Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Hin- und Hergerissen

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Frage: Hin- und Hergerissen

Mitglied inaktiv

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Hallo allerseits, ich hoffe ich finde hier im Forum Leserinnen, die etwas mit meinem Beitrag anzufangen finden, insbesondere natürlich Frau Schuster. Also, ich habe 2 Kinder im Alter von 15 Monaten und 4 Jahren. Mir bereitet es eigentlich von Geburt des zweiten Kindes an Schwierigkeiten zwischen der "Erziehung" oder besser Behandlung der zwei Kinder hin- und herzuspringen. Auf der einen Seite das süße Baby, dem man absolut noch nicht böse sein kann, auf der anderen Seite das größere Kind, das einen ausgeprägten Willen hat, zu Trotzanfällen neigt, bockig sein kann und dem man sehr wohl schon böse sein kann. Für sich betrachtet ist der "Große" ein richtig Süßer. Was mir aber wie gesagt Kummer macht, ist dieses Wechselbad der Gefühle. Wenn ich mt dem Großen mal wieder schimpfen musste (und das kommt viel öfter als bei dem Kleinen vor) plagt mich das schlechte Gewissen. Ich frage mich, ob ich den Kleinen mehr liebe, als den Großen. Gibt es das überhaupt, dass man ein Kind mehr liebt als das andere oder sind dies einfach nur emotionale Unterschiede, die sich durch den Altersunterschied erklären lassen? Ein heikles Thema, ich hoffe auf viele ehrliche Antworten und Erfahrungen von Mehrfach-Mamas. Danke und liebe Grüsse an alle Heike


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Hallo Heike Versuchen Sie sich mal in die Lage des Großen hinein zu versetzen: da liegt plötzlich so ein Bündel Mensch in der Wiege, das ihn aus dem Mittelpunkt der Familie verdrängt und ihm dazu auch noch seine über alles geliebte Mutter für lange Zeiten am Tag wegnimmt!- Um wenigstens noch ein bißchen Aufmerksamkeit zu bekommen sind ihm besonders gerade die Mittel recht, bei denen seine Mutter umgehend reagiert.- An Stelle mit ihm zu schimpfen, nehmen Sie all`Ihre Energie zusammen um ihn liebevoll in den Arm oder auf den Schoß zu nehmen. Sagen Sie ihm, dass Sie ihn genau so lieb haben wie das Baby und loben Sie ihn häufig, was er schon alles kann und auch macht im Gegensatz zu dem Kleinen. Holen Sie immer mal wieder seinen Rat ein, wenn es um die herstellung eines Nachtischs oder um gewisse Besorgungen geht. Richten Sie einmal am Tag eine feste Zeit ein, in der Sie ausschließlich Zeit für den Großen haben (wenn der Kleine schläft?). Sagen und begründen Sie ihm diese Vorgehensweise. Vielleicht kann der Große auch einen besonderen Kurs besuchen (Schwimmkurs?), eben weil er schon so vernünftig ist?- Auf diese Weise wird er sich akzeptiert und geliebt fühlen, sodass seine Verhaltensweisen bald wieder seinem Alter entsprechen, da er von Ihnen genügend Liebe und Aufmerksamkeit erfährt. Sie werden sich gegenseitig wieder näher kommen. Versuchen Sie`s und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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hallo heike, meine beiden söhne sind fast 3 j und fast 4 mon. :). ich kenne auch dieses wechselbad, das sich z. z. aber nur auf den "großen" bezieht. dem kleinen war ich noch nie böse, auch wenn er noch so viel geweint hat ;). beim großen hatte ich die letzte richtige krise sprich aggression gegen ihn, als er mich arschloch nannte (habe hier frau schuster deswegen auch um rat gefragt). dann wieder bin ich sooooo gerührt, wenn er z. b. zu mir kommt und sagt, baby mika weint nach dich ;) oder er mit seinem kleinen bruder im arm einschläft oder er ganz cool okay sagt, wenn ich trotz meines versprechens doch noch nicht auto spielen kommen kann, weil der kleine mal wieder alles voll gespuckt hat und wir erst duschen müssen ;). ich glaube nicht, dass ich einen von den beiden mal mein lieblingskind nennen werde. nee, die sind beide richtig so wie sie sind und ich liebe sie alle BEIDE :). lg e.


Mitglied inaktiv

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...und ich kenne das, was Du beschrieben hast. Ich bin aber der Meinung, daß Du nicht eines vorziehst, sondern: 1. sind die Großen wesentlich willensstärker als die Kleinen, und somit anstrengender. Überleg mal: als Dein große(r??) so klein war hast Du doch bestimmt auch nicht soviel mit ihm/Ihr geschimpft, oder ??? 2. hat man bei dem zweiten Kind (so ist es jedenfalls bei mir) wesentlich mehr Erfahrung und Ruhe, weil man einfach viel mehr weiß. Das wirkt sich aus. Vorschlag: wir haben es so gemacht, vielleicht könnt Ihr ja auch so etwas oder ähnlich einführen?? Und zwar: Die Lucas/SEbastian - Zeit. Einmal in der Woche nehmen mein Mann und ich uns (jeweils für eines im Wechsel) Zeit nur für ein Kind. Mit Sebastian gehe ich fast ausschließlich Spazieren, und mit Lucas ins Schwimmbad. Es muß nicht viel sein, dem Lucas reichen schon so 2 - 3 Stunden... Aber sie wissen, das man sie noch liebt, auch wenn man sich zwischen beiden oft zerreißen muß... Ja, wir haben auch schöne (sehr schöne) Zeiten. Falls jemand meinen Beitrag von gestern gelesen hat... Sylvia


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