Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Wiedereinstieg Kita

Frage: Wiedereinstieg Kita

Knopf2016

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Lieber Dr. Nohr, so langsam geht es mit den Kitaöffnungen voran und ich mache mir meine Gedanken. Mein Sohn, wird jetzt 4, ist noch nie wirklich gerne in den Kindergarten gegangen. Er geht seit er 15 Monate ist in dieselbe Einrichtung. Er selbst sagt, wenn er hört xy darf wieder in die Kita: ich aber nicht und man hört raus, dass er darüber nicht traurig ist. Wie kann ich ihn beim Wiedereinstieg unterstützen? Gerade, dass das Abgeben mehr oder weniger kontaktlos und schnell erfolgen soll lässt mich grübeln. In der Vergangenheit hat er oft beim Abgeben geweint oder einen traurigen Eindruck gemacht. Auch mache ich mir oft Gedanken, ob es an unserer Bindung liegt, dass er sich so schwer lösen kann. Ich habe immer versucht auf seine Bedürfnisse einzugehen, habe ihm nie Grund gegeben Zweifel an meiner Wiederkehr zu haben. Kann auch eine zu enge Bindung dazu führen, dass er sich ungerne trennen möchte? Tagsüber war dann meist alles gut in der Kita. In unserem Garten ist es so, dass er sich frei bewegt und auch alleine zu den anderen Kindern in den Garten geht und spielt. Noch letzten Sommer wäre das undenkbar gewesen. Danke für Ihre immer wieder individuellen, einfühlsamen Antworten.


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Hallo, wie Sie ja deutlich schreiben, hat sich Ihr Sohn verändert, ist offener und kontaktfreudiger geworden. Diese Erfahrung würde ich nutzen, die kommende KiTa-Zeit ein bißchen attraktiver zu machen. In der Vorbereitung können Sie von all dem sprechen was er auch zu Hause gerne gemacht hat, und was jetzt an anderer Stelle weitergeht. Ich glaube es gibt viele Gründe, nicht in die KITa zu wollen. Das ist nicht nur eine Frage der Bindung, wobei Ihr Gedanke, dass auch eine enge Bindung es schwer machen kann, natürlich richtig ist. Ich wiederhole es immer wieder gerne, dass KiTa eine soziale Herausforderung und immer wieder auch Belastung für die Kinder ist. Die Kontakte sind noch instabil, wechseln oft, man kann sich nie sicher sein, wer "heute mein Freund sein will" usw.. Und dann ist man immer wieder auch mit seinen Sorgen allein, weil die ErzieherInnen gar nicht die nötige Zeit für alle Leiden haben. Je positiver und zuversichtlicher Sie den Wiedereinstieg angehen, desto eher kann auch Ihr Vierjähriger mehr an Möglichkeiten als an Bedrückungen denken. Machen Sie eine gemeinsame neue Erfahrung. Dr.Ludger Nohr


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