Mitglied inaktiv
Hallo Frau Schuster! Unser Sohn (seit einer Woche drei Jahre alt) war immer ein sehr aufgeschlossenes, offenes Kind. Er hat die erste bekannte Fremdelphase quasi ausgesetzt, hatte nie Angst vor unbekannten Menschen und konnte jederzeit mal irgendwo "abgegeben" werden. Nun soll er bald in den Kindergarten kommen, aber nur die Gedanken daran bereiten mir wirklich Magenschmerzen. Es hat sich langsam entwickelt, schätzungsweise in den letzen 4 bis 6 Monaten. Unser Sohn ist momentan ein richtiger "Angsthase" geworden. Er sagt auch selbst, dass er Angst hat. Und das kann kein Nachgeplapper sein, weil wir ihm das ganz sicher nicht eingeredet haben. Nur in seinem engsten Kreis (Eltern, Großeltern, enge Freunde) bewegt er sich ganz normal. Zu sämtlichen anderen Leuten will er keinen Kontakt aufbauen. Er will weder mit anderen Kindern spielen (z.B. im Schwimmbad) oder Antwort geben. Sobald ihn jemand anspricht, blockt er total ab und dreht sich weg. Im Urlaub gab es beispielsweise einen Kindergarten mit einer wirklich wundervollen Erzieherin - aber auch da wollte er sich nicht öffnen. Am liebsten saß er alleine in einer Ecke und baute etwas oder spielte mit Autos. Er braute eine regelrechte Wand vor sich auf. Ist das jetzt zu dem Alter eine "normale" Phase? Können wir unserem Sohn irgendwie helfen, sie leichter zu überstehen? Und haben Sie Tipps für den Kindergartenstart Anfang September? Vielen Dank, YVonne
Christiane Schuster
Hallo Yvonne Wann eine Phase des Fremdelns eintritt, bestimmen die Kleinen und deren Entwicklungstempo ganz allein selbst. Zeigt Ihr Sohn nun Ängste gegenüber "Fremden", nehmen Sie die Ängste ernst und gönnen Sie ihm Ihre Sicherheit gebende Nähe, wann immer es möglich ist. Nehmen Sie ihn vertrauensvoll an die Hand oder auf den Arm, bevor Sie sich Fremden nähern, bzw. wenn Sie diesen Wunsch bei ihm beobachten können. Beteiligen Sie sich so oft wie möglich an seinem Spiel und fordern Sie hin und wieder mal 1-3 Kinder zum Mitspielen auf. Heben Sie im Spiel die Stärken Ihres Sohnes -auch vor anderen Personen- lobend hervor, um sein Selbstwertgefühl zu stärken. Gestalten Sie den Kiga-Start behutsam, indem Sie nach Absprache mit der Erzieherin die ersten Tage ebenfalls mit in der Gruppe bleiben und die Anwesenheitszeit langsam steigern. Freuen Sie sich mit Ihrem Sohn darüber, dass er im Kiga ganz viel Spielzeug vorfindet, viele neue Lieder, Spiele lernt, Ausflüge (wahrscheinlich) unternimmt und auch neue "Freunde" gewinnt, die ihn dann auch zu Hause mal besuchen dürfen. Liebe Grüße und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort! :-)
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