BettyBoop83
Hallo Herr Dr. Posth, Lukas wird zum Kindergarteneintritt fast 3,5 Jahre alt.Ich habe nun einen musikalischen KiGa gefunden folgender Eigewöhnung:ein paar Tage bleibt man mit den Eltern, dann wenn das Kind Sicherheit und Vertrauen gewonnen hat,bleibt es kurze Zeit allein, dieser Zeitraum wird nach und nach ausgedehnt.Die Eltern müssen aber erreichbar bleiben.Die Eingewöhnungszeit wird nicht vorgeschrieben sonder individuell dem Kind angepasst.Dieser KIGA arbeitet nicht nach einem Modell sondern kombiniert jeweils Ansätze aus Montessori-Pädagogik, Situationsorienterter Ansatz und Reggio-Pädagogik. Es ist ein Teiloffener KIGA mit Freispiel und mit festen Zeiten für Morgenkreis und Mittagessen. Es gitb Schlaf- und Ruhezeiten, aber das Kind muss nicht schlafen.L. ist ein sehr lebendiges Kind. Hauptsache Bewegen und das den ganzen Tag.Was halten sie von Strafen im KIGa, wie z.B. 10 Min muss das Kind vor der offenen Tür stehen bleiben u. beim spielen zuschauen?Wird im anderem KiGA gemacht
Hallo, Sie sprechen also von 2 Kindergärten, denn das Bestrafungsprinzip des zweiten passt nicht zum Konzept des ersten. Der erste Ki-ga klingt gut, auch oder vor allem, weil er ein flexibles Konzept anbietet und die Kinder nicht auf bestimmte Verhaltensweisen und soziale Angebote festlegt. Er akzeptiert also individuelle Voraussetzungen beim Kind. Der klassische Bestrafungsprinziup mit sozialer Ausgrenzung und Erzwingen von Wohlverhalten aus Angst vor Strafe im zweiten Ki-ga gehört zur konventionell autoritären Erziehungspraxis und ist "ein alter Hut". Man erreicht damit nicht viel, beschämt nur das Kind und bringt es schließlich gegen sich auf, wenn es noch gar kein Schuldeinsicht entwickeln kann. Das wäre kein Ki-ga, den man empfehlen kann. Viele Grüße
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