Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten bei Überggriffen

Frage: Verhalten bei Überggriffen

karo09

Beitrag melden

Hallo Herr Dr. Posth, mal wieder wende ich mich mit zwei Fragen an Sie. Mein Sohn ist Forumsgerecht erzogen. Sehr willensstark und jetzt mit 26 Mo zu Hause sehr anstrengend. Seine Gefühlsausbrüche kosten mich viel Kraft und richten sich meist gegen mich. Vater steht zur LL kaum zur Verfügung , möchte das auch nicht ändern. Denkt ich übertreibe mit dem Kind in jeder Hinsicht und streng erzogene Kinder werden doch auch toll! Bzw sind einfacher zu haben. Schläft im eigenen Zimmer (möchte das so für ungestörten Abend alleine), Sohn bei mir. Was kann ich tun? 2. Mein Sohn ist ein liebes, sensibles Kind. Er teilt mit anderen (fast alles) und wehrt sich nicht wenn etwas weggenommen wird oder er (in einem speziellen Fall wiederholt) gekniffen wird wenn er nicht gleich hergibt was er hat. Er ruft mich dann zur Hilfe. Ist das so gut. Vater meint ich soll im beibringen sich zu wehren. Ich denke immer Gewalt ist keine Lösung. Wie kann ich ihm hier helfen. Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Hallo, da prallen bei Ihnen zu Hause unglücklicherweise zwei Welten oder sagen wir besser Weltanschauungen aufeinander. Zunächst einmal ist es nach all meinen Beobachtungen und Ausführungen folgerichtig, dass eine erschwerte Loslösung, weil der Vater nicht mitzieht, den Trotz verstärkt und die Kinder bis in die oppositionelle Haltung treibt. Die aufkommenden Aggressionen werden, weil zunächst kein anderer Adressat Sinn macht, dann an der Mutter ausgelassen. Insofern sorgt der Vater mit seinem Verhalten mit dafür, wie aggressiv sich ein Kind in der Trotzzeit gebärdet. In Wahrheit scheint Ihr Sohn aber ein eher defensives und in diesem Zusammenhang auch nachgiebiges Kind zu sein, dass in sich zunächst gar keine Veranlassung spürt, um das, was es haben willl, hart zu kämpfen. Das ist eine Charaktereigenschaft, die so ohne Weiteres nicht zu ändern ist. Damit ein solches Kind nun nicht ständig Nachteile in Kauf nehmen muss, da Kleinkinder noch nicht wirklich empathisch denken, ist es richtig. dass die Eltern als Bindungspersonen ihnen helfen. Diese Hilfe sollte geschickt verborgen ablaufen und bedeutet nicht, dass man das offensive Kind lautstark in Schranken weist. Sie sollte darauf hinauslaufen, dass das eigene, scheinbar unterlegene Kind das Gefühl behält, auch selbst an seinem Erfolg mitgewirkt zu haben. Damit erreicht man viel mehr, als mit der schlichten Aufforderung sich zu wehren. Denn mit diesem Auftrag kann ein solches Kind wenig anfangen und wird versagen. Das aber untergräbt sein entstehendes Selbstbewusstsein. Viele Grüße und danke für Ihr Lob.


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo Frau Henkes, Unsere Tochter 4 Jahre hat schon länger das Verhalten, dass sie mir als Mama gegenüber aggressiv ist, sobald sie von Oma und Opa (Schwiegereltern) wieder runter kommt. Wir wohnen im selben Haus. Sie kommt runter, bei Papa ist sie zum Beispiel das bravste Kind, aber sobald sie mich sieht, oder ich dann mit ihr alleine bin, ...

Liebe Frau Henkes! Habe zwei Fragen zum Verhalten von einem knapp 6 jährigen Kind und bitte um Inputs! Meine Tochter beobachtet andere Menschen oft, und zwar steht sie dann mit offenem Mund da, und kippt total ins Gegenüber, weg von sich selbst. Je lauter und auffälliger sich jemand verhält, desto mehr schaut sie hin und vergisst dabei dann völlig ...

Guten Morgen Frau Dr. Henkes,  ich bin Mama eines 2 Jahre und 2 Monate alten Jungen und mache mir momentan einige Sorgen um seine Entwicklung. Er hatte beidseitige Paukenergüsse, die vermutlich über längere Zeit bestanden. Diese scheinen mittlerweile abgeheilt zu sein – laut Pädaudiologin und HNO hört er aktuell wieder gut, auf einem Ohr war ...

Hallo, mein Kind ist 5,5 Jahre alt und seit genau 2 Wochen geht sie plötzlich super ungerne zur Kita. Sie schreit dort so, dass ich sie schon 2 mal abholen musste. Grund dafür ist nur, dass sie nachhause will sagt sie. Desweiteren sagt sie seit dem ständig dass ihr etwas weh tut. Der Kopf, der Bauch, der Fuß, die Nase, der Zahn etc. Das geht durch ...

Hallo, vielen Dank, dass wir uns an Sie wenden können! Aktuell weiß ich wirklich nicht mehr weiter. Unser Sohn ist 4, geht seit einem Jahr in den Kindergarten und ist dort sehr glücklich! Er ist weit für sein Alter was Sprache etc angeht und ist bei vielen schon sehr selbstständig. Er ist ein sehr willensstarkes, phantasievolles Kind und wir ...

Guten Abend, wir machen uns aktuell Sorgen um unsere Tochter (2 1/2 Jahre alt). Zum einen fremdelt sie ganz plötzlich...da hatten wir eigentlich noch nie so doll Probleme mit. Aber letzte Woche wollte sie z.B. nichtmal bei meiner Mutter ins Haus rein...sie wollte nur auf meinen Arm und hat weder auf Oma noch auf Opa reagiert. Obwohl sie da h ...

Guten Tag! Under Sohn (5,5 Jahre alt) war immer in sehr gesprächiges,  aufgedrehtes und fröhliches Kind.  Seit ungefähr 1 Monat ist aber auffällig, dass er zwar zu Hauee noch immer so ist wie oben beschrieben,  aber auswärts ganz ruhig und zurückgezogen wurde. ZB bei den Großeltern, die er 1-2 mal pro Woche Seit Geburt sieht, also sehr gut v ...

Liebe Frau Henkes Wir hatten gestern ein Gespräch in der Kita und ich habe am Abend zufällig einen Beitrag über PDA-Kinder gesehen. Ich erkenne einige Muster bei meiner Tochter und mache mir nun grosse Sorgen. Wir haben immer Mühe mit Anziehen (sie rennt weg oder fängt an etwas anderes zu tun), Zähneputzen und Frühstücken. Man muss sie immer ...

Sehr geehrte Frau Henkes, erst einmal danke für Ihre Arbeit in diesem Forum. Ich sorge mich um meine beiden Töchter (fünfeinhalb Jahre alt und 13 Monate alt). Meine große Tochter hatte schon immer einen starken Willen und ihren eigenen Kopf. 4 Jahre lang war sie Einzelkind, seit ihre Schwester auf der Welt ist, ist es nochmal anstrengend ...

Guten Tag Frau Henkes,  unser Sohn, knapp 5,5 Jahre alt, zeigt derzeit folgendes Verhalten: Er hat sich vor Kurzem sehr für Vulkane interessiert und alles mögliche an Wissen darüber gesammelt. Dieses verursacht ihm nun leider die Angst vor einem Ausbruch bei uns zu Hause oder auch in der Kita. Er traut sich nicht mehr alleine in einen anderen Raum ...