Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

An SilkeL zu ihrem Beitrag

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Frage: An SilkeL zu ihrem Beitrag

Mitglied inaktiv

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Hallo Silke, habe mit Begeisterung deinen Beitrag gelesen. ENDLICH! Endlich jemand der mein Problem beschreibt, das eigentlich keines mehr ist. Ich kann voll und ganz bestätigen, was du schreibst, denn ich habe die letzten Wochen verzweifelt nach einem Ausweg gesucht. Meine kleine Tochter (16 Monate) hatte auch mit einem Male heftigere Wut- und Weinanfälle bei den geringsten Anlässen. Und auch ich habe dann meistens gereizt darauf reagiert. Bis vor einer Woche. Sie schob ihren Puppenbuggy durch die Wohnung (ich war mit Hausarbeit beschäftigt) und weinte und brüllte, weil sie öfter mal anstieß. Ich dachte mir nur: Warum tut sie das - ist doch nicht so schlimm? Ich setzte mich zu ihr und fragte sie, ob ich ihr helfen solle, worauf ich nur noch mehr Geschrei erntete. Dann begriff ich, es war nicht das anstoßen des Buggys. Es war die Zeit, die ich nicht für sie hatte. Also nahm ich sie auf den Arm (heftiges Wehren) und redete leise mit ihr. Ich sagte, dass ich jetzt ein bischen mit ihr spiele und sie ganz doll lieb habe und es mir leid tut, dass ich so viel Hausarbeit mache. Tja, und irgendwann wurde sie ruhig und gab mir einen Kuss. Danach schoben wir gemeinsam den Buggy durch die Gegend, fütterten die Puppe und mein Kind war den Rest des Tages einfach super drauf. Ich denke, dass Problem ist, zu unterscheiden und in sich zu gehen, anstatt sofort genervt zu reagieren weil die Kleinen "schon den ganzen Tag mies drauf sind". Und natürlich, die Nerven zu behalten und vor allem: Es aus voller Überzeugung tun und versuchen, die Kleinen zu verstehen. Danke für deinen Beitrag Marietta


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Hallo Marietta Auch wenn Sie mich nicht um einen Rat gebeten haben, möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mit Ihrem Posting Anderen wahrscheinlich Mut machen, noch mehr auf die eigene, innere Stimme zu hören und ganz besonders die Individualität des eigenen Kindes zu berücksichtigen. Es ist sicherlich alles Andere als einfach, gerade in den ersten Lebensjahren die Wünsche und Bedürfnisse der Kleinen gleich erkennen zu können und sie gleichzeitig liebevoll dahingehend zu lenken, dass sie Grenzen und Regeln anerkennen um in eine sichere Selbständigkeit zu gelangen!- Danke und: alles Gute!


Mitglied inaktiv

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Nichts zu danken, ich habe ja da nichts neues erfunden (-: Ja, Du hast recht: Ich glaube auch, manchmal ist man versucht, einfach viel zu wenig nachzufragen, WARUM die Kinder so reagieren, wie sie reagieren. Gerade bei Wutanfällen steht ja doch gedanklich oft im Vordergrund, seinem Kind nichts "durchgehen" zu lassen und es nicht zu einem kleinen Tyrannen zu erziehen - was ich natürlich auch nicht will (-: - Aber für mich war dieser Denkanstoß auch Gold wert und ich denke, vor allem für Momo. Dabei ist es im Prinzip so naheliegend und einfach, daß es fast schon peinlich ist, wenn man nicht selber darauf kommt ... Habe mich über Deinen Beitrag gefreut ! Liebe Grüße, Silke


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