Mitglied inaktiv
Liebe Frau Schuster, die Tochter meiner Freundin (6 Jahre) hat die letzten 1,5 Jahre weder ins Bett noch tagsüber in die Hose gemacht. Seit ca. 2 Monaten passiert das mehrmals täglich und jede Nacht. Körperliche Ursachen konnte der Kinderarzt nicht finden. Er rät uns zu Geduld und Verständnis, im Kindergarten raten Sie uns zu Strafen und Verboten. Was sollen wir tun? Langsam geht uns die Bettwäsche aus...... Vielen Dank für Ihren Rat im voraus. Andreas Busler
Christiane Schuster
Hallo Andreas Wie Esther schon sagte, sollten Sie auf keinen Fall mit Verboten oder Strafen reagieren. Dem Mädchen wird das Einnässen selbst unangenehm sein. Falls Ihre Beziehung seid etwa diesem Zeitpunkt besteht, könnte evtl. Eifersucht eine der Ursachen sein, da das Kind seine Mutter mit Ihnen teilen muß und sich vielleicht manches Mal wie "das 5.Rad am Wagen" fühlt. In jedem Fall ist eine besonders liebevolle Zuwendung anzuraten um das Mädchen von der häufig nassen Wäsche dauerhaft zu befreien. Nehmen Sie (oder die Freundin) das Kind liebevoll in den Arm und erklären Sie ihr, dass auch Sie nachempfinden können, dass eine nasse Hose nicht gerade angenehm ist. Bieten Sie Ihre Hilfe an, indem Sie zu geregelten Zeiten (ca. alle 2-3Std.) das Mädchen an den Toilettengang erinnern. Um diese Ermahnung nicht peinlich werden zu lassen, vereinbaren Sie ein spezielles Lied, ein In-die-Hände-Klatschen, o.Ä. Je näher die Schlafenszeit rückt, umso mehr sollte auf allzu viel Flüssigkeits-Aufnahme verzichtet werden. Wecken Sie das Kind nach Absprache noch einmal behutsam um es zum Klo zu führen, wenn Sie selbst ins Bett gehen. Gehen Sie generell verschwenderisch mit Lob um, um das Selbstbewußtsein des Kindes zu stärken. Viel Erfolg und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Lieber Andreas, ich "oute" mich jetzt mal: ich habe als Kind bis ich 14 Jahre alt war, beinahe jede Nacht ins Bett gemacht. Meine Eltern haben alles versucht: zum Kinderarzt, Verbote, Bestrafungen (meine Geschwister durften mit ihnen zur Oma - 100km weiter weg- fahren, ich mußte bei einer Nachbarin bleiben; mich mit 8 Jahren in Windeln gewickelt und der ganzen Straße gezeigt; mir die nassen Unterhosen über den Kopf gezogen und meine Geschwister haben mich ausgelacht) und das alles hat es nur noch schlimmer gemacht. Meine größte Angst war, daß ich nie einen Freund haben würde, weil ich ins Bett mache. Bitte, reagiert verständnisvoll und nicht mit Verboten und/Bestrafungen. Ihr könnt ja einfach mal versuchen, nach 17.00 nichts mehr bzw. ganz wenig zum Trinken zu geben und vorm ins Bett gehen géht die Mama noch mal mit ihr auf Toilette. Dem Kind wird es selber unangenehm sein und peinlich. Wenn es nicht besser wird (hat sich im Leben der Mutter Beziehungstechnisch seit den 1,5 Jahren etwas verändert?) solltet ihr vielleicht mit dem Kind zum Kinderpsychologen gehen? Ich wünsche Euch und vor allem dem Mädchen alles Gute und das es bald wieder in Ordnung kommt. Esther P.S. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mich gerne mal anmailen : c@gbys.de
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