Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, unsere Tochter ist nun 14 Monate alt. Es nervt uns extrem, daß sie überhaupt keine halbwegs fixen Schlafens- und Essenszeiten einhalten kann bzw. will. Die Zeiten differieren um bis zu fünf Stunden. Das heißt, manchmal will sie um 12 Uhr Mittag ihr Mittagessen, am nächsten Tag erst um 17 Uhr, am übernächsten Tag um 15 Uhr usw. Mit den Schlafenszeiten verhält es sich genauso. Wir haben mehr als ein Jahr versucht, möglichst viel auf unsere Tochter einzugehen, sie dann ins Bett zu legen, wenn sie Müdigkeit gezeigt hat, sie zu füttern, wenn sie hungrig war usw. Aber diese unregelmäßigen Zeiten lassen sich mit unserem Familien-und Berufsleben überhaupt nicht mehr vereinbaren. Ich weiß nicht, wie oft ich schon frischgekochtes Essen weggeschüttet habe, weil das Kind statt mittags erst abends hungrig war und ich das Essen nicht aufwärmen konnte. Und ich weiß nicht, wieviele Termine wir schon versäumt haben, weil das Kind partout nicht bzw. erst drei Stunden später schlafen wollte. An manchen Tagen lege ich sie zehn- zwanzigmal ins Bett, weil sie die Augen reibt, gähnt und müde scheint, und dann schläft sie doch erst Stunden später wirklich ein. Während dieser stundenlangen Schlafkämpfe bekommt sie manchmal auch wieder Hunger bzw. sie schreit manchmal vor Hunger, manchmal vor Müdigkeit, es ist nicht definierbar. Und jeder Tag verläuft völlig anders. Wir sind schön langsam verzweifelt. Erfahrene Eltern in unserem Freundeskreis konnten uns zwar auch nicht helfen, haben aber wenigstens bestätigt, daß wir keine völlig unfähigen Eltern sind, sondern daß unsere Tochter im Vergleich zu anderen Kindern wirklich recht schwierig ist. Woran kann das liegen ? Mein Mann und ich führen eine sehr glückliche Ehe, unser Familienleben verläuft ruhig und friedlich und müßte unserer unruhigen kleinen Tochter eigentlich genug Stabilität geben. Ich beschäftige mich auch sehr viel mit der Kleinen, sowohl allein als auch in einer Spielgruppe mit anderen Kindern. Sie ist sehr aufgeweckt und spricht schon mindestens 30 Worte, also können wir doch nicht alles falsch gemacht haben ?! Was ich eigentlich am Ende dieser langen Tirade wissen wollte ist, wie "streng" man mit einem 14 Monate alten Kind umgehen kann. Kann ich sie täglich zu einer fixen Zeit ins Bett legen und sie so lange im Bett lassen, bis sie eingeschlafen ist ? Oder schadet es meiner Tochter, wenn ich ihr Wutgeschrei ignoriere bzw. ihr nur ruhig erkläre, daß sie jetzt schlafen soll ? Soll ich streng bzw. konsequent bleiben, oder ist sie dafür noch zu klein ? Vielen Dank für Ihre Hilfe von einer geplagten und ziemlich verunsicherten Mutter
Christiane Schuster
Hallo Sylvie Verhalten Sie sich Ihrer Tochter gegenüber zwar konsequent aber nicht streng sondern liebevoll gegenüber. Hat sie nicht gelernt, gewisse Grenzen zu erkennen und Regeln einzuhalten, kann sie sich nicht sicher orientieren und handelt ziel-, bzw. wahllos.- Sicherlich haben Sie schon ungefähr herausgefunden, wann Ihre Tochter mittags hungrig ist. Bereiten Sie entsprechend die Mahlzeit zwischen 12.00-13.00Uhr zu und essen Sie dann möglichst gemeinsam. Mag Ihre Tochter nicht essen oder wirft sie ihren Teller absichtlich auf den Boden, sagen Sie ihr einmal, dass sie wohl keinen Hunger zu haben scheint und Sie das Essen dann wegräumen können. Reagiert sie nicht, handeln Sie, ohne auf die Wut Ihrer Tochter Rücksicht zu nehmen.