Mitglied inaktiv
Ich schreibe im Namen meiner Schwester. Sie ist 23, alleinerziehend und mit ihrem Sohn derzeit total überfordert. Der Junge ist 2 3/4 und man hat den Eindruck er sei hyperaktiv. Er kann sich mit nichts lange beschäftigen, macht Möbel und andere Dinge mutwillig kaputt, tut Tieren weh, beschimpft seine Mutter mit Ausdrücken, ist nicht fähig Spielsachen mit anderen Kindern zu teilen, alles ist immer "seins". Zudem redet er den ganzen Tag wie ein Waserfall und die Sätze immer 5 mal hintereinander und ziemlich schnell. zu sagen wäre da, daß meine Schwester nie ruhig mit diesem Kind umgegangen ist. Alles läuft immer schnell ab und irgendwie hektisch. Auch hat der Junge als Kind viele Medikamente bekommen, wegen ständiger Krankheiten (Antibiotikum). Liegt es denn nun an der Hektik meiner Schwester oder wie kann man ihr sonst helfen, denn ich mache mir wirklich Sorgen. Ich selbst als etwas ruhigere Person wäre auch mit ihm überfordert. Können homöopathische Mittel Abhilfe schaffen, oder eine Mutter-Kind-Kur? Bei der Erziehungsberatungsstelle war sie schon und da meinte man, sie könne doch stolz auf ihr aktives Kind sein?!?!?! Über eine Antwort Ihrerseits wären wir sehr dankbar. MFG
Christiane Schuster
Hallo Sabine Mit einer Mutter-Kind-Kur wäre sicherlich Beiden erst mal geholfen, da Ihre Schwester sich dort auch mal auf sich selbst besinnen kann und zur Ruhe kommen wird. Meist ist es dort so, dass die Kinder vormittags von Fachkräften betreut werden, damit die Mütter in Ruhe ihre Anwendungen nehmen und an verschiedenen workshops teilnehmen können. Der Nachmittag wird von Mutter und Kind gemeinsam gestaltet. Es wird Gelegenheit zu gemeinsamen Spaziergängen, anderen Unternehmungen und zum Erfahrungsaustausch geboten, während man zusätzlich kompetente Tipps erhält um sein "Leben nach der Kur" zufriedenstellend in den Griff zu bekommen. Da es bis zur Bewilligung einer Kur meist einige Zeit dauert, rate ich Ihrer Schwester zum Besuch einer Eltern-Kind-Gruppe, -auch Spiel- oder Krabbelgruppe genannt. Diese Gruppen gibt es sowohl fachlich geführt als auch informell. Ebenfalls überlegenswert ist m. E. nach eine Tagesmutter, die den Jungen regelmäßig eine gewisse Stundenzahl betreut, damit Ihre Schwester auch mal wieder nur an sich denken kann, sodass ihre Nerven "auftanken" können. Liebe Grüße und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Hallo Namensvetterin! Vielleicht ist dein Neffe ja so unruhig, weil auch deine Schwester so ist. Es ist schon manchmal schwierig, wenn der Vater da ist. Aber ich glaube, eine alleinerziehende Mutter hat noch weniger Zeit, mal an sich zu denken und wird dann natürlich nervöser. Du schreibst, daß du selber eine ruhige Person bist. Vielleicht könntest du ihn ihr manchmal für ein paar Stunden abnehmen. Denn ich denke, daß sich deine ruhige Art auf deinen Neffen übertragen könnte. Und wenn deine Schwester mal ein paar Stunden für sich hat, wird sie bestimmt auch ein bißchen ruhiger. Ich merke es manchmal bei mir selber: Wenn ich nervös und hektisch bin, färbt sich das besonders auf meinen Sohn ab. Wenn ich dann wieder Zeit für mich finde, und alles gelassener nehme, wird auch er wieder ruhiger. Versucht es doch mal. Ich wünsche euch noch alles Gute! LG Sabine!
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