DoruntinaMel
Gute Tag Herr Professor Dr Radke, Ich schreibe hier über meine Tochter (18 Wochen), die seit ihrer Geburt Schwierigkeiten beim Trinken und bei der Gewichtszunahme hat. Sie trinkt nicht ausreichend und hat dauerhaft einen stark geblähten Bauch, der extrem auf ihr Zwerchfell drückt. Dadurch atmet sie im Wachzustand fast ausschließlich durch den Mund. Wir waren bereits fünf Mal in der Klinik zur Untersuchung. Bauchultraschall: unauffällig Reflux: diagnostiziert, sie spuckt jedoch nicht, sondern schluckt ihn runter. Ich vermute, dass dieser eher ein Symptom des geblähten Bauches ist, da sie nachts keine Probleme damit hat. Herzultraschall: unauffällig Kopfultraschall: unauffällig Sämtliche Blutuntersuchungen, einschließlich Schilddrüse, Hämoglobin, Ferritin, B12 und viele weitere Werte, waren in Ordnung. Auch das Neugeborenenscreening war unauffällig. Sie bekommt seit zwei Monaten Neocate Infant, jedoch ohne Verbesserung. Beim Provokationstest mit normaler Pre-Nahrung erbrach sie hingegen mehrfach nach etwa einer Stunde. Wir lassen sie während der Mahlzeiten mehrfach aufstoßen. Zungen- und Lippenbänder wurden bereits getrennt. Eine submuköse Gaumenspalte wurde ausgeschlossen. Geburtsgewicht: 02.10.25 – 4230 g Entlassungsgewicht: 05.10.25 – 4000 g Derzeitiges Gewicht: 6000 g Die Trinkmenge liegt in 24 Stunden zwischen 700–800 ml. Mir bereitet dieser dauerhaft geblähte Bauch in Verbindung mit der schlechten Gewichtszunahme große Sorgen. Sie hat auch häufig Bauchschmerzen und wirkt oft sehr steif aufgrund des Bauches. ich versuche ihr derzeit den Schnuller abzugewöhnen, weil ich das Gefühl habe das sie Sugar beim Schnuller Luft mitschluckt. Ich bin seit vier Monaten verzweifelt und frage mich, was meinem Kind nur haben könnte.
In Ihrem Text sind mehrere Problem enthalten: 1. Geblähter Bauch: Im Zusammenhang mit dem Problem unter 2 (Trinkverhalten) könnte zuviel verschluckte Luft während des Trinkens eine Ursache sein. Probieren Sie daher unterschiedliche Saugerlochgrößen aus, die ggf. zu weniger verschluckter Luft führen. Weiterhin können auch feste/harte Stühle einen Blähbauch verursachen. Die Stühle sollten also eher weich sein, damit die im Darm befindlichen Gase abgesehen können. Geben Sie in diesem Fall ein Macrogol-Präparat, das Ihnen der Kinderarzt verschreiben kann. 2. Trinkverhalten: Babys können - im Gegensatz zu Erwachsenen - gleichzeitig schlucken und atmen. Bei Ihrem Kind ist möglicherweise die Nasenatmung behindert. Eine Choanalstenose oder andere Ursache (Nasenseptum) einer behinderten Nasenatmung sollte aus meiner Sicht ausgeschlossen werden. 3. Gewicht: Ihr Kind lag mit seinem Geburtsgewicht erheblich über dem durchschnittlichen Geburtsgewicht gesunder Neugeborener. Gewöhnlich verdoppeln Babys Ihr Geburtsgewicht mit etwa 5 Monaten (bei einem "normalen" Geburtsgewicht von 3400 oder 3500 g wären das ca. 7000 g). Dieses Gewicht wird Ihr Kind mit etwa 5 Monaten wahrscheinlich auch erreichen. Ich sehe darin kein großes Problem. Empfehlung: Klärung einer ggf. behinderten freien Nasenatmung sollte zügig erfolgen
s.o.
DoruntinaMel
Vielen lieben Dank fü Ihre Einschätzung, Wir haben bereits alle Marken die es gibt an Saugern zu Hause, sie kommt nur mit den Sauger von NUK perfekt Match zurecht. Ich werde den Kinderarzt heute nochmal ansprechen ob gegebenenfalls eine Logopädie Sinn machen würde. Sie schluckt definitiv viel zu viel Luft beim trinken, das hört man auch deutlich. Wir waren auch bei einem Gastroenterologen in Kassel, dieser hatte auch den Verdacht einer beschränkten Nasenatmung, da sie als sie jünger war fast 12 Wochen lang mit nur kleinen Unterbrechungen zwischendurch einen Schnupfen hatte, jedoch wurde mit einer Magensonde im Krankenhaus beidseitig kontrolliert ob ein Zugang besteht, dieser ist vorhanden und in der Nacht schläft sie auch mit geschlossenem Mund. Die Nase istcoft belegt bei ihr, könnte das auch durch den Reflux sein? Der Gastroenterologe schließt einen krankhaften Reflux definitiv aus, laut seiner Aussage würde das Baby in der Regel Tag und Nacht starke Beschwerden haben, was auch Sinn macht.
Ich rate dennoch zu einer HNO-Vorstellung zur Beurteilung der Nasenatmung. Logopädie ist sicher hilfreich, sofern es sich um eine erfahrene Logopädin handeln (sie sollte sich mit Säuglingsproblematiken auskennen). Noch ein Tipp: Fangen Sie am besten noch heute mit Brei an, z.B. mit einem Gemüse-Fleisch-Brei. Ihr Kind ist dafür alte genug. Mit der Löffelfütterung wird sicher weniger Luft verschluckt. Reflux: Ein Reflux ist in gewissen Grenzen normal (physiologisch). Problematisch wäre eine Refluxkrankheit. Dafür sehe ich aufgrund Ihrer Beschreibung ebenfalls keinen ausreichenden Beleg. Ich habe gestern noch die Stuhlproblematik erwähnt. Das scheint kein Thema zu sein. Good luck weiterhin!
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