Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Ich mag nimmer - durchwachte Nächte

Frage: Ich mag nimmer - durchwachte Nächte

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Seit fast zwei Wochen pennt Malte (22 Monate) nachts nicht mehr in seinem Bett. Tagsüber kein Problem, mittags leg ich ihn hin, und er pröddelt noch ne halbe Stunde rum und schläft dann schön - und lange, bis zu 2,5h. Kein Wunder, denn er muß ja auch nächtlichen Schlaf nachholen. Im Moment läßt er sich abends nämlich nicht in sein Bett legen. Und es ist keine Wut, kein "Ich-will-nicht"-Nölen, wenn ich ihn hinlegen will, sondern es ist pure Verzweiflung. Nach drei verzweifelten Abenden inkl. Versuche, daß ich bei ihm bleibe (neben ihm liegend), bis er eingeschlafen ist, nützten nichts. Er wachte nach nicht mal einer Stunde Verzweiflung weinend wieder auf. Seither legen wir ihn abends gleich in unser Bett und hoffen auf eine Phase. Er schläft ohne murren ein. Wenn wir ins Bett wollen, liegt er aber schon quer. Die ganze Nacht ist er im Moment sehr unruhig, er wälzt sich herum, wenn er einen von uns erwischt, tritt und haut er im Schlaf nach ihm oder krallt sich regelrecht weinend fest. Aber immer im Schlaf. Er scheint Alpträume zu haben, schreit zwischendurch auf, und auch das Aufwachen morgens ist meist abrupt und heftig - bis er merkt, er liegt zwischen uns, dann ist alles ok und er kuschelt sich noch eine Viertelstunde an. Vielleicht liegt es daran, daß er sich im Moment sehr entwickelt. Auch wenn er immer noch kaum Worte spricht (Mama, Papa, Auto, Malte), diskutiert er derzeit um jede Sache, er hat eine ausgesprochen gezielte und deutliche Gebärdensprache entwickelt (haben wir ihm nicht beigebracht), und auch äußerlich tut sich im Moment eine ganze Menge, er wird immer mehr zum kleinen Jungen. Das alles tröstet mich nicht darüber hinweg, daß wir im Moment echte Horrornächte erleben, und wir langsam nicht mehr wissen, was wir noch machen können. Zumal wir einfach auch mal unseren Schlaf brauchen, ich bin in der 22. SSW, und mein Mann muß ja auch fit sein für den Job... übernächtigte und etwas entnervte Grüße, Sandra


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Hallo Sandra Falls möglich, kann Ihr Sohn für eine begrenzte Zeit auf einer Matratze oder in einem Reisebett direkt neben dem großen Bett schlafen? Er wird unbewußt die Veränderungen spüren, die in Kürze seine bisher kleine aber gewohnte Umgebung betrifft. Diese Tatsache verunsichert ihn so sehr, dass er sich Tag und Nacht Hilfe suchend an seine Bezugspersonen wendet. Erklären Sie ihm ruhig und liebevoll, dass er schon so groß ist, dass für ihn im großen Bett der Platz zu klein geworden ist und wecken Sie ggf. die Freude auf ein morgendliches, gemeinsames Kuschelstündchen im großen Bett. Gönnen Sie ihm zum Einschlafen das Hören einer "Bettkassette" und versprechen Sie ihm noch einen Kuß, wenn Sie selbst ins Bett gehen. Viel Erfolg und: Kopf hoch!


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