Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, ich habe Ihnen neulich schon einmal die Frage zu meinem unruhigen Kind (4 Wochen alt) gestellt, wie ich es - insbesondere Abends - zur Ruhe bringen kann. Spieluhr, reden ode sonstwas hilft alles nichts. Nun ist es mittlerweile so schlimm, daß er nach jeder Stillmahlzeit oder wenn er auch sonst eben mal kurz aufwacht sehr quengelig und unruhig ist und das ganze in einer Schreiattacke endet. Das einzige und wirklich das einzige ist, ihn hochzunehmen und durch die Gegend zu tragen (nur in der senkrechten!!!- keine andere Haltung, er muß immer gucken können). Er mag nach der Stillmahlzeit nicht auf Mamis oder Papis Bauch oder Brust liegen, er mag nicht in unserem Bett mit uns gemeinsam liegen, er mag nicht, wenn wir uns mit ihm beschäftigen, reden, singen.... er will immer nur getragen werden. Wenn er dann nach einer Viertelstunde richtig zur Ruhe gekommen ist, darf man sich gerne auch mal mit ihm hinsetzen, das "erlaubt" er gerade so. Wenn er dann aber noch munter genug ist, geht das Spiel nach 10 Minuten weiter. So lange, bis er auf unserem Bauch endlich einschläft und man ihn ins Bett oder sonstwo hin (Kinderwagen) legen kann. Legt man ihn in, wenn er noh nicht richtig "weg" ist, zu früh hin, geht das Spiel auch wieder von vorne los. Das ist für mich auf Dauer echt zu anstrengend. Ich hab einfach nicht die Kraft dafür, ihn zu jeder Zeit, auch nachts, stundenlang zu tragen. Ich würde mich doch schon freuen, wenn er auf meinem Bauch einschläft. Da kann ich wenigstens auch etwas schlafen. So kommt es, das unser Kind zur Zeit so gut wie gar nicht schläft. Jede zweite Nacht legt er eine Riesen-Pause von bis zu 9 Stunden ein, wo er offensichtlich Kraft für die nächsten 48 Stunden tankt. Schreien lassen hab ich auch mal probiert, aber dieses Kind beruhigt sich leider überhaupt nicht - im Gegenteil, es dreht immer mehr auf. Nach 1 1/2 Stunden ist man selbst fertig, das Kind eher nicht, aber er schwitzt dann vom Schreien. Ich schätze, das kostet ihn auch sehr viel Energie, die er zum Wachsen nötiger braucht. Deshalb: Was kann ich tun? Ich will ihn nicht tragen, hab jetzt schon irrsinnige Rückenschmerzen. Ich mag auch deshalb nicht unbedingt ein Tragetuch. Gibt es irgendwas, irgendeine Alternative? Alle Bekannten sagen nur, daß ich mir in so kurzer Zeit schon ein echtes "Problem" geschaffen habe. Ich soll ihn schreien lassen. Aber ich weiß, daß er sich - anders wie andere Kinder - nicht mehr beruhigt. Irgendwo hab ich nun auch etwas Angst davor, daß er dieses Spiel nun die nächsten Monate mit uns spielt. Was kann ich bloß tun? Und wielange wird dieser Zustand ungefähr anhalten?
