-kili-81
Tochter,21 Monate ist ein Trotzkopf. Spricht noch nicht viel, hat oft Wutanfälle, wenn wir nicht verstehen, was sie will/etwas nicht erlauben. Best. Dinge können/wollen wir nicht tolerieren, z.B. Essen extra auf den Boden werfen, hauen oder an den Haaren ziehen. Dann setzen wir sie in das Laufgitter (vorne offen) und sagen ihr, dass man das nicht darf. Sie muss nicht lang sitzen, nur 1-2 Min, dann gehen wir hin, sie kommt raus und wir erkl. ihr, warum sie „Straf-sitzen“ musste. Auch bei einem argen Wutausbruch hat, handhaben wir dies so, sagen da aber dazu, dass sie selbst rauskommen kann, wenn sie sich beruhigt hat. Klappt eigentlich ganz gut so. An manchen Tagen kommt sie schon recht häufig ins Laufgitter u. ich bin dann schon oft sehr genervt u. gebe sie deshalb auch eher „unsanft“ ins Laufgitter. Habe nun die Befürchtung, dass sie das Gefühl bekommen könnte, nur lieb gehabt zu werden, wenn sie nicht „aus der Reihe tanzt“. Verstehen Sie was ich meine? Sollen wir etwas anders machen?
Hallo, wenn Sie Ihre Tochter immer wieder ärgerlich in den "Laufstall" setzen, wenn sie einen Fehler gemacht hat oder sich unerwünscht verhalten, empfindet sie das sehr wohl als Ablehnung und Zurückweisung. Dadurch mindert sich ihr Selbstbewusstsein, auf das sie gerade in dieser Phase mehr und mehr baut. Daher ist diese Form von Bestrafen nur dann sinnvoll und erlaubt, wenn das Kind sich im Ausnahmezustand befindet und eben so stark trotz, dass ein Auszeit oder ein kurzes soziales Trennen unumgänglich ist. In dem Fall empfindet das Kind das auch nicht als Strafe oder Zurückweisung, sondern als Möglichkeit sich selbst zu beruhigen. Die kommt dadurch zustande, dass das Kind ja immer danach begehrt, die Beziehung zur Bezugsperson zu erhalten und nach Möglichkeit sogar noch zu verbessern. Folglich kommt das Kind bald zur Mutter oder zum Vater zurück und möchte sich versöhnen. Diese "Tür" muss immer offen stehen. Wenn Ihre Tochter Dinge macht, die Sie absolut nicht tolerieren, sagen Sie ihr das bestimmt aber nicht unfreundlich (sog. eindringliches Ermahnen) und schon gar nicht beschimpfend, und verhindern sie es durch Wegräumen und Hochstellen der Sachen oder vielleicht auch nur durch Locken auf eine andere Fährte. Auch das Hauen kann man umgehen (s. gezielter Suchlauf), und ein an den Haaren ziehen ist ohnehin leicht zu vermeiden. Wenn ihre Tochter noch etwas älter ist, nutzen Sie diese Vorgänge zur Induktion (s. gezielter Suchlauf).
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