Mitglied inaktiv
Hallo, Unsere Tochter, 4 Jahre alt, spricht seit 3 Monaten im Kiga nicht mehr. Fragen der Erzieher oder anderer Kinder beantwortet sie nur durch Kopfschütteln. Nachmittags jedoch spielt sie gerne mit ihren Kindergarten-Freunden, die sie auf eigenen Wunsch auch alleine besucht. Dann spricht sie lebhaft und ist voller Initiative. Im Kiga hat es ihr zuvor, nach der Eingewöhnungszeit letzten Sommer, in der ich sie 4 Wo. begleitete, gefallen, wenn sie auch wenig sprach. Nun kostet es sie größte Überwindung, dorthin zu gehen. Auf Aufforderungen der Erzieher, zu sprechen, reagiert sie mit Rückzug. Die Erzieher äußern, „so etwas noch nie erlebt zu haben“ und sind der Meinung, man müsse unsere Tochter „fordern“. Das untermauern sie mit dem Verweis auf die Schule, „wo sie ja auch reden müßte“. Sie sind dagegen, daß ich meine Tochter morgens, wenn sie sich weinend an mich klammert, wieder mit nach Hause nehme. Was ich dann trotzdem mache. Wie können wir sie unterstützen? danke! nivi
Hallo, hören Sie zunächst einmal nicht auf die Erzieherinnen, sondern auf Ihre Tochter und folgen Sie Ihrer Intuition. Irgendetwas muss im Ki-ga vorgefallen sein oder hat sich entwickelt, was den anfänglich guten Eindruck und die Bereitwilligkeit hinzugehen zunichte gemacht hat. Was genau passiert ist, wissen wir nicht, müssen aber zugunsten Ihrer Tochter annehmen, dass es gravierend gewesen ist. Sie müssen Ihrer Tochter schon Glauben schenken, was auch bedeutet, dass Sie ihre Ängste und ihre Weigerung hinzugehen ernst nehmen. Aus freien Stücken stellt kein Kind das Reden ein. Nehmen Sie sie also erst einmal wieder mit nach Hause bis Beruhigung eingesetzt hat. Achten Sie einmal darauf, was Ihre Tochter zu Hause malt. Vielleicht kommen Sie so auf das, was vorgefallen ist, und sprechen Sie noch einmal eindringlich mit den Erzieherinnen, die längst nicht alles mitbekommen, was im Ki-ga geschieht. Viele Grüße
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