Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Alles ist MEINS !!!!!

Frage: Alles ist MEINS !!!!!

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Schuster, seit gestern ist mein Sohn (17 Monate) in einer Phse, die er hoffentlich schnell wieder aufgibt. Eine Bekannte mit Tochter(17 Monate) war bei uns zu Besuch. War auch alles ganz toll. Bis die kleine dann aufs Bobby-Car wollte. Sohnemann hin und hat sie runtergezogen. Ich ihn dann zur Seite genommen und hab ihm erklärt, das jetzt erst Viola fährt und dann er. Er am schreien und am Toben. Viola war dann fertig mit fahren. Simon dann rauf aufs Auto und gefahren. Viola wllte dann aus Schaukelpferd. Simon vom Bobby-Car gesprungen und wollte Viola vom Pferd holen. Gleiches Spiel wie vorher. Ich geschimpft, er geheult. Das ging dann den ganzen Mittag so. Egal wo Viola drauf wollte, wollte er sie runterschubsen. Ich weiß jetzt nicht so genau wie ich reagieren soll. Bin echt für jeden Tip dankbar. LG gaby


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Hallo Gaby Diese Phase wird tatsächlich bald wieder vorüber sein, wenn Simon erkannt hat, dass SEINS auch wirklich SEINS bleibt. Er steckt gerade in einer Phase der Ich-Findung, die entsprechend verstärkt zum Ausdruck kommt. Da Sie für die Kinder 2 "Fortbewegungsmittel" haben, können Sie Nichts weiter tun als ihn liebevoll darauf hinzuweisen, dass sich Viola und er ja abwechseln können. Sehr hilfreich ist es, eine Sanduhr oder einen Küchenwecker aufzustellen, sodass die Beiden selber sehen können, wann die Zeit mit dem jeweiligen Fahrzeug/Spielzeug um ist, sodass sich abgewechselt werden kann. Halten Sie durch und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Kürzlich war in der ELTERN-Zeitschrift ein Artikel zu diesem Thema, den ich ganz gut fand. Dort sagte ein Psychologe, dass Kinder im Alter Deines Sohnes den Unterschied zwischen Mein und Dein gerade lernen. In dieser Phase sei es wichtig, dass man das Eigentum der Kinder respektiert und sie nicht zwingt, abzugeben. Man kann höchstens vorschlagen, die Dinge abwechselnd zu benutzen. Nach einiger Zeit, wenn das Kind genug Vertrauen hat, dass sein Eigentum respektiert wird, fällt das Teilen ihm leichter. Nun kann man beginnen, das Teilen zu üben, auch mit sanftem Zwang. Oft hilft es, wenn das Kind sieht, das auch andere Kinder ihr Spielzeug mit ihm teilen. Aber auch, wenn das Kind irgendwann schon besser abgeben kann, sollte sein Lieblingsspielzeug tabu bleiben. Das muss es nie hergeben, egal wie unangenehm das der anwesenden Mutter ist. Vielleicht versteht man sein Kind besser, wenn man sich überlegt, dass auch wir selbst ja nicht immer Lust haben zu teilen. Oder erlaubst Du jedem, sich einfach Deinen Autoschlüssel zu nehmen, ohne zu fragen und loszufahren. Oder in Deinen Schrank zu greifen, sich ein paar besonders schöne Anziehsachen rauszunehmen und überzuziehen? :-) Meine Tochter ist jetzt drei. Als sie so alt war, wie Dein Sohnemann, habe ich sie sanft ermutigt zu teilen, aber nie gezwungen. Sie musste dann aber erleben, dass auch das andere Kind ihr eventuell dann nichts abgibt. Mit knapp zwei hat sie ganz gut verstanden, dass man sich abwechselt und hat sich (meistens) daran gehalten. Inzwischen ist das Teilen nur noch selten ein Problem. Zwingt man ein Kind in der ersten Zeit, in der es gerade sein Eigentum entdeckt, zu oft, seine Spielsachen abzugeben, wird sein Groll groß und es kann irgendwann überhaupt nicht mehr teilen. Ich habe das bei einem Nachbarsjungen beobachtet, dessen Eltern von Anfang an großen Wert aufs Teilen legten. Er hat jetzt (mit vier Jahren) immer noch das Gefühl, um seine Sachen kämpfen zu müssen und gibt ums Verreck... nichts ab. Was das Spielen mit anderen Kindern fast unmöglich und ihn zum Einzelgänger macht. Liebe Grüße und hab etwas Geduld, Gabi


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