Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Ich weiß nicht mehr weiter...

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Frage: Ich weiß nicht mehr weiter...

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Hallo! Ich weiß gar nicht recht wo ich anfangen soll. Meine Tochter ist 16 Monate alt und ich dachte bis auf die kleinen Probleme ist alles in Ordnung. Aber ich kann einfach nicht mehr. 1. Da ich meine Tochter immer noch zum Teil stille, stosse ich überall so auf ablehnung (wie kann man bloß in dem Alter!!!). 2. Sie schläft nicht die ganze Nacht durch, sondern ungefähr6-7 Stunden am STück, was mir nichts ausmacht, da ich im Kinderzimmer eine Matratze habe und mich dann zu ihr lege, stille und gleich weiterschlafe.Aber ich bekomme immer zu hören das es abnormal ist. Außerdem läuft sie noch nicht ganz alleine. Dazu bekomme ich dann zu hören, sie müßte schon lange laufen, reden, alleine essen, durchschlafen..... Vor ein paar Tagen war ich beim Impfen und habe die Kinderärztin wegen dem Laufen gefragt, aber die sagte alles in Ordnung (an der Hand geht sie Ja) und war total begeistert, das sie schon soviel redet (Was meinen Schwiegereltern viel zu wenig ist.) Und darin besteht mein großtes Problem, ich eher nicht gerade selbstbewußt muß mir immer anhören, was ich alles falsch mache, und das ist anscheinend alles falsch. Das geht soweit, das ich mich mittlerweile frage, ob ich noch ein Kind möchte (ich wollte immer mehrere haben).Außerdem wollte ich immer recht früh ein Kind haben und dadurch, das mein Mann 2 Jahre jünger ist hat es halt ein bischen länger gedauert.(mit 29Jahren). Eigentlich ja nicht schlimm, nur hänge ich so an der Kleinen, das mein Mann sogar schon gemeint hat, wie bei einem Känguruh, nur der Beutel fehlt, das ich es immer mit rumtragen kann. Ich habe sie anfangs auch nicht aus der Hand geben wollen, hat sich mittlerweile aber schon gebessert. (Sie war auch schon mehrmals ein paar Stunden bei der Schwiegermutter, der das aber absolut nicht reicht.)Darüber regt sich meine Mutter wieder auf, die sich auch unbedingt öfter und Alleine haben will, was ich aber von anfang an gesagt habe, das ich das nicht mache, da meine Mutter eine sehr starke Raucherin ist(min. 3Schachteln am Tag). Wie kann ich es also anstellen, das es mir nicht so schwer fällt, wenn sie mal ein bischen weg ist (meistens stört es mich auch deswegen, weil Verbote, wie z.B. keine Schokolade dann ignoriert werden). Wie kann ich lernen, oder wo, etwas selbstbewußter zu werden, damit mich das alles nicht so fertig macht. Und wie auch andere Mütter habe ich das Problem, das sie ihre Grenzen austestet und nicht mehr auf Nein hört. Wenn ich sie aber schimpfe oder bestrafe tut es mir, glaub ich, mehr weh, wie ihr. Leider ist es jetzt sehr lang geworden, aber ich trage das schon zu lange mit mir rum. Im voraus Danke, Heike


