Mitglied inaktiv
Guten Tag Frau Schuster, mein Alltag ist momentan die Hölle, was sicher nicht nur an den Kindern, sondern auch an mir liegt. Es fällt mir schwer, da wieder raus zu kommen. Meine Söhne sind 2,9 Jahre und 10 Monate alt. Der Große wurde 16 Monate lang gestillt, den Kleinen stille ich nach Bedarf, meist zum Einschlafen und nachts wenn er wach wird. Wie oft habe ich gelesen, dass gestillte Kinder ausgeglichen und lieb sind, dass Babies, wenn ihre Bedürfnisse gleich gestillt werden, später ganz zufrieden sind und auch mal warten können. Mein Großer trotzt rum seit er eineinhalb ist, er flennt wegen jedem Sch..., ärgert seinen Bruder ständig und schläft vielleicht alle drei Monate einmal durch. Natürlich kann er auch ganz lieb sein, hilft im Haushalt, spielt auch mal alleine usw. Der Kleine hatte zwei Monate seines Lebens wunderbar durchgeschlafen, jetzt wird er ständig in der Nacht wach. Natürlich kenne ich ihre Tipps zum Thema schlafen. Seers habe ich auch schon gelesen und das was da drin steht praktizieren wir zum Wohle der Kinder. Ihre Tipps können wir leider nicht beherzigen, wegen unserer Wohnsituation. Unsere Söhne kommen beide jede Nacht ins Ehebett, das nur 1,40 m breit ist. Wir haben zu viert nur das eine (große) Schlafzimmer. Ihre Betten sind unmittelbar neben unserem weils vom Raum her nicht anders geht, und trotzdem schlafen sie nur bei uns weiter, auch weil ich da bei keinem von beiden an irgendein Schlaftraining denken kann, sonst werden ja alle wieder wach. Es kann auch niemand auf ein anderes Zimmer ausweichen. Der Große will nachts nur von mir getröstet werden (träumt wohl schlecht und kommt dann in unser Bett). Den Kleinen stille ich, damit gleich wieder Ruhe ist. Mit ihm liege ich dann am Fußende des Bettes, wird der Große wieder wach, kraxel ich hoch und so geht das mehrmals pro Nacht.Vom Papa, der sich sehr bemüht will sich keiner von beiden trösten lassen. Tagsüber schlafen ist nicht drin für mich und mein Mann (selbständig) kann mich leider auch nicht entlasten, da er selbst meist 14 Std. arbeitet, sonntags auch ein paar Stunden. Die Schwiegermutter kann nur ab und zu kommen und das dann nur, damit ich in unser Büro kann. Ich gehe immer schnell oben raus und schimpfe und schreie auch viel mit dem Großen rum, wenn er mich provoziert. Ich kann da nicht mehr ruhig bleiben und bis 20 zählen. Ich finde auch, er soll wissen, dass sein Verhalten nicht richtig ist. Warum sollen die Eltern immer cool bleiben und diese kleinen "Monster" dürfen mit uns machen was sie wollen? Ständig lese ich wie ruhig man in dieser oder jener Situation bleiben soll, das gehört zur Entwicklung usw. Man soll die Kinder mit ins Bett nehmen wegen der Geborgenheit bla, bla. Ich mach das alles auch gerne, aber jetzt kann ich nicht mehr und ich weiß nicht wie ichs gebacken krieg, dass wir alle zufrieden sind. Ich hab in 2,5 Jahren kaum durchgeschlafen und nie ausgeschlafen, vielleicht raste ich auch deswegen so aus, wie meine Mutter früher, bei ihr hab ichs gehaßt und selber merke ich ihn dem Moment wo ich tille, was für einen Scheiß ich mache und höre trotzdem nicht auf, was raten sie mir für mich und meine Nerven, gibts da Medikamente? Was machen wir mit der Schlaferei? Sollen wir so weitermachen bis wir unser Haus gebaut haben (das kann noch mindestens ein halbes Jahr dauern)? Ich hab jetzt nur ganz schnell geschrieben weil ich wenig Zeit habe, eigentlich gibts noch so vieles zu berichten, gerne würde ich tiefer auf Einzelheiten eingehen. Vielleicht können Sie mir schon mal raten oder wenn Sie noch mehr Infos brauchen, melde ich mich nochmal. Erst mal danke ich ihnen herzlich Marion
Christiane Schuster
Hallo Marion Ganz spontan möchte ich Ihnen zu einer Kur raten;; am Besten, noch vor dem Hausbau, der noch zusätzlich an Ihren Nerven zerren wird. Dazu müßten Sie den Kleinen verständlicher Weise abstillen. Gleichzeitig sollten Sie überlegen, den Großen im KiGa, bzw. in einer Kita (je nach Wohnort) anzumelden, sodass wenigstens für Jeden tagsüber genügend Platz zum Spielen, toben und: zum Auftanken bleibt. Eine überlastete Mutter kann gar nicht zu jeder Zeit angemessen reagieren, wenngleich die Kleinen lernen sollten, dass auch Erziehende "nur" Menschen mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen sind, die ab und an befriedigt werden möchten.- Dringend rate ich Ihnen, mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen zu sprechen, der ggf. eine Kur befürwortet, die anschließend von der Krankenkasse genehmigt werden muß. Die Kasse ist es dann auch, die für diese Zeit eine Haushaltshilfe finanziert, die Sie, wenn Sie wollen und können, selbst wählen dürfen. Ist es zum Schlafen nicht möglich, den Kleinen (oder den Großen) über Nacht ins Wohnzimmer zu schieben, mit der Begründung, dass er dort dann seine Ruhe hat (und Sie auch ein wenig mehr)? Denken Sie mal drüber nach.- Halten Sie durch und: bis bald?
