Mitglied inaktiv
Hallo Frau Schuster! Meine Tochter(3 Jahre und 5 Mon. alt) belastet irendetwas, aber ich weiß nicht was. Sie ist seit ein paar Wochen sehr still, weint schnell, zieht sich immer mehr zurück und ist(was vielleicht damit gar nichts zu tun hat) immer sehr müde. Ich habe drei verschiedene Ahnungen, was es sein könnte, aber ich komme einfach nicht an sie heran, sie erzählt mir nicht, was sie so bedrückt. Aber zu meinen Ahnungen: Verdacht Nr. 1: sie kommt seit längerer Zeit immer mit neuen blauen Flecken aus dem Kiga nach Hause, teilweise an stellen, wo es für mich unverständlich ist, wie man sich so etwas beim spielen zuziehen kann(z.B. vor 14 Tagen den ganzen Rücken quer rüber, knapp über dem Po alles voller blauer Flecke, oder jetzt am Freitag einen Kratzer am Auge). Und ich frage mich(eben weil sie sich so zurück zieht) ob es möglich wäre, das ein größeres Kind sie vielleicht schlägt, ärgert u.s.w. Auf Nachfragen, was sie denn dort gemacht hat, wie das passiert ist, sagt sie entweder: Weiß ich nicht oder Sag ich nicht! Am Montag werde ich mit den Erzieherinnen darüber sprechen, aber da sich die Kinder auch einzelnd oder paarweise zurückziehen können ohne Aufsicht, sind die auch nicht immer bei meinem Kind. Verdacht Nr.2: Unsere Katze ist vor 18 Tagen ganz plötzlich verstorben. Saskia hat morgens mitbekommen, das Tapsy(die Katze) krank ist und Schmerzen hatte(am Vorabend ging es der Katze noch blendend) und Nachmittags kommt sie aus dem Kiga und ich muss ihr erklären, das Tapsy gestorben ist. Ich habe es ihr ganz vorsichtig und verständlich versucht zu erklären. Das Tapsy eben krank war und das sie gestorben ist und leider nie wieder zu uns kommen kann, aber das sie jetzt im Himmel ist und es ihr dort gut geht, das sie dort mit Gipsy(der Hund meiner Eltern ist letztes Jahr gestorben) spielen kann und das sie jetzt immer vom Himmel auf Saskia herab schaut und auf sie aufpasst. Eigendlich dachte ich immer, das Tapsy für Saskia eben einfach nur da war(also das sie keine große Bedeutung für sie hatte), denn sie hat sehr selten mit ihr gespielt und eigendlich sind sowohl Katze als auch Kind immer ihre eigenden Wege gegangen. Doch sie hat auch die ersten Tage sehr gelitten, hat sich eben auch sehr zurück gezogen und war sehr auf ihr Lieblingskuscheltier bezogen, schleppte es überall mit herum u.s.w.(was ja auch in Ordnung war). Ich habe immer gedacht, Kinder verarbeiten den Tot eines Mensche oder eines Tieres viel schneller und besser als wir erwachsenen. Dann ging es ihr auch ein paar Tage später schon wieder besser. Leider nicht lange, denn kurze Zeit später(vielleicht noch einmal 2-3 Tage)zog sie sich eben wieder so sehr zurück, weint schnell und möchte oft gerne allein sein. Sie fragt auch jetzt noch viel nach Tapsy. Heute konnte ich kurze Zeit ein Lächeln auf ihr Gesicht zaubern, als ich sie fragte ob sie denn bald eine neue Katze haben möchte. Da hat sie sich gefreut, hat mir erzählt, was sie mit der neuen Katze alles machen möchte und fand es gar nicht schlimm, das das noch ein bisschen dauern wird(wir wollen erst nächsten Monat nach einer neuen Katze ausschau halten). Aber auch diese Freude hielt nicht all zu lange an und sie zog sich wieder zurück. Und mein dritter Verdacht: Hier bei uns hat sich in den letzten 14 Tagen viel verändert. Wir haben unser Wohnzimmer renoviert und Saskia fand es gar nicht toll, als sie morgens aufstand und feststellte, das sämtliche Tapeten von der Wand gerissen waren und keine Möbel mehr dort waren. An dem Morgen fühlte sie sich sichtlich Unwohl, aber gegen Mittag kam dann Oma und holte sie und ihren Bruder für 5 Tage zu sich(damit wir in Ruhe renovieren können). Als sie dann am Dienstag wieder nach Hause kam, war das Wohnzimmer zwar wieder eingeräumt und es waren neue Tapeten an der Wand, allerdings sieht es doch völlig anders aus als vorher, denn wir haben den Teppich heraus genommen um den Pakettfußboden darunter zu genießen*g*. Vielleicht mag sie es einfach nicht, oder es ist für sie eine so drastische Veränderung, das sie etwas Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen??? Außerdem