Christiane Schuster
Hallo Cindy Auf keinen Fall sollten Sie Ihren 4Wochen jungen Sohn länger als 3-4Min. weinen lassen. In diesem Alter sind die Kleinen in ihrer völligen Hilflosigkeit ganz auf die Hilfe der Bezugsperson angewiesen. Weint er, ist das seine einzige Möglichkeit Ihnen mitzuteilen, dass er sich irgendwie nicht wohl fühlt. Wie sollte er ein immer stärkeres Vertrauen zu Ihnen aufbauen, wenn er sich auf Ihre Hilfe nicht verlassen kann?- Damit Ihr Sohn im Liegen Etwas anzuschauen hat, ist es ratsam, ein (Musik-) Mobile am oder über dem Bett aufzuhängen. Haben Sie auch schon mal verschiedene Liegepositionen ausprobiert? Einem Baby in diesem Alter können Sie gar nicht genug an Liebe und Zuwendung geben; somit können Sie es auch noch nicht verwöhnen. Legen Sie ihn immer in Ihre Nähe auf eine Krabbeldecke oder später auch in eine Baby-Wippe. Geben Sie ihm soviel körperliche Nähe wie eben möglich. Wenn Sie ihn nicht so viel tragen können, hilft Ihnen vielleicht Ihr Partner oder Ihre Bekannten? Mit zunehmender Mobilität wird sich dieses Bedürfnis, ständig getragen zu werden, ganz bestimmt ändern. Haben Sie noch ca. 2Mon. Geduld und freuen Sie sich, wenn Ihr Sohn früher diese unmittelbare, ständige Nähe nicht mehr benötigt. Halten Sie durch und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Hallo cindy, ich kann verstehe, dass Du mit den Nerven und Deiner Kraft am Ende bist. nir ging es in den ersten Wochen ganz aehnlich. Es wirkt vielleicht jetzt nicht gerade erbaulich aber es ist so: Es geht vorbei! Und im nachhinein betrachtet sogar sehr schnell! Mein Wurm ist nun 3,5 Monate alt und ist viel ruhiger und kann sich sogar richtig mit sich selbst beschaeftigen (wenn auch nur wenige Minuten). Auch er brauchte stets Koerperkontakt und war ebenfalls ein "Senkrechtbaby". Das vorsichtige hinlegen und hoffen, dass er nicht aufwacht, kenne ich nur zugut! Lass Dir jedoch nicht einreden, Du haettest Dein kind so hinerzogen. In der kurzen Zeit, diesen ersten Wochen kann man kein Kind erziehen, verziehen, verweohnen oder was auch immer. Lass es nicht schreien - das bringt gar nichts und Dein Kind wird nur frustriert, resigniert und erschoepft. Gib ihm soviel wie Du kannst - wenn Du am Ende deiner Geduld bist, lass Dir ein wenig helfen und erhole Dich. Aber lass es nicht lange schreien - das bringt absolut null! Ich habe mein Kind in der ersten Zeit viel im BabyBjoern getragen. das hat uns am meisten Ruhe und mir zwei freie Haende verschafft. Der Ruecken tat mir auch weh aber nach einiger Zeit bekommt man eine ordentliche Rueckenmuskulatur und der Schmerz verschwindet. Trag den Wurm soviel es geht - er braucht es und wenn Dir ein tragetuch nicht zusagt, versuch es mit dem BabyBjoern. Du wirst sehen, in wenigen Wochen wird alles ein wenig entspannter und lockerer werden! Ich habe auch von Kindern gehoert, die sich nicht gerne hinlegen lassen weil sie sich in der horizontalen Lage nicht wohlfuehlen aufgrund irgendwelcher Ohr-entwicklungen. Lass den Kopf nicht haengen - es wird bald besser! Gruss Jule PS: Und vergiss die Ratschlaege "schreien lassen" etc.
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Hallo! Ich kann da wirklich nur zustimmen, was zuvor geschrieben wurde. Meine Tochter ist jetzt 12 Wochen alt und auch wir haben die ersten 8 Wochen mehr schlecht wie recht überstanden. Aber jetzt werden wir für alle Mühe belohnt. Mittlerweile schläft sie 7 bis 8 Stunden durch und spielt in der Wippe ganz alleine fast 1 Stunde. Ich habe die Kleine auch nicht schreien lassen. Halte durch und gebe so viel Liebe wie du hast. Der kleine Wurm ist vollkommen von dir abhängig und brauch dich wie die Luft zum atmen. Glaube mir bald wirst du dafür belohnt. Das erste Lächeln und Jauchzen - etwas schöneres gibt es kaum. Alles Gute.
