Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Komplexe, oder was ist es sonst ???

Frage: Komplexe, oder was ist es sonst ???

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Hallo Frau Schuster, jetzt muss ich mich doch mal an eine Fachkraft wenden, da ich mir keinen anderen Ausweg mehr weiß. Ich versuche mich kurz zu fassen. Also: Mein Sohn (3.12.98) geht seit Dez. in den Kindergarten. Wenn ich ihn morgens hinbringe, möchte er immer auf meinem Arm in den Gruppenraum reingetragen werden. Habe ich mitgemacht! Neuerdings muss ich ihn beim Abholen (meistens spielen dann alle Gruppen draussen im Gelände) auf dem Arm reintragen um seinen Rucksack zu holen und vom Raum bis quer durch das Gelände bis zum Zaun, wo es raus zur Straße geht auch wieder tragen. Der Hit war heute, da sollte ich ihn den kompletten Weg nach Hause tragen. Habe den größten Stress mit ihm gehabt. Was soll ich denn nur machen. Er mag auch keinen guten Morgen und Tschüss sagen - dann vergräbt er sich auch in meiner Schulter und Danke sagt er auch nicht. Alles erzwingen stößt nur noch mehr auf Ablehnung. Aber wie kann ich ihm diese Allüren austreiben? Wenn der Erzieher ihm beim Tschüss sagen auf dem Arm nehmen will und drücken, schreit er, als wolle man ihn abstechen. Das geht jetzt auch schon eine ganze lange Zeit so. Vielleicht hat es unterschwellig etwas mit seinem Bruder (7 Monate) zu tun??? Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich! Vielen DANK Gruß Claudia


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Hallo Claudia Wahrscheinlich möchte Ihr Sohn mit dem Getragen-Werden "nur" die Aufmerksamkeit aller Kinder auf sich lenken. Diese Tatsache kann schon durch das Vorhandensein seines Bruders verstärkt werden, da er seid seiner Anwesenheit nicht mehr der alleinige Mittelpunkt der Familie ist. Bringen Sie ihn in den KiGa, hat er Sie ganz für sich alleine, wenn er auf Ihrem Arm ist.- Beginnen Sie mit dem Abgewöhnen des Tragens, wenn Sie ihn abholen, indem Sie ihn in seiner Gruppe begrüßen und ihn darüber informieren, dass Sie schon mal seine Tasche holen, während er sich verabschiedet (oder auch nicht). Sicherlich wird er Ihnen nach anfänglichem Unmut schnell folgen.- Mag er weder Guten Morgen noch Tschüß noch Danke sagen, bilden Sie ganz betont sein Sprachrohr ohne ihn unter Druck zu setzen, es auch sagen zu müssen. Kinder orientieren sich an ihren Vorbildern, sodass er Sie irgendwann nachahmen wird. Viel Erfolg und: bis bald?


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