darf sie seit 3 Tagen nichts zu trinken mehr mit ins Bett nehmen(bisher hatte sie immer ein Ventilbecher mit Wasser im Bett). Da sie aber keine Windel mehr möchte, haben wir gesagt: Entweder trinken und Windel um oder kein trinken und keine Windel. Das lief eine Zeit lang, bis sie etwas zu trinken mit ins Bett nahm und sich, wenn sie es ausgetrunken hatte, die Windel ab machte. Seither haben wir kosequent gesagt: weder Windel noch Trinken mit ins Bett!! Der erste Tag war natürlich höllisch, denn sie weinte, schrie, tobte, aber seit dem geht es sehr gut und letzte Nacht war die erste, wo sie nicht ins Bett gepieselt hat! Aber vielleicht ist das ein so großer "Verlust" für sie, das sie sich so zurück ziehen muss?? Ich weiß es nicht!! Wie komme ich nur an sie heran???? Wie kann ich wissen, das das was sie mir sagt auch der Wahrheit entspricht(sie erzählt öfter mal Geschichten, das z.B. im Kiga erst der eine, dann der andere sie geschupst haben und dann ist sie doch hingefallen o.ä.). Haben sie einen Rat für mich???? Ich danke ihnen jedenfals schon mal fürs zulesen. Liebe Grüße Ramona
Christiane Schuster
Hallo Ramona Meines Erachtens nach sollten Sie Ihrer Tochter und sich selbst erst noch mal ein wenig Zeit "gönnen", bevor Sie eine Heilpädagogin zu Rate ziehen. In letzter Zeit sind so viele Neuerungen in der Umgebung Ihrer Tochter eingetreten, die alle erst mal verarbeitet und akzeptiert werden müssen. Die "neue" Katze wird Ihrer Tochter sicherlich schon mal ein wenig von ihrer Unsicherheit nehmen und sie ablenken. Mit der Erzieherin sollten Sie unbedingt sprechen und sich genau über die Gründe der vielen blauen Flecke informieren. Selbst, wenn die Kleinen auch mal für kurze Zeit sich zurückziehen können, entbindet Das nicht die Erzieherin von ihrer Aufsichtspflicht. Traut sie den Kindern das Allein-Spiel nicht zu, hat sie dafür Sorge zu tragen, dass eine Aufsicht besteht. Spielen Sie mit Saskia zu Hause öfter mal "Märchenstunde". So kann sie ihrer Phantasie kontrolliert freien Raum lassen. Da Sie selbst auch ein Märchen erfinden, merkt sie, dass sie verstanden und akzeptiert wird. Haben Sie bei "normalen" Gesprächen dann mal das Gefühl, sie erzählt nicht die volle Wahrheit, fragen Sie sie verschwörerisch, ob sie gerade mal wieder "Märchenstunde" hat.- Sind Sie dann immer noch mißtrauisch, wenden Sie sich an die ebenfalls beteiligten Personen ohne Ihre Tochter fühlen zu lassen, dass Sie ihr mißtrauen. Da Ihr Schatz nun keine Windel mehr benötigt, können Sie ihr evtl. auch quasi als Belohnung eine Teilnahme an einem Schwimmkurs, einer Sportgruppe oder in der musik. Früherziehung (je nach Neigung) anbieten. Dadurch wird das Selbstbewußtsein meist erheblich gestärkt, sodass Ihre Tochter bestimmt bald wieder genauso fröhlich ist wie vor diesen vielen Ereignissen. Bringen Sie ihr viel Verständnis und Zuwendung entgegen, wird sie zu Ihnen ein besonders starkes Vertrauen aufbauen und schnell feststellen, dass sie immer zu Ihnen kommen kann, wenn sie Hilfe benötigt und sich selbst nicht zu helfen weiß. Haben Sie viel Geduld und: bis bald?
Mitglied inaktiv
hallo! Ich habe gerade dein problem mit deiner Tochter gelesen. Ich bin von Beruf Heilpädagogin und arbeite mit solch versteckten Problemen bei Kindern. Im Rahmem einer Spieltherapie legt das Kind seine Gefühle, Angste und Sorgen offen. Der Therapeut begleitet das Kind auf eine spezielle Weise so dass er das Kind versteht. Dies ist eine sehr wirksame Methode um gerade bei kleinen Kindern herauszufinden was sie bedrückt.Du kannst mir ja mal mailen, dann kann ich dir Näheres erzählen.Krabbelkaefer3@aol.com!!! Bis dahin LG Kirsten
Mitglied inaktiv
t
Die letzten 10 Beiträge
- Alles Gute!
- Mein Sohn 2,5 Jahre lehnt mich seit einem Jahr ab
- Umgang mit Schwiegermutter
- Kind möchte nach knapp 2 Monaten immer noch ungern in den Kindergarten
- Zu meiner Frage am 22.10.
- Trennungsangst - Eingewöhnung Kinderkrippe verschieben?
- Er hört gar nicht mehr auf mich
- Uneinigkeit zwischen Papa und Mama: Wie am besten bei Wutanfällen reagieren (2 Jahre)?
- Kind 12M wirft alles auf den Boden
- Papa nicht ernst nehmen