Julex
Guten Abend, ich mache mir große Sorgen um meinen 20 Wochen alten Sohn. Vor ca.5 Wochen ging es damit los, dass er schläfrig wurde und schließlich schleimigen Durchfall entwickelte und zwar 11 Tage nach der 2.Rotaviren Impfung. Als auch leicht erhöhte Temperatur hinzu kam, wurde ein Magen und Darm Infekt diagnostiziert. Kurz ging es ihm wieder gut, da bekam er hohes Fieber bis 39,3 und Husten hinzu. Dieses mal wurde ein grippaler Infekt diagnostiziert. Mein Mann und ich hatten zeitgleich ähnliche Beschwerden. Nachdem das überstanden war, hatte er am 11.03.zum ersten Mal Blutfäden im Stuhl. Zunächst wurde das auf den Virus geschoben. Seitdem wiederholt sich das Blut im Stuhl aber alle paar Tage. Manchmal ist 2 Tage Ruhe, dann geht es wieder für 2-3 Tage los, wobei nicht jeder Stuhl betroffen ist. Der Stuhl ist insgesamt sehr flüssig, manchmal schleimig und schwankt farblich zwischen gelb und grün, wobei letzteres überwiegt. Mein Sohn hat 5-7 mal Stuhlgang am Tag. Inzwischen wurde mehrfach versucht, die Darmflora mit Symbiolact, Lacteol und Mutaflor zu unterstützen. Stuhlproben auf Viren und Bakterien waren ohne Befund. Da ich noch voll stille, wurde dann eine Milcheiweiß Allergie vermutet, so dass ich inzwischen seit 2 Wochen auf alle Milchprodukte verzichte. Eine Besserung zeigt sich noch nicht. Darüber hinaus wurde der Calprotectinwert bestimmt. Das Ergebnis habe ich heute erfahren. Er ist stark erhöht und liegt bei 641. Zudem wurde gestern bei meinem Sohn noch eine obstruktive Bronchitis festgestellt. Bis auf das Blut und den Schleim im meist grünen Stuhl und dem Röcheln durch die Bronchitis hat mein Sohn keinerlei Beschwerden. Er trinkt bis auf wenige Ausnahmen gut, ist fit und lacht viel. Zwar gibt es auch Tage, an denen er viel schläft, aber auch dann ist er in den Wachphasen sehr aktiv. Auch nimmt er gut zu und das, obwohl er von Beginn an sehr viel spuckt. Er wurde bei 36+5 mit 2675g und 48 cm geboren und liegt jetzt mit 20 Wochen und 3 Tagen bei 7250g und 64,5 cm, wobei ich dazu sagen muss, dass er das meiste Gewicht in der ersten Zeit zugelegt hat und in den letzten Wochen im Schnitt "nur noch" 100g/ Woche. Derzeit warte ich bin auf die Ergebnisse einer weiteren Stuhlprobe sowie einer Blutuntersuchung. Im weiteren Verlauf will uns die Kinderärztin dann zu einem Gastroenerologen und zu einem Schweißtest schicken. Meine Frage ist nun, ob es sich trotz der hohen Calprotectinwerte "nur" um eine vorübergehende Collitis ggf.durch eine Unverträglichkeit handeln kann, oder ob ich mich in jedem Fall auf eine schlimmere Diagnose wie CED oder Mukoviszidose gefasst machen muss. Zudem würde ich gerne Ihren Rat zum weiteren Vorgehen wissen. Vielen Dank vorab für Ihre Mühen! Mit freundlichen Grüßen
Das ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Muttermilch-assoziierte Colitis. Machen Sie gar nichts, so lange das Kind normal gedeiht und keine weiteren KH-Zeichen hat. Weitere Untersuchungen sind nicht notwendig; letztlich ist die Ursache unklar und hängt mit den vielen und "scharfen" Stühlen zusammen. Starten Sie jetzt mit Beikost, dann wird sich das Thema erledigen, spätestens, wenn Sie eine Milchnahrung durch eine (bis zwei) Beikostmahlzeit ersetzt haben. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste man weiter sehen. Gruss S. Wirth
Ich denke nicht, daß es Grund zu übergroßen Sorge gibt. Die Calprotectinwerte bei jungen Säuglingen sind mit Vorbehalt zu interpretieren. Es könnte sich um eine Infektion handeln bzw. um eine sog. muttermilchinduzierte Proktokolitis. Dies insbesondere, wenn es in der Familie Allegien geben sollte. Neben den Kuhmilch- können auch andere Nahrungseiweiße in die Muttermilch übergehen und allergische Dickdarmentzündungen beim Säugling verursachen. An CED oder Mukoviszidose sollten Sie nicht denken. Warten Sie den nächsten Wert ab. Bei Normalwerten < 50 für Kinder und Erwachsene sind Werte von etwa 150 bei Säuglingen normal. Orientieren Sie sich am im großen und ganzen guten Allgemeinzustand. Wenn es weiter stärker bluten sollte, müßten Sie ggf. abstillen und eine therapeutische Hydrolysatnahrung geben, die Ihnen Ihr Kinder per Rezept verschreiben kann.
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