Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Stefan Wirth:

Sollen wir Movicol weiter geben?

Frage: Sollen wir Movicol weiter geben?

schnuckenmama

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Sehr geehrter Herr Dr. Wirth, ich wende mich mit einem Verdauungsproblem an Sie. Meine Tochter (2,6 Jahre) hat seit klein auf (Beginn der Beikost) Probleme mit dem Stuhlgang: zu fest. Sie nahm mit kurzer Unterbrechung Lactulose. Ab und an ein Klistier. Seit September diesen Jahres Movicol. 1 P. pro Tag. Als der Stuhlgang tägl. weich kam, reduz. wir auf 1/2 P. pro Tag...nach kurzer Zeit dasselbe Spiel - jedoch ohne Bauch- und Popieken wie in der Mitte diesen Jahres unter Lactulose. Wir erhöhten wieder auf 1 P. pro Tag. An einem Tag hatte sie Durchfall (zu viel Teig genascht), diesen Zeitpunkt nahmen wir als Anlass ihr jeden zweiten Tag 1 P. Movicol zu geben. Nun sagt sie ab und an wieder, dass ihr Bauch weh tut. Der Stuhlgang kommt unregelmäßig: mal nach 3, mal nach 4, mal nach 6 Tagen. Dann ist er meistens wurstförmig und relativ weich. Mit Sicherheit kann ich das nicht immer bestimmen, da sie auf Toilette geht und wenn nicht etwas "oben liegen bleibt".... :-( Mein Mann und ich haben das Gefühl, dass sich der Darm sowohl an Lactulose als auch an Movicol nach einiger Zeit gewöhnt. Ist das so? Klar, wir könnten jetzt die Movicoldosis wieder erhöhen, aber wir denken, dass unsere Tochter mal von diesem ganzen unterstützenden "Dingen" wegkommen sollte, so dass sich der Darm alleine einspielen kann und man im Notfall vielleicht ein Klistier gibt!? WIr wissen es aber einfach auch nicht, was falsch oder richtig ist. Unser Kinderarzt ist nicht so richtig "hinterher" und hat jetzt einfach mal beschlossen, dass wir einen Bluttest (evtl. Weizenallergie...) machen lassen sollenn. Jetzt sind wir in der Apotheke durch Zufall per Beratung auf Leinöl gestoßen und nutzen das seit heute... es soll einen weichen wohlgeformten Stuhlgang ergeben. Übrigens haben wir natürlich die Ernährung umgestellt bzw. von klein auf darauf geachtet. Noch ein Punkt: Unsere Tochter trinkt relativ wenig: ca. 600 ml am Tag (wovon 450 ml Milch sind). Und: ich selber habe auch festen Stuhlgang, jedoch täglich. Die Proktologin sprach bei mir von: gering-bis mäßiggradig ausgeprägter Sphinkterhypertonie und einer Analfissur durch den harten Stuhlgang... ab und an Blut am Toilettenpapier. Ist "das" vererbbar? Ich habe meine Trinkmenge nun erheblich gesteigert... einen Anokryostift benutzt ... (bisher bleibt der Stuhlgang relativ hart) und habe einen zwiten Kontrolltermin im nächsten Frühjahr. Entschuldigen Sie den langen Text, doch wir sind wirklich ratlos und wie sollen Sie sich sonst ein Bild machen? Jetzt denke ich noch, dass ich dies und das noch einfügen könnte :-) Mit freundlichen Grüßen, "schnuckenmama".


Prof. Dr. med. Stefan Wirth

Prof. Dr. med. Stefan Wirth

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Vererbbar im engen Sinne ist eine Obstipation nicht, es gibt aber familiäre Bealstungen. Ob Movicol oder Leinöl ist egal, wenn es wirkt. Wichtig ist die parallele Druchfürhrung eines Belohnungsprinzips, das erreicht, das die STuhlentleerung konditioniert wird. Ich halte Movicol für eine guite Lösung, da es harmlos ist. Von hinten soll man auf keinen Fall auf Dauer abführen. Das Ziel müssen eindeutig tägliche Stühle sein. Gruss S. Wirth


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