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Hallo Heike Verzweifeln Sie nicht! Hören Sie sich die sicherlich gut gemeinten Ratschläge der Anderen zwar an, aber bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, wobei Sie sich auf Ihren natürlichen Mutterinstinkt und auf Ihren gesunden Menschenverstand verlassen sollten. Letztendlich haben Sie nämlich die Verantwortung übernommen, Ihren Schatz in eine sichere Selbständigkeit zu führen und nicht die Anderen! Tut es Ihnen und Ihrer Tochter gut, weiterhin zu stillen und können Sie Beide gut schlafen, wenn Sie ihr Nachtlager im Kinderzimmer aufschlagen, behalten Sie diese liebgewonnenen Angewohnheiten solange bei, bis Einer von Ihnen sich umorientiert. Alle gesunden Kinder lernen früher oder später laufen, sprechen und trocken zu werden. Da Ihre Ärztin diese Gesundheit Ihrer Tochter bescheinigt hat, brauchen Sie sich auch aus diesen Gründen keine Sorgen zu machen. Die Entwicklung des Kindes ist so individuell wie das Kind selbst. Eben, weil wir alle verschieden sind, sind wir Menschen und keine Roboter! Erziehen Sie Ihr(e) Kind(er) so, wie Sie und Ihr Partner es für richtig halten. Versuchen Sie stets ruhig und liebevoll aber konsequent zu bleiben. So wird Ihre ganze Familie ein zufriedenes, ausgeglichenes und harmonisches Leben führen. Noch ein kleiner Denkanstoß: Was halten Sie von einer Eltern-Kind-Gruppe, in der es sehr gut zum Erfahrungsaustausch und zu Kontakten gegenüber Gleichgesinnten kommt. Diese Kontakte ergeben sich dort sowohl für Ihre Tochter als auch für Sie und lassen Einen in Erziehungsfragen sicherer werden. Bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo Heike, erstens: fühl dich mal ganz doll in den Arm genommen! zweitens: du hast den ersten Schritt Richtung Selbstbewusstsein schon gemacht: du beschäftigst dich damit! Meine zweite Tochter ist jetzt schon fast 18 Monate alt, und ich stille sie auch noch. Sooo ungewöhnlich ist das auch nicht. Durchschlafen ist bei uns auch nicht drin, stört aber nicht, denn sie schläft neben mir im Bett. Wer sagt dir denn immer, dass du alles falsch machst? Ich hatte auch immer das Gefühl, dass ich in den Augen meiner Eltern nichts richtig mache. Aber irgendwann habe ich halt auch gemerkt, dass das Problem in mir liegt, und nicht bei den anderen. Für die anderen und für deren Gedanken bist du nicht verantwortlich, sondern nur für dein Leben, und im Moment für das deiner Tochter. Du musst es nicht immer allen recht machen, und es müssen dich auch nicht alle mögen. Vielleicht helfen dir ein paar Dinge, die ich zu praktizieren versuche, um mich innerlich aufzubauen: Sieh jeden Morgen in den Spiegel und sag zu dir selbst (laut), dass du dich gerne magst Stell dir innerlich vor, wie du als kleines Mädchen ausgesehen hast, und nimm dieses kleine Mädchen feste in den Arm und sag ihm, dass alles gut ist. Schick den Leuten, die dich unsicher machen, positive Gedanken, einfach so immer mal zwischendurch. Vor Gesprächen oder in Stress-Situationen helfen mir die Notfall-Tropfen (Bach-Blüten) immer sehr gut. Schreib dir deine Vorstellungen und Ziele für deine Tochter mal auf. Dann kann man sie nämlich auch viel besser anderen gegenüber formulieren. So, das sind so die Sachen, die ich immer mache. Und wenn die Zwerge allzu stressig werden, hilft nur noch: tief durchatmen, kurz in ein anderes Zimmer gehen, und wenn die Stress-Phase mehrere Tage dauert, dann den Mann einspannen und mal kurz alleine was machen. Dann kann man alles viel gelassener betrachten. Ich merke immer, dass ich nach meiner Reitstunde 1x die Woche für mindestens zwei Tage wieder Energie getankt habe. So, ich hoffe, ich konnte dir ein ganz klein wenig helfen. Jetzt muss ich meine Tochter stillen und in (mein) Bett bringen. Take care, Daniela


Mitglied inaktiv

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;o) Hi, also mit 16 Monaten muss man nun noch nicht sprechen wie ein Weltmeister. Jonas sagt nur Mama, Papa, Baabaa (Kaba) und Autooooo. Und dabei hat er einen grossen Bruder, der übrigens AUCH erst mit 16 Monaten gelaufen ist. Dafür hatte er ein paar mehr Babywörter auf Lager ;o) Meinen Grossen habe ich auch 15 Monate gestillt und durchgeschlafen hat er erst mit 24 Monaten. Der Kleine schläft schon seit er 6 Monate alt ist durch. Kids sind so unterschiedlich und mach Dir ja keinen Kopf über Kommentare von anderen. "Ei drauf backen" !!!!!! Wir kriegen heute noch dauernd eben diese megatollen Kommentare ab, was solls. Mach weiter wie DU es denkst. Zum Langzeitstillen gibt es ein tolles Buch von der La Leche Liga "Wir stillen noch". Meine Stillberaterin hat sogar ihre rotzfreche (also null MamaKind ;o)) Tochter 3 Jahre gestillt. Immer noch abends zum Einschlafen. Und was glaubst Du, was sie sich hat alles anhören dürfen, trotz ausgebildeter LLL-Stillberaterin. Alles Gute und lass Dir nicht Deinen Tag und Deinen familiären Ablauf vermiesen. Ist schon super, wenn man das alles selbst auf die Reihe kriegt, da brauch man nicht noch ätzende Ratschläge von Leuten die eh keinen Plan haben. Gruss Nina


