Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Probleme bei Ankunft des neuen Baby

Frage: Probleme bei Ankunft des neuen Baby

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Hallo Frau Schuster, seit 5,5 Wochen ist Niklas (wird im März 3 Jahre) großer Bruder. Er mag seinen kleinen Bruder eigentlich ganz gerne, und bis auf kleine "Grobheiten" ist er auch lieb zu ihm. Auch wir als Eltern haben eigentlich keine Probleme mit ihm, bis auf die üblichen Trotzphasen... Nur gegenüber anderen Kindern wird unser Großer immer unausstehlicher. Der Höhepunkt war heute in der Spielgruppe, wo er wirklich jedes Kind geärgert hat. Das heißt, er fängt an zu schubsen und zu rangeln, heute hat er sogar den anderen Autos auf den Kopf gehauen. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich schimpfe natürlich mit ihm, aber ich habe das Gefühl, er beachtet das nur für den Moment, macht nach ein paar Minuten aber sofort weiter. Sein bester Freund wehrt sich natürlich, aber das Verhältnis der beiden hatte eh schon viel mit Rangeleit zu tun. Aber die anderen Kinder wehren sich meist nicht, fangen an zu weinen, was Niklas keineswegs davon abhält, weiterzumachen. Neuerdings ist es auch so, dass er fremde Kinder auf dem Spielplatz ohne Grund schubst oder mit Sand beschmeißt. Teilweise greift er sogar jüngere Kinder an, was mir zunehmend vor den anderen Müttern immer unangenehmer wird. Was raten Sie? Wie geht man mit solchen Situationen um oder besser, wie lasse ich solche Situationen gar nicht erst entstehen? Ich muß dazu sagen, daß wir uns zu Hause wohl auch mit allein beschäftigen, d.h. wenn das Baby schläft, bauen wir mit ihm Eisenbahn oder spielen Autos etc. -- wir versuchen also schon, ihn nicht zu kurz kommen zu lassen. Ich wäre dankbar für Ihre Hilfe Grüße Birgit


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Hallo Birgit Ihr Sohn möchte wahrscheinlich Allen beweisen, dass er wirklich der Stärkere (wie gegenüber seinem Bruder auch) ist. Loben Sie seine Fähigkeiten und bitten Sie ihn souverän, die Kleineren (auf dem Spielplatz) zu beschützen. Wehren sich in der Spielgruppe die anderen Kinder nicht, erklären Sie Niklas, dass Sie dann besagte Andere beschützen und trösten werden und sich dann leider nicht um ihn kümmern können.- Kommt er dann ein wenig eifersüchtig zu Ihnen, regen Sie ein gemeinsames Spiel der "Rivalen" an. Werden Sie seinem in diesem Alter üblichen, großen Bewegungsdrang gerecht, indem Sie ggf. mit ihm (oder auch er alleine) an einer Sportgruppe teilnehmen. Viel Erfolg und: bis bald?


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