass Sie ihr gegenüber nicht immer nachgeben. Viel Erfolg und: bis bald?
Mitglied inaktiv
liebe ines! wir haben fast das gleiche problem wie ihr.auch wir wohnen neben meinen schwiegereltern und meine schwiegermutter hatte zu anfangs ebenfalls gemeint, sich über unsere "prinzipien" hinwegzusetzen. bei uns gings es speziell um die süßigkeitensache und über ständiges "beknuddeln" unseres kindes. wir haben dann irgendwann mal ganz klar gesagt, daß wir ernst genommen werden möchten und ich habe zusätzlich noch gesagt, das ich so mit ihnen leben möchte, als wenn wir 10 km weiter weg wohnen würden. nur wegen der räumlichen nähe möchte ich nicht "gezwungen" sein, sich ständig zu "treffen" , sondern ein eigenes leben führen . das hat leider auch nicht so geklappt und schließlich bin ich auf distanz gegangen. sie haben uns seltener gesehen und nach einiger zeit, wurde es allmählich besser.ich fand dieses "vorenthalten" zwar auch doof, aber ich hatte absolut keine lust mehr auf ständiges ärgern. ich denke das es ganz wichtig ist, klar zu sagen was man denkt und was dieses verhalten von ihnen,letztendlich bei einem selber bewirkt. ich tue mich auch noch etwas schwer damit, so offen mit meinen schwiegereltern zu sprechen,bzw. habe es bis jetzt nur zum teil geschafft. ich hoffe, daß wir beide eine lösung finden und das verhältnis zu unseren schwiegereltern durch so eine sache nicht unnötig gestört wird. omas und opas sind ja schließlich auch wichtig für die kleinen! LG evi
Mitglied inaktiv
hallo ines das was du schreibst hätte von mir sein können :-( ich habe auch die schwiegereltern gleich nebenan und sie meine schwiegermu. glaub auch das man ein kind mit süßem locken muß. auch wenn ich sage es gibt nichts und bin dann weg, dann gibt sie ihr sooo viel. wenn ich was sage wird das einfach ignoriert. selbst unzählige klärende gespräche brachten nichts. sie meint sie wäre die übermutter schlecht hin und wir sind nicht in der lage ein kind zu erziehen. ich hasse sie schon richtig. bei allem redet sie uns rein....wir müßen das machen, müßen dies machen, so macht man das,.....fürchterlich. ich kann es nicht mehr hören. ich mache es jetzt wie evi. ich gehe nicht mehr oft zu ihr. nur gehe ich nicht arbeiten und bin zum glück nicht auf sie angewiesen, da ist es nicht so schlimm wenn ich sie mal 14 tage nicht sehe. im gegenteil ;-) die beziehung leidet bei uns auch sehr, weil ich mich sooo über sie ärger und meinem freund ständig nerye damit. er steht aber auch voll hinter mir und kann mich verstehen. hoffe auch auf eine ultimative lösung lg anja
Mitglied inaktiv
Hallo! Vielen Dank an Alle, die mir Tips gegeben haben. Es ist schön zu wissen, daß man nicht die Einzige ist, die dieses Problem hat. Die ultimative Lösung gibt es wahrscheinlich nicht, aber vielleicht sollte ich wirklich versuchen auf Distanz zu gehen und mir die Sache mit der Tagesmutter mal durch den Kopf gehen lassen.
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