Mitglied inaktiv

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Ja, ja die oberschlauen Kommentare kann man echt nur in die Tonne stopfen. Lisa (morgen 2,5 Jahre) stillt sich noch; ist erst mit 22 Monaten frei gelaufen (dafür sicher) und spricht gerade ein paar Wörter (Mama, Papa, Bebe, Pipi und Nein) Ich wünsche allen Geplagten ein dickes Fell und eine selektive Schwerhörigkeit ;))


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liebe heike, zu 1. ich habe unseren großen 26 mon. gestillt, bis er nicht mehr wollte. "der nuckelt noch mit 18 an deiner brust" zu 2. er hat das 1. mal mit ca. 2 jahren durchgeschlafen. war nicht so schlimm, denn er schläft immer noch in unserem bett, sind jetzt übrigens zu viert da drin :), ich nahm ihn kurz in den arm und unser aller nachtruhe ging weiter frei laufen mit 18 mon., heute fragt kein schwein mehr danach ;) babys und kleine kinder sind säuglinge UND traglinge. max geht seit er 22 mon. ist in die kita, ich brauchte die eingewöhnungsphase dringender als er ;). will sagen, das weggeben war bei mir ein langsamer prozess des loslassens. heute mit 2 kids bin ich ganz froh, dass er bis 14.00 uhr in der kita unsinn macht, statt zu hause ;). und das mit der schoki, na ja, da musste ich leider kompromisse machen. dafür muss er eben ordentlich zähne putzen und ich schaue, dass er auch noch was gesundes isst ;). selbstbewußter? hm, glaube nicht alles, was dir so erzählt wird ... und hör auf dein herz! wenn das sagt, für uns ist das so genau richtig, dann ist es auch richtig! grenzen austesten - ich schimpfe lieber einmal weniger, aber dann richtig (z. b. ich schicke den großen in sein zimmer, gebe ihm einen tüschermann :) und sage, wenn du fertig bist mit heulen/meckern/ ... können wir weiter spielen etc. klappt erstaunlich gut. und ich SAGE meinen beiden zwergen jeden tag, dass ich sie ganz doll lieb habe! alles gute heike, wie du liest, es gibt ganz viele mütter wie du eine bist! lg e.


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Liebe Heike, erstmal vorweg du machst alles richtig! Verlass dich auf dein Gefühl! Ich habe 13 Monate gestillt, unsere Kleine ist jetzt 17 Moante und schläft zur Zeit mal wieder nicht durch, daher hol ich sie die 2. Nachthälft zu uns ins Bett - na und ... Lass die Kommentare an dir abprallen so gut es geht, vor 30 Jahren hat man eben vieles anders gemacht. Ausserdem spricht unser Kleine auch noch nichts ausser mal ab und an Mama oder Papa, sie macht laut und deutlcih hmmm? wenn sie was wissen will. Verstehen tut sie alles. Ich kann dich gut verstehen, dass du deine Tochter nicht hergeben willst, meine Kleine gebe ich nur zu meiner Mutter, dort ist sie gerne und ich habe ein gutes Gefühl. Zur Schwiegermutter habe ich sie noch nie allein gegeben, sie ist zwar beleidigt, aber was solls. Wir kommen immer nur zu Besuch. Du brauchst dich niemandem gegenüber rechtfertigen, es sind immer die Mütter, die sich um die ganze Verwandschaft kümmern. Wie oft besucht denn dein Mann deine Mutter, oder ruft sie mal an? Wahrscheinlich viel seltener als du seine Mutter besuchst. Schau mal, dass du mit deinem Kind zu einer Eltern-Kind Gruppe gehen kannst oder gehe in ein Fitness-Studio mit Kinderbetreuung, da kommst du mal raus, triffst dich mit anderen Eltern, kannst ein bischen trainieren und dein Kind hat auch noch Spass. Ich wünsch dir alles Liebe Eva


Mitglied inaktiv

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Vielen Dank für die netten Worte und Anregungen. Jetzt hab ich nur noch eine Frage. Wo kann ich erfahren, ob und wo es so eine Eltern-Kind-Gruppe gibt? Bei der Gemeinde vielleicht?! Bis bald Heike


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Hallo Heike Eine Eltern-Kind-Gruppe gibt es z.B. an Familienbildungsstätten, in der Gemeinde oder über caritative Verbände wie DRK, ASB, Malteser... Wenden Sie sich am Besten gleich an die betreffenden Stellen, das Pfarrbüro oder das zuständige Jugendamt. Überlegen Sie bitte vorher, was Sie von dieser Gruppe erwarten, da Einige unter Führung von ausgebildeten Fachkräften laufen, Andere eine Interessengemeinschaft bilden. Viel Glück und: bis bald?


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