- Bleiben Sie dabei (nach außen hin) so gelassen, wie eben möglich. Es wird ihr sicherlich nicht schaden, wenn sie mal eine Mahlzeit auslässt. Vermeiden Sie -außer einem Stück Obst- die Zwischenmahlzeiten, wird sie sich abends schon überlegen ob es nicht doch besser ist zu essen.- Bieten Sie Ihrem Schatz tagsüber statt des Bettes eine Kuschelecke an, in die sie sich freiwillig! oder auch mit Ihnen zum Ausruhen zurückziehen kann. Vielleicht mit einer entspannenden CD oder einer Märchen-Kassette?- Ist sie richtig müde, wird sie zufrieden einschlafen. Wenn nicht, ist sie abends entsprechend müde. Legen Sie sie abends zwischen 19.00Uhr und 20.30Uhr ins Bett und lassen Sie sie wiederum eine CD hören, bzw. bieten Sie ihr eine Spieluhr an, die den Übergang vom Wachen zum Schlafen erleichtern wird. Vor dem Schlafen sollten Sie ein tägl. gleiches Einschlaf-Ritual durchführen, damit Ihr Schatz erkennen kann, was jetzt zu tun ist. Nach 3-4 Tagen wird sie sich halbwegs an diese Zeiten gewöhnt haben und auch die liebevoll gezeigten Grenzen bei den Mahlzeiten anerkennen (müssen). Haben Sie -auch im Hinblick auf die Hautkrankheit- mal an eine Mutter-Kind-Kur gedacht? Lassen Sie sich mal von Ihrem Kinderarzt darüber informieren. Verzweifeln Sie nicht und halten Sie durch!! Bis bald?
Mitglied inaktiv
... von mir aus könnte meine Tochter ja ungehindert spielen und müßte keinen Mittagsschlaf halten, aber sie ist ja wirklich irgendwann müde und will trotzdem nicht schlafen. Vor Müdigkeit beißt und kratzt sie dann fürchterlich, sie fällt auch hin und schlägt sich den Kopf an und ähnliches, sie will auch nicht kuscheln, getragen werden, abgelenkt oder beruhigt werden, alles löst weitere Heul-Anfälle aus.
Mitglied inaktiv
.. heute ist wieder mal so ein typischer Tag, meine Tochter hat seit dem Frühstück weder geschlafen noch etwas gegessen. Gerade eben hat sie mir das Essen entgegengespuckt und den Teller auf den Boden geworfen, obwohl ich eines ihrer Lieblingsgerichte gekocht habe. Eigentlich wollte ich heute noch spazierengehen, aber nun traue ich mich nicht, weil ich weiß, daß sie irgendwann hungrig werden und dann unterwegs ein furchtbares Theater veranstalten wird. Und meine Tochter sitzt nun heulend auf dem Küchenfußboden, will nicht essen, ist aber hungrig, will nicht ins Bett, will auch nicht spielen und schon gar nicht von mir getragen werden. Sie tobt und wirft die Küchenstühle um. Ein weiteres Problem ist, daß meine Tochter eine Hautkrankheit hat und wir mit ihr auf Urlaub ans Meer fahren sollen. Mit ihrem Verhalten trauen wir uns aber in kein Hotel. Selbst das kinderfreundlichste Hotel bzw. die Gäste werden irgendwann ausflippen, wenn unsere Tochter Tag und Nacht nur schreit und tobt und das Essen herumwirft. Ich bin wirklich verzweifelt. Unsere Tochter war ein absolutes Wunschkind. Wir haben unzählige Ratgeber gelesen und wirklich versucht, auf unsere Tochter einzugehen. Wir haben unser ganzes Leben auf sie eingestellt und versucht, alle ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Aber statt einem glücklichen Kind haben wir jetzt ein kleines Monster, das total unglücklich und unzufrieden ist. Ich würde mich nicht aufregen, wenn das nur eine Phase wäre. Klar, daß jedes Kind mal mehr oder weniger anstrengend ist. Aber unsere Tochter ist immer so ! Wir halten das bald nicht mehr aus. Gibt es nicht irgendjemanden, der ein 14 Monate altes Kind adoptieren will ? Sie sieht unglaublich süß aus, aber wie sang schon Elvis Presley ? "Devil in Disguise". Entschuldigen Sie bitte meine ausführlichen Klagen und danke für Ihre Hilfe eine verzweifelte Sylvie
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