Mitglied inaktiv
Das Problem hatte ich mit meinem Sohn am Anfang auch. Uns hat ein Gymnastikball gerettet - mit Baby auf dem Arm draufsitzen und wippen hat das Herumtragen gleichwertig ersetzt, und wirkte auch als Einschlafhilfe! Laß Dir nicht einreden, Du würdest Dein Kind falsch erziehen. Manche brauchen eben weniger Schlaf und mehr Aufmerksamkeit. Mein Sohn hat von Anfang an nicht mehr als 11 Stunden pro Tag geschlafen. Und so lange die Kleinen noch nichts so richtig können (greifen, Kopf heben etc.), langweilen sie sich bestimmt, wenn sie wach sind. Wie gesagt: der Ball hat unser Familienleben gerettet. Und Kopf hoch: diese Phase geht, auch wenn man sich das kaum vorstellen kann, relativ schnell vorbei. Ab 8/9 Wochen wurde unser Sohn ein richtiger Sonnenschein. Alles Gute, Katarina
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Hallo Cindy, ich kenn das auch ... mein Sohn ist jetzt 2 Monate alt und er macht mir das Leben zur Hölle! Ich habe auch noch einen weiteren Sohn, der gerade mal 18 Monate alt ist, was das Ganze nicht gerade vereinfacht. Ich bete wirklich, daß das so schnell wie möglich aufhört. Bin wegs dem Streß sogar in psychiatrischer Behandlung. Ich fühle mit Dir! Christine
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ysfg
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Sag mal,hast du denn das tragetuch schon mal probiert? Mein Töchterlein ist auch so ein Tragling, wenn ich sie auf dem Arm trage - gehe ich nach einer Stunde am Stock, im Tuch kann ich sie den ganzen Tag tragen - und nebenbei noch alles mögliche erledigen. Leider macht man sich vor dem Baby oft nicht nicht wirklich gedanken WIE VIEL Arbeit und Anstrengung so ein Wurm kostet und ist dann ziemlich geschockt. Du solltst aber wissen, dass es fast allen jungen Müttern so oder ähnlich geht - aber das geht vorbei! Viel Durchhaltevermögen wünscht dir Jenny!
Mitglied inaktiv
Hi Cindy! Bei meinem Sohn Jannis Laurin war es genauso. Wir haben ihn auch dauernd herumtragen müssen. Jetzt ist er 16 Wochen alt, und mag so gut wie garnicht mehr auf dem Arm einschlafen. Er schläft seit 8 Wochen 8-12 Stunden nachts, nur in seiner Wiege. Mein Mann hatte in den ersten Wochen schon gedacht die wäre eine Fehlinvestition. Am Tage schläft Jannis meist nicht mehr als eine halbe Stunde am Stück. Das wichtigste allerdings ist, dass ihr ruhig und gelassen bleibt. Ich weiß selbst, dass das leichter gesagt als getan ist. Aber jetzt mit 3 Kindern weiß das es wirkilich richtig ist. Kopfhoch und noch ein bisschen Geduld, wenn sich euer Kind erst etwas beschäftigen kann, wird es auf alle Fälle besser. Ciao Jala
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Hallo Cindy! Björn brauchte viel meine Nähe. Ich trug ihn auch viel. (Ist relativ!) Allein schon wegen dem Geschwisterkind. Das ergibt sich so. Die Sicherheit, die Björn dadurch fühlte, beruhigte ihn und er schlief ein. Die innere Ruhe, die ich hatte, in dem Wissen das Richtige zu tun, das was ich auch fühlte, was ich auch mit mir selber vereinbaren konnte, strahlt auf das Kind. Es gibt schlechte Tage... sicher. Es ist dann schwer die Kraft zu finden. Blähungen können quälen. Leffax war ein täglicher Begleiter. Baden ist überhaugt eine prima Sache. Es geht vorbei. Das Betteln in Form von Quengeln bleibt. Aus dem Schreien wird ein Quengeln, was leichter zu ertragen ist, und dennoch nicht überhört wird. Ich wünsche viel Kraft. Einen lieben Gruß, Sonja
Mitglied inaktiv
Hallo, nochmal! Oh, ich las noch einmal. Wer die weise Ansicht vertritt das Baby doch schreien zu lassen, darf an sich zweifeln. Kenn ich.... Es ergeben sich am Tag sicher von alleine Situationen in denen das Baby schreien muß. Keine Mutter kann unversehends von der Toilette springen. Verwöhn das Kind nicht so... und Co. Das eigene Gefühl wird das beste Berater sein. Ich finde in der Verhaltensweise mit Kindern und für Kinder ist schon eine Menge an positiven Sichtweisen gewonnen worden. Insofern finde ich die Möglichkeit sich hier unter seinesgleichen zu bewegen, prima und hilfreich. Die Floskeln, Klischees sind nicht auf jede Familie passend. Es gibt noch keine Instanterziehung und bei Geburt kommt keine Gebrauchsanweisung gleich mit. Leider kann man seine Ohren nicht einfach real auf Durchzug stellen. Vielleicht hilft dann die Ablenkung von stillem fröhlichem Summen. Tut niemand weh. Das Kind wird ruhiger, wenn es das Gefühl vermittelt bekommt erhört zu werden. (Erwachsene beschweren sich, nicht gehört zu werden). Das mußte jetzt mal raus.
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