Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Hilfe meine Tochter ist eine Heulsuse

Frage: Hilfe meine Tochter ist eine Heulsuse

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Schuster, meine Tochter ist im Jan. 5J. geworden und heult immer noch wegen wirklich jeder Kleinigkeit wie eine Sirene los. Jetzt hatte ich heute im Kiga eine Unterhaltung mit der Erzieherin und die meinte d. Annika es in der Schule evtl. einmal sehr schwer haben wird, d. sie sich nicht so gut zur Wehr setzen kann. Haben Sie irgendeinen Tipp wie ich ihr helfen kann. Kennen noch mehr das Problem? Annika hat das wohl geerbt, ich wäre als Kind genauso gewesen und meine Mutter ebenfalls. Ich kann also nachvollziehn, d. sie sich auch wenn sie heult (bzw.anschl.) vielleicht sogar schämt. Ich habe ihr auch schon oft erklärt, d. man mit reden, auch mal schimpfen weiterkommt wie mit heulen. Aber es hilft nicht viel. Die kleinste Kleinigkeit (z.B. die kleine Schwester sitzt auf dem Platz der Großen) wirft sie total aus der Bahn. Die Kleine ärgert die Große dann auch schon ganz geschickt und die ist erst 2J. Was ist dann später mal in derSchule los, wenn ihr die Lehrerin nicht so zur Seite stehen kann?


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Hallo Sabine Stärken Sie das Selbstbewußtsein Ihrer Tochter. Geben Sie ihr kleine, leicht zu bewältigende Aufgaben um Sie anschließend verschwenderisch loben zu können. Ermutigen Sie sie immer wieder zu eigenständigem Tun. Lassen Sie sie an einer Sport- oder anderen Interessen-Gruppe teilnehmen, wie z. B. musik. Früherziehung, Ballett, Reiten... Dort wird sie feststellen, dass sie Dinge kann, die nicht Jeder auch kann. Ihr Selbstwertgefühl wird gesteigert, während sie sich gleichzeitig in einer Gruppe Gleichgesinnter einen Platz schaffen muß. Weint sie wieder einmal scheinbar grundlos, informieren Sie sie liebevoll, dass das Weinen keine Lösung bringen wird. Bieten Sie ihr eine Alternative; z.B.: sitzt die Kleine auf dem Platz der Großen, kann sie ihr ein Abwechseln vorschlagen, sich auf den Platz der Kleinen setzen oder die Kleine vorsichtig von dem Platz herunterschieben. Nachdem Sie ihr diese Lösungsmöglichkeiten angeboten haben, sollten Sie ihr Weinen gar nicht weiter beachten, sie aber loben, wenn sie eine Lösung quasi eigenständig gefunden hat. Viel Erfolg und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo, meine Freundin hat eine Tochter im gleichen Alter und hatte ewig dasselbe Problem. Beobachte dich und deine Tochter einmal ganz genau. In welchen Situationen heult sie los (bist du in unmittelbarer Nähe bzw. Hörweite?). Wie hast du bis jetzt darauf reagiert ? Hast du sie immer gleich getröstet ? (=Mamas Aufmerksamkeit nur für mich). Meine Freundin hatte irgendwann die Nase gestrichen voll von dem Theater und hat das Heulen einfach nicht mehr beachtet. Sie hat dann einfach gesagt: "Wenn du mit dem Heulen fertig bist, dann können wir ... machen /spielen oder dann kannst du mir bei ... helfen (denk dir irgendeine Aufgabe aus, die ihr Selbstbewusstsein fördert). Dafür bekam ihre Tochter umso mehr Lob und Beachtung, wenn sie sich gerade gut (normal) benahm. Es dauerte glaube ich etwa einen Monat, da hatte sich das Verhalten der Kleinen total verändert. Natürlich gab es auch immer wieder einmal einen Rückschlag, so nach dem Motto: Man kanns ja nochmal versuchen :o)) LG, Sister72


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