Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Nächtliche Bauchschmerzen bei 7-monatigem Baby

Frage: Nächtliche Bauchschmerzen bei 7-monatigem Baby

ini_1981

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Hallo! Mein Sohn, 7 Monate, bekommt seit ca. 2 Monaten Beikost. Mittags bekommt er Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei und abends Getreidebrei mit Milch und etwas Obst. Er isst jeweils ca. 200 g. Morgens, nachmittags und abends trinkt er insgesamt ca. 450 ml abgepumpte Muttermilch und 200 ml Pre. Anfangs hat er sich etwas schwer getan mit der Beikost (harter Stuhlgang), aber das ist inzwischen kein Problem mehr. Irgendwann im Laufe der letzten Wochen hat es angefangen, dass er ab ca. nachts um 3 Uhr sehr unruhig wird, sich aber mit Schnuller wieder ein paar Minuten beruhigen lässt. Dann "jammert" er wieder usw., er wird immer unruhiger, bis der Schnuller irgendwann nicht mehr hilft. An manchen Tagen steigert sich das zu richtig schrillem Schreien. Wir tragen ihn dann, bis er pupst, und dann kann er meist auch direkt weiterschlafen. Manchmal geht das Spiel aber nach einiger Zeit von vorne los. Ab 3 Uhr nachts ist also im Moment die Nacht so gut wie vorbei, ansonsten schläft er aber gut und möchte auch nachts nichts trinken. Auffällig ist, dass der Spuk sofort vorbei ist, wenn wir morgens aufstehen. Er ist dann noch etwas knatschig, wahrscheinlich weil müde, aber spielt sofort los, wenn wir ihn aus dem Bett holen. Manchmal wird er sogar sofort ganz ruhig, wenn er die Wecker-Melodie hört. Haben schon probiert, ihm diese nachts vorzuspielen, hilft leider nur kurz :-) Wir vermuten, dass irgendwann nachts seine Verdauung wieder "anspringt" und er dann Bauchschmerzen bekommt. Übermäßige Blähungen hat er übrigens ansonsten nicht. Es scheint wirklich ein einziger Pups zu sein, der ihm nachts quer sitzt und ihn so doll zu Weinen bringt. Anscheinend hilft Bewegung/Tragen, aber ein Dauerzustand sollte das ja nicht sein... Es gab zwischendrin auch bessere Nächte, so dass man das Bauchweh nicht wirklich auf ein konkretes Lebensmittel schieben könnte. Haben Sie evtl. Tipps für uns, wie wir das Problem in den Griff bekommen könnten? Vielen Dank und viele Grüße!


Prof. Dr. med. Michael Radke

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Ihre Vermutung (einziger Pubs) trifft wahrscheinlich zu. Lassen Sie das Obst abends weg, geben Sie es lieber morgens oder am frühen Nachmittag. Säfte sollte Ihr Kind nicht erhalten, enthält ebenso wie Obst viel Fruchtzucker. Die dadurch entstehenden Blähungen (Pubs) erklären die Beschwerden. Good luck.


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