Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Beerdigung - an alle

Frage: Beerdigung - an alle

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Hallo zusammen. Die Oma meines Mannes ist gestorben und wir müssen nun zur Beerdigung. Da es die Uroma unserer Lütten (11 Monate) ist, sind wir der Meinung, daß sie mitkommt. Wie steht ihr dazu? Sie ist zu klein, um es zu begreifen, wird also keinen schaden nehmen. Allerdings wird sie kaum die ganze Zeit mucksmäuschenstill sein - was ja andere stören könnte. Aber, es war ja Ihre Uroma... Vielen Dank für alle Tipps und Meinungen Liebe Grüße Kerstin


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Hallo Kerstin Ihre Tochter gehört zu der Beerdigung dazu wie alle anderen Trauergäste auch! Zwar kann ein Kind die gesammte Zeit nicht mucksmäuschen still sein aber: ein erkälteter Angehöriger kann Das auch nicht! Nehmen Sie ihr ein Bilderbuch (Gebetbuch?), einen (oder 2?) Kekse und ein wenig zu trinken mit und stellen Sie den Kinderwagen neben die Bank, sodass bei größerer Unruhe auch mal ein Positionswechsel möglich ist. Auch wenn Ihre Tochter noch nicht allzu viel von der Zeremonie verstehen wird, wird sie auf diese Weise daran gewöhnt, dass der Tod zum Leben dazu gehört wie das Lachen und Weinen auch. Ist Ihre Tochter nicht ein sicheres Zeichen dafür, dass das Leben immer weiter geht? Vielleicht wird sie auf diese Weise sogar einigen Trauernden Trost spenden können.- Alles Gute und: bis bald?


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Hallo! Leonie war mit 7 MOnaten zur Beerdigung meiner Oma mit. Sie hat wohl die gedrückte Stimmung bemerkt und war wirklich die ganze Zeit auf dem Arm meines Mannes ruhig, obwohl sie sonst sehr lebhaft war und ist. Der Pfarrer hat uns darauf angesprochen, daß er es sehr schön findet, daß auch das jüngste Familienmitglied dabei ist und Leonie durfte im KiWa den Gang zum Grab anführen. Viele Grüße, Ivonne


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bei einer traurigen Beerdigung waren die kleinen Kinder dort wenigstens etwas positives - ich würde sie mitnehmen. Du kannst Dir die Kapelle ja vorher anschauen und falls nötig einen Rückzug planen. Auf dem Friedhof draussen ist es dann m.E. nach eh kein Problem Gruss


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Wir hatten auch vor kurzem einen Todesfall in der Familie und ich habe mein Kind (3) nicht mitgenommen. Erstmal würde es alles eh nicht verstehen und 2. kann man ein Kind nicht immer ruhig halten. Stell Dir mal vor, bei der Trauerrede fängt Dein Kind an zu weinen, warum auch immer, kann ja pssieren, das geht einfach nicht Jeder sollte im Stillen trauern. Oder was machst Du, wenn Dein Kind ne neue Windel braucht, da ist kein Platz dafür. Ich würde danach mit dem Kind hingehen (habe ich auch so gemacht) und ein paar Blümchen hinlegen. Überlege es Dir, Du möchtest doch sicher auch in Ruhe trauern.


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Hallo, ich denke schon, dass du die Kleine mitnehmen solltest! Du hast ja schon geschrieben - sie war ihre Urenkelin! Ich denke, dass in solchen Situationen schon die Familie zusammengehört - und da gehören die Kleinsten doch auch dazu!! Denke mal nach, hätte die Uroma sich nicht gewünscht, dass die Familie auf ihrer Bestattung zusammen ist? Natürlich mag es sein, dass sie nicht die ganze Zeit still wie ein Mäuschen ist - aber das wird doch niemand von einem Baby erwarten!!! Ich persönlich könnte in schwierigen Situationen wie dieser nicht ohne meine Tochter - ich brauch sie zum Trösten, wie sie mich braucht! Ich würde sie mitnehmen! LG Jenny


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Als Emma drei Wochen alt war ist mein Opa gestorben die Beerdigung war drei Wochen später und wir hatten sie auch dabei, das lag einfach daran das wir 500 km weit weg wohnen. Ich hatte sie im Tragesack und sie hat zwar geschlafen aber meine Stimmung gemerkt und immer gemeckert sobald ich mich hingesetzt habe. Ich habe dann während der Trauerfeier vor der Kapelle gewartet und bin immer noch sehr traurig das ich nicht dabei war sondern nur bei der urnenversenkung ich mache EMma (mittlerweile 17 Monate) keine Vorwurf. Sie hat das ganze aufgeheitert, vorallendingen bei meiner Mama (Emma ist das erste Enkelkind und Urenkelchen) Es war ihr Papa. Ich würde deine MAus mitnehmen. Sie gehört einfach dazu.


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