Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Bin ich eine Rabenmutter?

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Frage: Bin ich eine Rabenmutter?

Mitglied inaktiv

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Hab schon ein ziehmlich mießes Gefühl. Immer Samstags geht mein Sohn den vormittag zur Oma, wo er jetzt auch über mittags schläft. Das ist ja nicht so schlimm. Das finde ich eher normal. Und gerade jetzt ist er sehr sehr anstrengend. "Ich muss alles haben, bin überall dran, und wehe du lässt mich nicht." Können sie sich sicher vorstellen. So und jetzt das schlimme: Heute bin ich mit Philipp und Oma (nachdem er bei ihr war) also so gegen 14Uhr gemeinsam einkaufen gegangen und danach Kaffeetrinken bei uns zuhause. Als dann die Oma um 16 Uhr wieder gehen wollte hat er fürchterlich geweint, so auf die art nimm mich doch wieder mit, oder geh nicht. Als ob er bei mir einen Horror hätte. Und weil ihr der Philipp so leid tat, nahm sie in wieder mit. Bis 18Uhr, und dann sollte ich ihm holen. So jetzt kommt aber da schreckliche: Irgentwie war ich froh darüber, das sie den Quengelgeist wieder mitnahm. Ob das schlimm ist? Andererseits war ich schon ein bisschen traurig, das er weg wollte von mir. Kann es denn wirklich so schlimm sein bei mir? (da gab er mir das Gefühl er hätte die Oma lieber als mich) Wie sehen sie das? Michaela


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Hallo Michaela Reden Sie sich kein schlechtes Gewissen ein oder denken Sie eine Rabenmutter zu sein! Was meinen Sie, wie Philipp reagieren würde, wenn er mal 2-3Tage bei Oma verbringen würde?- Er würde sich nichts sehnlicher wünschen als wieder zu seiner Mama zu kommen.- Mit zwei Jahren hat er den Unterschied von Eltern und Großeltern schon erkannt. Er weiß, dass er von Oma Alles, was er sich wünscht haben kann.- In der Beziehung sind die Omas privilegiert und genießen ihr Großmutter-Dasein. Schließlich haben sie nur noch einen geringen Erziehungs-Auftrag und können ihren Enkel immer dann abgeben, wenn er anstrengend wird.- Sie aber haben die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, Ihrem Sohn auch Grenzen und Regeln aufzuzeigen um ihn so in eine sichere Selbständigkeit zu führen. Diese Grenzen sind nicht immer angenehm und gleich für Ihren Sohn verständlich, sodass er versucht sie zu umgehen, was ihm kurzfristig bei Oma gelingt. Dass Sie zwischendurch auch mal an sich denken möchten, ist nur zu verständlich; denn auch Sie haben Wünsche und Bedürfnisse, die wenigstens halbwegs befriedigt werden möchten. Sie sehen, es ist alles in bester Ordnung und Sie sind für Ihren Schatz die beste Mutter, die es gibt!- Lassen Sie ihn ohne schlechtes Gewissen auch die Vorzüge einer Oma genießen. Bis bald?


Mitglied inaktiv

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Liebe Michaela, Du bist keine Rabenmutter - die Oma ist eine liebe, kuschelige Henne! Mal im Ernst. Du als Mutter bist die "Institution der Disziplin, der Regeln, der Genauigkeit". Auch wenn es nicht so dramatisch ist, im Prinzip stimmt es doch, oder nicht? Die Oma ist nur super lieb, da kann man allet tun, was man will. Hast Du Dir schon mal darueber Gedanken gemacht, warum Grosseltern so vernarrt in ihre Enkelkinder sind? Ist doch klar: Sie koennen ihren Liebesschwall austoben, alles erlauben, alle Wuensche erfuellen - aber am Abend wird das Kind zurueckgegeben. Du bist keine Rabenmutter, du bist nur die Mutter. Und nicht die Oma. Ayse


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