Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Geht es ohne Vitamine?

Frage: Geht es ohne Vitamine?

Donnerstag

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Hallo, meine Tochter ist schon 10 J, aber sie verweigert jede Art von Gemüse oder Obst. Im Kindergartenalter hat sie noch Mais oder Äpfel (zwei am Tag, kleingeschnitten) akzeptiert, aber jetzt will sie gar kein Obst mehr. Gemüse auch nicht. Ich schaffe es, sie täglich zu einem Apfel zu bewegen, aber den isst sie schon mit Abscheu. Mais oder Spinat isst sie auch, aber jeden Tag Spinat wäre auch nciht so gut. Ich will sie ja nicht zwingen. Sie mag zwar Erdbeeren und im Sommer kaufe ich die dann auch jeden Tag, aber jetzt, im Winter isst sie absolut keine Vitamine. Brot geht auch nur wenn sie ausgehungert ist. Nudeln mit Mühe. Kartoffeln nicht. Sie will den ganzen Tag nur Süßes oder Wurst ohne Brot. Meistens isst sie dann Müsli oder Toast mit Wurst. Sie holt sich ihre Vitamine, indem sie Orangensaft kaum verdünnt trinkt, aber weil sie den ganzen Tag nur Süßes isst, mache ich mir Sorgen, dass sie zuckerkrank wird oder dass ihr wegen Vitaminmangel die Haare ausfallen. Das geht jetzt schon ein paar Jahre und wird nicht besser. Gibt es irgendwelche Richtwerte, wie viel Zucker ein Kind am Tag essen kann udn wann es zu viel ist?  Muss ich mir Sorgen machen wegen Diabetes oder einer anderen Krankheit wegen Vitaminmangels? Danke für Ihre Hilfe! Liebe Grüße Kerstin


Prof. Dr. med. Michael Radke

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Es bestehen sicher keine akuten Gefahren. Ihre Sorgen sind aber im Langzeitverlauf leider begründet. Scheinbar ist es aber bei Ihnen so, daß Ihre Tochter bestimmt, was gegessen wird. Aber wer kauft ein? Süßes? Fettes oder Salziges? Sie sollten unbedingt erzieherisch aktiv werden, am besten wirkt immer das eigene Vorbild. Kaufen Sie am besten keine oder nur wenige Süßigkeiten (bei Süßigkeiten Regeln einführen, z.B. zweimal pro Woche 5 oder 6 Gummibärchen). Wurst ist für Kinder aus mehreren Gründen unvorteilhaft: Zu fett, zu salzig, kaum Ballaststoffe, kaum Vitamine. Die Vorbildwirkung ist aber ausschlaggebend. Sie selbst müßten die Ernährung optimieren, ebenso Großeltern etc., Rohkost und Obst statt Süßigkeiten. Es ist ein pädagogisches Problem, das nicht einfach zu lösen ist, aber angegangen werden sollte.


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