Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Fester Stuhl seit Beikostbeginn

Frage: Fester Stuhl seit Beikostbeginn

LilaPusteblume93

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Guten Tag, meine Tochter (Stillbaby, 28 Wochen) bekommt nun seit etwa 6 Wochen Beikost, Mittags Gemüse, Abends Obst und danach wird noch gestillt. Sie kennt bereits Hokkaido und Butternut Kürbis, Zucchini, Pastinake, Karotte, Süßkartoffel, Kartoffel, Huhn, Birne, Apfel, Pflaume/Trockenpflaume, Haferbrei. Da sie ohnehin zu etwas festerem Stuhl und zurückhalten neigt, wurde mir empfohlen, den Brei -egal ob Gläschen oder Selbstgekocht - auf Cremesuppe-konsistenz zu verflüssigen (mit abgekochtem Wasser) und das tat ich auch. Zusätzlich wurde mir geraten, ihr nur 1-2x pro Woche stopfende/stärkehaltige Lebensmittel zu geben. Unser Problem? Ihr stuhl kommt etwa nach 6 Tagen, nach ca. 2-3 Tagen zurückhalten, ist kneteartig und sie weint beim Pressen. Im liegen geht's gar nicht, also halte ich sie immer übers Töpfchen in anhockhaltung. Wenn endlich alles raus ist(oder zumindest der Großteil, wenn sie den rest "zurückdrücken" kann), ist sie wieder glücklich und zufrieden. Kann es sein, dass sie zu wenig Muttermilch trinkt, wenn der Brei zu flüssig ist? Sie nimmt allerdings gut zu. Welche Lebensmittel helfen ihr beim Stuhlgang? Kann ich ihr, um diesen Zurückhalte-Teufelskreis zu durchbrechen Laxbene Junior geben? Ich traue mich schon nicht mehr zu füttern.. Danke im Voraus für die Antwort, PusBlu


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

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Sie können und sollten das Problem mit Laxbene junior lösen. Es handelt sich nicht um eine Krankheit. Alles, was Ihnen geraten wurde, ist nicht zielführend und wird Ihrem Kind nicht helfen. Geben Sie Laxbene soviel und solange, wie Ihr Kind es braucht. Geben Sie es täglich. Die Dosis richtet sich nach der Stuhlbeschaffenheit. Ist der Stuhl noch fest, etwas mehr, wird er flüssiger, etwas weniger. Auf jeden Fall: Täglich geben! Die richtige Dosis finden Sie selbst heraus. Beginnen Sie mit der Dosis auf dem Beipackzettel. Haben Sie keine Angst. Laxbene ist kein Medikament im medizinischen Sinne, sondern ein Stuhlweichmacher ohne Nebenwirkungen. Es kann sein, daß Sie Laxbene Wochen, oder Monate geben müssen - kein Problem!


LilaPusteblume93

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Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich muss Sie leider noch etwas fragen, mein Kinderarzt ist leider aktuell auf Urlaub. In der Packungsangabe steht "nicht länger als 3 Monate anwenden" - allerdings habe ich in anderen Beiträgen/Antworten von Ihnen u.a. schon gelesen "ruhig bis zum 1. Geburtstag" bei einem 6 Monate alten Baby. Kann denn da nichts passieren, wenn man die empfohlene Behandlungsdauer so deutlich überschreitet? Kein Gewöhnungseffekt o.ä.? Mir kommen die lt. Packungsbeilage empfohlenen 8ml/Tag (Morgens) Anfangs auch sehr viel vor, könnte man auch mit weniger starten? Sie setzt ja keine trockenen Hasenköttel ab, sondern eher kneteartige Würste. Kann ich ihr weiterhin nach Bedarf sab Tropfen geben? Ab und an hat sie noch mit Blähungen zu kämpfen und da geht's leider nicht ohne. Freundliche Grüße, PusBlu     


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

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Meine Antwort beruht auf einer langjährigen Erfahrung mit sehr vielen Kinder mit Verstopfung. Alle meine Antworten sind individuell. Auch die Antwort an Sie. Daher am besten machen, wie empfohlen. Gewöhnungseffekt u.a. andere Probleme gibt es nicht. Zur Dosierung habe ich Ihnen empfohlen, sich an die richtige Dosis anzunähern bzw. diese selbst herauszufinden. Sab simplex werden bei diesem Problem nicht helfen, also brauchen Sie die Tropfen auch nicht zu geben. Die Blähungen hängen mit der Verstopfung zusammen.  Viel Erfolg


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