Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr.Posth, ich habe eine Frage zum Verhalten meines Sohnes, 2 1/2 Jahre, in seiner Spielgruppe. Er geht dort einmal die Woche für 3 Std. alleine hin. Er hat sich sehr wohlgefühlt, viel mit der Erzieherin gesprochen und auch mit den anderen Kindern. Ich konnte schon nach dem ersten Mal weggehen und ihn später abholen, mit langsamer Steigerung natürlich. Er war nun 5 mal dort, ist zunächst immer sehr lebhaft, rennt rum und "arbeitet sich ab", die andere Hälfte der Zeit spielt er für sich, scheint dabei sehr zufrieden und ausgeglichen. Er beobachtet dann wohl auch ab und an die anderen Kinder, ist aber ansonsten in seiner Welt. Dieses Verhalten zeigt er übrigens auch, wenn wir lange unterwegs waren. Dann legt er sich auf den Boden vor sein Parkhaus, singt vor sich hin, erzählt ununterbrochen mit sich und ist sehr zufrieden. Ist das nun ein eher gutes Zeichen oder entwickelt er sich zum Eigenbrödler? Auch schon als Einjähriger konnte er sehr lange alleine spielen, hat aber auch gerne Gesellschaft von Kindern. Ist die Kinderbetreuung vielleicht noch zu früh? Bin sehr gespannt auf Ihre Einschätzung und danke Ihnen sehr. VG Hanna
Liebe Hanna, jedes Kind hat seine Rhythmen von Momenten gesteigerter Aufmerksamkeit und hohem Bewegungsdrang sowie In-sich-gekehrtheit, Ruhebedürfnis und Konzentration. Das sollte man unbedingt respektieren, denn nur so kann sich eine harmonische Persönlichkeit herausbilden. Mit Eigenbrödlertum hat das nichts zu tun. Also keine Sorge. Viele Grüße
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