Mitglied inaktiv
Hallo Marion, ich weiß genau was Du meinst. Ich habe zwar nur ein Kind, 16 Monate, aber sie ist zeitweise auch sehr sehr anstrengend. Mit dem Schlafen klappt es jetzt wenigstens seit ein paar Wochen einigermaßen. Dennoch kommt sie immer gegen 4.00 Uhr in unser Bett und ich muß sie stillen damit sie weiterschläft. Sonst ist sie tagsüber schon recht eigenwillig, wenn ihr was nicht paßt wird geheult, gejammert, um sich geschlagen usw. Manchmal frage ich mich einfach warum sie so ist und komme zu dem Schluß, daß es nicht an mir liegen kann. Ich bemühe mich immer sehr mit ihr, versuche auch in diesen besagten Situationen ruhig und gelassen zu bleiben aber irgendwie nutzt es ja alles nichts!! Wie war Dein Großer als sein kleiner Bruder noch nicht auf der Welt war? Einfacher? Ich könnte mir momentan absolut nicht vorstellen noch ein 2. kind zu bekommen, ich weiß genau daß ich dem ganz und garnicht gewachsen wäre. Ich wünsche Euch und mir, daß es bald besser wird mit unseren kleinen "Biestern"!!! Herzliche Grüße Sabine
Mitglied inaktiv
Hallo, ich muß sagen das ist echt eine Sch..Situation. In deiner haut möchte ich echt nicht stecken, sorry, ich weiß da auch keine Lösung, wollte dir nur sagen daß ich deine seelische Lage gut nachempfinden kann. Vielleicht hilft dir das ja ein bißchen! Kannst du nicht mal versuchen den Kleinen vielleicht im Wohnzimmer schlafen zu lassen? Meine Bekannte macht das so.. er schläft im Schlafzimmer ein, und wenn die Eltern ins bett gehen rollen sie das gitterbett ins Wohnzimmer, dann sind die Kinder getrennt und können einander nicht so leicht aufwecken. Und der Große hat auf anhieb wieder durchgeschlafen weil er mit den Eltern alleine war (und stolz) und vom Kleinen nicht mehr geweckt wurde. Geht das bei euch vielleicht? Liebe Grüße Susanne
Mitglied inaktiv
Liebe Marion- ich kann Dir sehr gut nachfühlen, wie es Dir geht. Bevor ich aber irgendwelche Ratschläge habe(wenn überHAUPT...) wie ist denn Eure genaue Wohnsituation? Wie muss man sich das vorstellen? Ich möchte sagen, dass wir auch nicht so gut dransind mit dem Platz, haben neben einem gemeinsamen noch 2 Stiefkinder, die hier wohnen, und so habe ich mir eben ein Feldbett in die Küche gestellt, wenn ich nicht mehr konnte!(Bin jetzt auch wieder schwanger...) Eines ist ganz ganz wichtig: klar muss es den Kindern gutgehen, ABER den Kindern kann es auch nur dann wirklich gutgehen, wenn sie ausgeglichene Eltern haben, die auch ab und zu mal an sich selbst denken- das ist echt wichtig! Nun gilt es, einen Plan dafür zu entwerfen, deshalb meine Frage nach Eurer Situation- wenn Du Lust hast, schreib doch schnell was dazu- ich wünsch e Dir sehr, dass Du einmal Luft holen kannst- Du wirst Dich danach nicht mehr wiedererkennen- und das ist noch nicht einmal egoistisch! Ganz liebe grüsse, Nele
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